Stillprobleme

Warum klappt das Stillen nicht?

Das Zeitproblem

Leider hat sich unsere Gesellschaft immer mehr in eine „Stress- und Hetz-Gesellschaft“ verwandelt, sodass Zeit in vielen Geburtskliniken eine Mangelware ist und sich so eine ungünstige Krankenhausroutine entwickelt hat. Leider wirkt sich diese oft nicht gerade positiv auf die aufkeimende Stillbeziehung aus, sondern eher negativ. Unmittelbar nach der Geburt wird hier schon (teilweise) massiv in die Beziehung von Mutter und Kind eingegriffen. Der natürliche Ablauf nach der Geburt wird manchmal vom Krankenhauspersonal gestört.

Wann Stillen ausgeschlossen oder schwierig ist

Die Säuglingsnahrungsindustrie und deren verbundene Interessengruppen sind sehr einflussreich und sind in der Lage die Politik und auch die mediale Aufklärung zu beeinflussen. So werden junge Frauen und Mütter dazu erzogen und angeleitet, möglichst schnell und einfach wieder in das Berufsleben einzusteigen oder weiterhin auch als Mutter „frei zu sein“. In der Werbung wird dies natürlich mit „schnell und einfach“ Säuglingsnahrung beworben. Positive Vorbilder, die sich für das Stillen einsetzen findet man eher selten.

Probleme mit wunden Brustwarzen

Besonders in den ersten Tagen des Stillens haben viele Frauen ein leichtes Schmerzempfinden, wenn das Baby an der Brust saugt. Dies ist aber ganz normal und Du musst Dir keine Sorgen machen. Die Brustwarze nimmt dabei keinen Schaden. Sofern Du beim ersten Stillen Schmerzen hast, dann sollte lediglich die Hebamme oder eine Stillberaterin das korrekte Anlegen überprüfen. Denn es könnte ja auch sein, dass die Schmerzen von einer fehlerhaften Stillposition resultieren.

Weg von der Flasche, hin zur Brust

Umso enttäuschter sind sie, wenn kurz nach der Geburt das Stillen alles andere als gut klappt. Das Anlegen bereitet Schwierigkeiten, entzündete Brustwarzen, ein schmerzhafter Milcheinschuss, im schlimmsten Fall sogar eine Brustentzündung. Auch ein Kaiserschnitt, ein unreifes Kind, die fehlende Hilfe und Anleitung während des Wochenbetts oder auch eine Trennung von Mutter und Säugling können Probleme in der Stillbeziehung verursachen und das Ernähren des Babys mit der Flasche notwendig machen.

Nach einem Kaiserschnitt Stillen?

Nach einem Kaiserschnitt fühlt die Mutter sich vermutlich erst einmal nicht so wohl, besonders, wenn sie sich ganz bewusst auf die Schmerzen konzentriert. Die Unbeweglichkeit, die Schmerzen und vielleicht auch die Sorge über die Wunde, führen zu einem allgemeinen Unwohlsein, welches zu einer Blockade von Oxytocin führen kann. Dieses Oxytocin ist aber besonders führ die Milchproduktion wichtig, da es eben genau diese anregt!