Durch das Stillen werden Schmerzen bei Blutabnahmen und Impfungen gemindert

Durch das Stillen wird bei Impfmaßnahmen der Schmerz für das Baby gelindert. Das Baby erfährt den Fersenstich sowie Impfmaßnahmen schon sehr früh. Ist hier das Stillen überhaupt erlaubt? Dies kann definitiv mit einem Ja beantwortet werden! Es gibt verschiedene Studien dazu, welche eindeutig belegen, dass es zu einer Schmerzlinderung hierbei für das Baby kommt. Durch das Stillen werden die Schmerzen für das Baby vermindert.

Schmerzhafte Untersuchungen

Auch für Babys heißt es bereits, mit Schmerzen konfrontiert zu werden. Ein Neugeborenes wird geimpft und es muss medizinische Untersuchungen über sich ergehen lassen. Schon ein paar Tage nach dem Geburtsprozess wird dem Neugeborenen etwas Blut entnommen. Das Blut wird an der Ferse abgenommen und der Arzt erkennt dann eventuelle Stoffwechselerkrankungen. Diese sind durch die Blutabnahme auch schon früh erkennbar. Nach ein paar Monaten, wird das Baby dann geimpft. Es stehen sogar gleich einige schmerzhafte Impfungen und Nadelstiche an.

Beim Impfen

Beim Impfen unternimmt der Arzt auch keinerlei medikamentöse Maßnahmen. Bei größeren Eingriffen werden ja Schmerzmittel und dergleichen verwendet. Beim Impfvorgang ist dies nicht so. Dennoch empfinden einige Menschen das Impfen als schmerzhaft. Ein kleines Baby empfindet die Stiche beim Impfen mit Sicherheit nicht als angenehmen Prozess. Um diese Einstiche so schmerzbefreit als möglich zu vollführen, suchen Eltern, Ärzte und auch Hebammen nach alternativen Möglichkeiten zur Schmerzlinderung.

Es kommt Körperkontakt und Nähe zur Mutter oder den Eltern zum Tragen. Daneben kommen auch Schnuller zum Einsatz (was wir natürlich nicht begrüßen), aber auch Zuckerlösungen. Es gibt in der Zwischenzeit aber einige wissenschaftliche Studien, die besagen, dass das Stillen eine effektive Methode ist. Es handelt sich um einen nicht-medikamentösen Einsatz, der natürlichen Ursprungs ist. Durch das Stillen kommt es beim Baby zu einer natürlichen Schmerzlinderung.

Bei Impfungen oder auch Blutabnahmen dient das Stillen dann als natürlicher Schutz. Dabei gibt es auch keinerlei Nebenwirkungen. Die Cochrane Collaboration weist dabei höchst wissenschaftliche Studien nach. Es gibt dabei verschiedene Übersichtsarbeiten, welche die Wirksamkeit nachweisen. Die Chochrane Collaboration ist ein angesehenes Institut, das auf größtem wissenschaftlichen Standard arbeitet.

Positives Stillen

Durch das Stillen kommen unterschiedliche, effektive Komponenten zum Tragen. Beim Stillen durch die Mutter tritt folgendes in Erscheinung:

  • das Neugeborene hat eine große Vertrautheit zur Mutter
  • der Geruch der Kindesmutter
  • der Kontakt über die Haut erfolgt direkt
  • der Saugreflex
  • das Stillen dient dem Baby als Ablenkung
  • die Muttermilch hat einen süßlichen, milden Geschmack
  • in der Muttermilch ist eine große Konzentration des Tryptophans vorhanden - dies ist bei einer Ersatznahrung nicht gegeben!

Tryptophan

Tryptophan dient als eine Vorstufe des Melatonins. Dieses erhöht wiederum Beta-Endorphine und deren Konzentration. Es ist wahrscheinlich auch für einen analgetischen Effekt in der Muttermilch verantwortlich. Die alleinige Verabreichung von Muttermilch - in künstlichem Sinne - ist jedoch nicht so zielführend, wie das Stillen selbst. Die Schmerzlinderung hat bei der künstlichen Verabreichung nicht den Gesamteffekt.

