Wichtige Tage nach der Geburt

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Wichtige Tage nach der Geburt

Do., 02/07/2019 - 17:34
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Für einige Frauen ist das Zuhause alles. Daher wollen manche die Geburt auch unbedingt zuhause erleben.

In den eigenen vier Wänden fühlen sie sich geborgen und alles ist in vertrauter Umgebung. Dagegen gibt es nichts einzuwenden, wenn eine Hebamme für die Nachsorge bereitsteht. Was findet sich in diesem Artikel? In Stichworten:

  • Die Mutter entscheidet selbst
  • Auf die Nachsorge-Hebamme kann nicht verzichtet werden
  • Mutter
  • Kind
  • das Stillen
  • mit guter Vorbereitung kann das Wochenbett beginnen

Die ganz persönliche Entscheidung

Ob die werdende Mutter lieber in einer Klinik oder zuhause entbindet, obliegt alleine ihrer Entscheidung! Hier ist die Intuition, das Bauchgefühl, wichtig. Fragen wie: "Was ist mein Wunsch für mein Baby?" "Wie will ich die ersten Tage nach der Geburt verbringen?", sind entscheidend.

Auch die Frage nach der Erholungsphase nach der Geburt taucht auf und ist entscheidend. Die Mutter denkt auch darüber nach, wer ihr die erste Zeit nach der Geburt hilft. Viele, oder die meisten Frauen, wollen das Baby in der Klinik entbinden. Andere Frauen fühlen sich jedoch im trauten Heim wohler. Das eigene Bett fühlt sich besser an, als ein fremdes in der Klinik. Die Voraussetzung, dass keine Gefahr für Mutter sowie Kind besteht, muss natürlich gegeben sein. Wenn eine Frau daheim entbinden will, heißt dies jedoch nicht, dass sie ihre Entscheidung bei der Geburt nicht noch ändern kann.

Ganz wichtig ist die Nachsorge-Hebamme

Nach der Geburt bleibt die Mutter mit ihrem Neugeborenen meistens noch mindestens ein paar Stunden im Geburtshaus. Die Hebamme ist für die Betreuung der beiden zuständig. Darüber hinaus gibt es auch die ärztlichen Geburtshelfer. Die Mutter kann sich mit ihrem Baby von der Geburt erholen und sich auch daran gewöhnen, nun Mutter zu sein.

Für ein Neugeborenes verantwortlich zu sein, kann für manche Frauen auch zuviel Druck sein. In solchen Fällen kann es zu nachgeburtlichen Depressionen kommen. Wenn eine Mutter mit ihrem Baby das Geburtshaus schon bald verlässt, muss dennoch eine Nachsorge aufrecht erhalten werden. Eine Hebamme, die diese Nachsorge betreibt, kommt dann und macht Hausbesuche. Sie kommt täglich nach Hause und sieht nach der Mutter und ihrem Kind, ob wirklich alles in Ordnung ist.

Auf was die Hebamme alles achtet

Es gibt eine Umstellung der Psyche bei der Mutter nach der Geburt. Daher hat die Hebamme ein Auge auf die Seele sowie den Leib der Frau. Die Gebärmutter soll sich rasch wieder zurückbilden. Wenn bei der Geburt Verletzungen auftraten, müssen diese gut abheilen. Dies ist beispielsweise bei einem Dammschnitt der Fall. Auch Stillberatung liegt im Aufgabenbereich einer Hebamme. Sie berät die Mutter auch bei der Babypflege. Bei allen auftretenden Fragen, die eine Mutter rund um ihr Baby hat, wird eine Hebamme bereitwillig Auskunft geben.

Rund um die Mutter

Die Hormone verändern sich nach der Geburt und die Mutter erfährt den sogenannten Wochenfluss. Es kommt im Zuge dessen zur Zurückbildung der Gebärmutter. Dabei treten immer wieder mal Nachwehen auf. Eine besondere Umstellung gibt es auch bei der Brust, denn diese muss nun Muttermilch produzieren.

Die ersten Tage nach der Geburt dienen demnach zur Erholung und Ruhe. Das eigene Baby kennen zulernen ist auch sehr wichtig. Der Haushalt kann nun ruhig etwas zu kurz kommen. Im Idealfall kümmern sich nun andere einige Zeit darum. Es kann auch sein, dass die Mutter mit Fieber zu kämpfen hat. Die Dammschnittwunde könnte nicht so gut abheilen, wie erhofft und eine Entzündung könnte auftreten. Ein Milchstau könnte ebenfalls auftreten und sollte entsprechend behandelt werden. Die Hebamme überwacht all diese Dinge und bespricht in einem solchen Fall gemeinsam mit der Mutter, ob ein Arzt zu Rate gezogen werden soll.

