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Stillen direkt nach der Geburt

Du solltest also versuchen, Dein Kind direkt in der ersten Stunde nach der Geburt zu stillen. Nach Möglichkeit sollte dies natürlich in Ruhe und in einem ungestörten Umfeld stattfinden. So lernt das Kind schnell sein Mutter kennen, fühlt sich sicher und startet auch die Milchbildung, die für eine weitere (gelungene) Stillbeziehung so wichtig ist.

Wann Stillen ausgeschlossen oder schwierig ist

Die Säuglingsnahrungsindustrie und deren verbundene Interessengruppen sind sehr einflussreich und sind in der Lage die Politik und auch die mediale Aufklärung zu beeinflussen. So werden junge Frauen und Mütter dazu erzogen und angeleitet, möglichst schnell und einfach wieder in das Berufsleben einzusteigen oder weiterhin auch als Mutter „frei zu sein“. In der Werbung wird dies natürlich mit „schnell und einfach“ Säuglingsnahrung beworben. Positive Vorbilder, die sich für das Stillen einsetzen findet man eher selten.

Im Beruf und Stillen?

Eine gute Nachricht vorab: in den meisten Fällen lässt sich die Aufnahme der Berufstätigkeit und das Stillen ganz gut miteinander vereinbaren. Du kannst zum Beispiel auf der Arbeit stillen bzw. bezahlte Freistellungen zum Stillen in Anspruch nehmen (siehe unser Bericht zum neuen Mutterschutzgesetz) oder Dein Baby wird von der Oma betreut und muss auf die Muttermilch für eine gewisse Zeit verzichten, die Du nun auf der Arbeit bist.

Kann Stillen Schmerzen lindern bei Blutentnahmen oder bei ähnlichem?

Babys und Kleinkinder verstehen natürlich noch überhaupt gar nicht, warum sie mit einer kleinen Nadel gestochen werden. Deshalb ist der Vorgang bei einer Impfung oder beim Blutabnehmen, natürlich sehr stressig und mit vielen Tränen verbunden. Doch weil Stillen ja gerade auch ein Trost spenden und ein Beruhigen ist, kann es gezielt beim Arzt genutzt werden um das Baby wieder zu beruhigen. Deshalb ist es sogar sehr sinnvoll genau zum Zeitpunkt der Impfung auch zu Stillen. Stillen beruhigt und lenkt vielleicht sogar von den Schmerzen ab.

Gibt es Wachstumsschübe oder sind sie nur ein Märchen?

In der Literatur, im Internet und in den Aussagen von vielen Experten treten immer die sogenannten Wachstumsschübe bei Babys auf. Ebenfalls finden sich die Aussagen bei vielen Ratgebern zum Thema Stillen. Laut den Thesen sollen die Babys in den Zeiträumen der Wachstumsschüben besonders oft ein Bedürfnis nach dem Stillen haben, weil sie ja besonders viel Energie zum Wachsen benötigen. Wir wollen uns diese Thesen nun einmal ganz genau ansehen.

Weg von der Flasche, hin zur Brust

Umso enttäuschter sind sie, wenn kurz nach der Geburt das Stillen alles andere als gut klappt. Das Anlegen bereitet Schwierigkeiten, entzündete Brustwarzen, ein schmerzhafter Milcheinschuss, im schlimmsten Fall sogar eine Brustentzündung. Auch ein Kaiserschnitt, ein unreifes Kind, die fehlende Hilfe und Anleitung während des Wochenbetts oder auch eine Trennung von Mutter und Säugling können Probleme in der Stillbeziehung verursachen und das Ernähren des Babys mit der Flasche notwendig machen.