Schmerzen erkennen

Neugeborene Kinder können nicht artikulieren, dass sie Schmerzen empfinden. Auch ist es den Kleinen nicht möglich zu sagen, wie stark der Schmerz ist. Wissenschaftler haben dennoch eine Möglichkeit zu schätzen, wie hoch der Schmerz ist. Die Schmerzempfindlichkeit kann auf einer Punkteskala definiert werden. Medizin sowie Forschung setzen bei Neugeborenen zur Feststellung der Schmerzempfindlichkeit auch Körperparameter ein.

Daneben kommen auch verschiedene Verhaltensmerkmale zum Einsatz, um die Schmerzgrenze zu bestimmen. Es werden validierte Schmerzskalen verwendet und Beobachter eingesetzt. Die Beobachter machen sich Notizen über den Gesichtsausdruck des Babys. Auch die Atmung, die Körperspannung oder das Weinen werden beispielsweise bewertet. Darüber hinaus wird das Schreien des Babys notiert, wie auch dessen Dauer.

Herzfrequenz und der Wachheitsgrad sind daneben noch andere Parameter, die notiert werden. Das Stillen vermindert das Weinen der Babys, wenn diese geimpft werden. Auch bei Blutabnahmen kann dies beobachtet werden. Alle Studien ließen dieselben Rückschlüsse und Beobachtungen zu. Das Weinen des Babys wurde durch das Stillen weitgehend reduziert. Zuckerlösungen brachten nicht dieselben positiven Effekte, wie das Stillen. Auch Kühlungssprays, Massagen der Mutter oder Schmerzgels brachten nicht die gleichen positiven Wirkungen. Die Schmerzlinderung durch das Stillen wurde durch wissenschaftliche Studien hinreichend belegt. Die Studien belegten den positiven Effekt in der Periode der Neugeborenen, aber auch im ganzen ersten Jahr des Kindes. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es beim Stillen auch positive Effekte jenseits des ersten Lebensjahres gibt.

Stillen hilft!

Die Wissenschaftler dieser Studien raten Müttern an, ihr Kind bei Impfungen oder Blutabnahmen zu stillen. Dabei sollte das Stillen routinemäßig dann angewendet werden. Dies kann in Arztpraxen oder auch Krankenhäusern geschehen.

Trost spenden

Aber auch zu Hause kann das Baby gestillt werden, um Schmerzlinderung zu erfahren. Daneben ist Stillen für das Baby sehr hilfreich, um getröstet zu werden. In folgenden Lebensphasen des Babys kann Stillen hilfreich sein:

  • Zahnen des Kindes
  • eine Verletzung des Kindes
  • wenn das Baby / Kind sich erschrickt
  • bei Angstzuständen des Kindes
  • bei Ermüdungserscheinungen des Babys

Der Aberglaube

Das Stillen wirkt bei genannten Situationen als echtes Wundermittel. Es herrscht sehr oft der Aberglaube vor, dass man sein Kind bei Impfungen oder schmerzhaften Vorgängen nicht stillen sollte. Dieser falsche Glaube kursiert regelrecht als Warnung für jede Mutter. Es wird gesagt, dass das Baby die Schmerzen dann mit dem Stillvorgang in Zusammenhang bringt.

Daraufhin würde das Baby die Brust verweigern. Diese Vermutung ist allerdings nicht wissenschaftlich belegt. Die wissenschaftlichen Studien haben auch keine negativen Effekte beim Impfen durch das Stillen herausgefunden. Dasselbe gilt natürlich bei Blutabnahmen für das Baby.

Dr. Jack Newmann ist ein Kinderarzt aus Kanada. Er ist daneben auch als Laktationsberater tätig und Newmann empfindet diese Warnung für Mütter als absurd. Dasselbe gilt übrigens auch beim Vorschlag, sein Kind bei Schmerzen nicht zu trösten. Denn dabei könnte es den Tröstvorgang auch mit Schmerzen in Verbindung bringen.

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