Rund um das Kind

Wenn ein Säugling gesund ist, dann braucht man das Baby nicht überpflegen. Im ersten Monat wird das Neugeborene viel Zeit mit seinem Schlaf verbringen. Es will regelmäßige Mahlzeiten bekommen und ist soweit zufrieden. Die Mutter sollte das Baby regelmäßig stillen. Muttermilch ist das beste für einen Säugling, denn darin finden sich wichtige Abwehrstoffe, die für das Baby entscheidend sind.

Darüber hinaus ist es sehr wichtig, dem Kind Nähe, Wärme und die nötige Geborgenheit zu geben. Dies kann im eigenen Heim noch besser gewährleistet werden, als in einer doch fremden, unpersönlichen Klinik. Daheim muss die Mutter sich selbst um einige Sachen selbst kümmern. Hier ist natürlich ein liebender Partner und Vater auch wichtig.

Welche Untersuchungen werden durchgeführt?

Es handelt sich hierbei um Standard Untersuchungen, welche in der Regel immer durchgeführt werden:

  • U2: Dabei handelt es sich um eine Früherkennungsuntersuchung. Ist das Baby drei bis fünf Tage alt, sollte diese Untersuchung angesetzt werden. Ein Kinderartz oder eine Kinderärtzin sind dafür zuständig. Die Mutter oder Eltern müssen sich daher um einen Kinderarzt bemühen. Das schönste ist es, der Kinderarzt kann hierfür einen Hausbesuch machen.
  • Blutentnahme an der Ferse sowie ein Stoffwechsel-Screening: bereits zwischen 36 und 72 Stunden nach der Geburt soll das Blut an der Ferse abgenommen werden. Das beste ist es, wenn die U2-Untersuchung zusammen mit der Blutentnahme und dem Screening stattfinden kann.
  • das Neugeborenen-Hörscreening: auch diese Untersuchung findet in den ersten Tagen nach der Geburt statt. Wenn es eine Hausgeburt gab, dann ist eine Überweisung eines Kinderarztes notwendig. Für die Überweisung wiederum ist eine Anmeldung des Kindes bei einer Krankenkassa nötig.
  • das Baby beim Standesamt anmelden: das zuständige Standesamt ist im Zeitraum von einer Woche zu verständigen, dass ein Kind geboren wurde.

Das Stillen

Der Stillbeginn findet ab der Minute statt, wenn das Baby das erste Mal an der Brust der Mutter saugt. Das Neugeborene will in den meisten Fällen bereits nach einer Stunde Muttermilch trinken. Dazu sucht es die Brust der Mutter. Dies ist für eine Mutter fast ein magischer Augenblick und dieser findet meist in der Frauenklinik statt.

Hausgeburten gibt es eher noch wenige, im direkten Vergleich zu den Klinik Geburten. Heute ist das Stillen wieder besonders populär. Vor wenigen Jahrzehnten kam es eher etwas aus der Mode. Doch nichts ist für das Baby wichtiger, als Muttermilch, denn es hilft dem Immunsystem. Manche Frauen stillen ihr Kind daher auch erst nach Monaten ab, so wie es früher noch war. Damals wurde sogar ein ganzes Jahr gestillt und manchmal noch länger. Für den Stillbeginn ist die Hebamme, eine Stillberaterin oder eine Still- und Laktationsberaterin die richtige Ansprechpartnerin, die der Mutter beim ersten Anlegen hilft.

Mit guter Vorbereitung ins Wochenbett

Wenn die Mutter eine Hausgeburt plant, oder das Kind im Geburtshaus gebären möchte, ist es sinnvoll, wichtige Dinge vorab vorzubereiten. Der Kindesvater sollte sich dafür zumindest mehrere Tage freinehmen. Die ersten Tage sollte auch der Vater das Bündel Glück intensiv erleben und der Mutter helfen.

Nahe Verwandte könnten sich auch um den Haushalt der frischgebackenen Mutter kümmern. Vielleicht ist schon ein Geschwisterchen da und um dieses kümmern sich dann andere Personen besser. Es kann unter bestimmten Voraussetzungen sein, dass man eine Haushaltshilfe beantragen kann. Den Kühlschrank füllt man bestenfalls auch schon vor der Geburt. Man kann auch Mahlzeiten schon vorher kochen und einfrieren. Auf jeden Fall sollten die wichtigsten Utensilien zur Pflege des Kindes schon daheim sein.

Vorher schon gekauft

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