Ein schlafendes Baby wird zum Stillen geweckt

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Ein schlafendes Baby wird zum Stillen geweckt

Di., 12/17/2019 - 19:01
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Bei neugeborenen Babys ist es notwendig, dass diese regelmäßig gestillt werden. Hierbei ist auch eine gewisse Ausdauer und Effektivität erforderlich. Um dies durchführen zu können, ist es wichtig, dass das Kind optimal geweckt werden muss. Nur so kann es auch genug Nahrung zu sich nehmen. Im Folgenden wird auf die Gründe eingegangen, warum ein Neugeborenes schläfrig sein kann und was die Mutter machen kann um das Kind zum Stillen animieren zu können.

Es ist wichtig, dass ein neugeborenes Baby alle ein bis drei Stunden gestillt werden sollte. Dabei ist ein ausdauerndes und effektives Trinken notwendig, damit es in der restlichen Zeit einen ruhigen Schlaf haben kann. Es ist aber nicht ungewöhnlich, dass es Probleme gibt, welche dazu führen, dass ein Baby zu selten aufwacht. Das kann dazu führen, dass das Kind aufgrund nicht auf den Hunger aufmerksam machen kann und es in Bezug auf das Gewicht eine zu geringe Zunahme aufweisen kann. Es kommt sehr häufig vor, dass die Eltern es nicht rechtzeitig erkennen können, dass ihr Kind Hunger hat. Somit werden wichtige Hinweise nicht erkannt und Möglichkeiten gehen werden vielleicht nicht genutzt, welche zum Stillen genutzt werden könnten. Diese verlorene Gelegenheit führt auch dazu, dass die Milchbildung bei der Frau nicht schnell genug angeregt werden kann. Dies würde dann dazu führen, dass die Muttermilch für das Neugeborene nicht ausreichend ist.

Einschlafen beim Stillen

Es gibt auch Kinder, welche direkt an der Brust der Mutter einschlafen, nachdem sie nur wenige Züge von der Muttermilch getrunken haben. Das bedeutet dann ein Defizit an Muttermilch für das Baby! Wenn zum Beispiel zwischen den Stilleinheiten lange Pausen herrschen, kann dies als Auswirkung haben, dass das Baby auch am Tag gar nicht mehr richtig wach wird und immer wieder müde ist.

Weiterhin ist es wichtig zu wissen, dass ein Schlaf von mehr als drei Stunden am Stück bei einem Baby zur Folge hat, dass es im Normalfall weniger als achtmal am Tag trinkt, vermutlich nicht mehr als 4 volle Windeln mit Stuhlgang produziert und somit die Gefahr einer nicht altersgerechten Gewichtsentwicklung vorliegen könnte. Liegt dieses Problem vor, so sollte das Baby oft geweckt werden und mindestens zehn Stillmahlzeiten zu sich nehmen, um das Defizit wieder aufzuholen. Nur so kann die Gewichtsentwicklung des Babys dann wieder seinen normalen Lauf nehmen.

Gründe für die Schläfrigkeit des Babys

Ein Grund für die Schläfrigkeit des Babys könnte sein, dass die Mutter eine Erkrankung wie zum Beispiel Diabetes hat. Weiterhin kann auch die Zugabe von bestimmten Medikamenten vor oder während der Geburt dazu geführt haben, dass das Kind sehr schläfrig ist. Das ist aber noch lange nicht alles. Auch eine vorhandene Erkrankung (zum Beispiel Gelbsucht) des neugeborenen Babys kann zu einer enormen Schläfrigkeit geführt haben. Oder ein durchgeführter Kaiserschnitt, ein Geburtstraumata, eine gewisse Reizüberflutung, oder eine vorübergehende Saugschwäche können mögliche Gründe sein, die zu einer Schläfrigkeit des Kindes führen. Sofern das Kind viel schreit, Hungerzeichen übersehen werden, die Mutter und das Kind zu wenig Körperkontakt hatten oder eine Unterernährung vorhanden ist, kann auch eine Schläfrigkeit entstehen.

Schläfriges Baby

Maßnahmen um gegen die Schläfrigkeit vorzugehen

Es ist besonders wichtig, dass Mutter und Kind viel zusammen sind. Hierbei sollte auch ein direkter Hautkontakt dazu gehören. Dies wird das Kind beruhigen und das Baby wird vermutlich weniger schreien. Auch eine seelische Stabilität kann als Ergebnis daraus bei dem Neugeborenen entstehen. Sofern die Mütter darauf achten, dass ein regelmäßiger Hautkontakt vorhanden ist, besteht die Möglichkeit, dass die Mutter schneller und besser die Hungerzeichen des Babys mitbekommt. Das Stillen wird früher begonnen und sorgt für Ruhe und Zufriedenheit bei Mutter und Kind. Sollte das Baby schreien bedeutet das, dass dies schon ein zu spätes Signal für den Hunger ist.

Weiterhin ist es unbedingt notwendig, dass das Kind auch in der Nacht in der Nähe der Mutter schlafen sollte. Nur so kann auch dann ein regelmäßiges Stillen ermöglicht werden. Schaffen Sie sich einfache und kurze Wege und ermöglichen Sie ein schnelles Stillen!

Mutter Baby

Schläft das Baby noch im Halbschlaf, so sollte es auf jeden Fall geweckt werden. Dies ist der ideale Moment um das Baby zu wecken. Sofern das Wecken nicht gelingen sollte und das Baby wieder fest schläft, so sollte der Versuch erneut in 15 Minuten gestartet werden. Wieder versucht man das Baby ganz ruhig und behutsam aus dem Halbschlaf zu wecken und beginnt direkt mit dem Anlegen.

Baby Schlafen

Möglichkeiten um das Baby optimal zu wecken

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die eine Mutter zum Wecken ihres Kindes durchführen kann. Eine von diesen Möglichkeiten ist, dass die Mutter das Baby streichelt und immer mal beim Namen nennt. Wenn das Gesicht des Babys mit einem feuchten Tuch abgewischt wird oder der Raum heller gemacht wird, kann es auch gut geweckt werden. Auch ein Kitzeln oder Massieren der Füße kann helfen, das Kind ohne Probleme wecken zu können.

Ein Wattepad mit Muttermilch kann unter die Nase des Babys gehalten werden oder ein bisschen Muttermilch in den Mund des Kindes getropft werden (mit einer Pipette zum Beispiel), um das Kind behutsam zu wecken. Bei der Möglichkeit mit der Muttermilch ist es ideal, wenn dies in der Nähe der Brust stattfindet, damit das Kind dann direkt saugen kann, wenn es wach geworden ist.

Während des Stillens kann es auch passieren, dass das Baby wieder einschläft bevor es an der nächsten Brust anfängt zu trinken. Auf jeden Fall sollte hier ein erneuter Weck-Versuch ungefähr zehn Minuten oder eine Stunde später gestartet werden. Sendet das Baby Hungersignale aus, dann sollte die Brust dem Kind natürlich direkt wieder angeboten werden.

Leidet das Baby an der Schläfrigkeit durch Reizüberflutung, sollte eine ruhige und entspannte Umgebung geschaffen werden, damit das Baby sich wieder entspannt. Die Erholung des Babys wird durch viel Hautkontakt und die ständige Nähe der Mutter ermöglicht. Ist das Baby zu müde oder zu kraftlos zum Saugen an der Brust und startet deshalb der Milchfluss nicht richtig, so kann er auch durch die Mutter händisch gestartet werden. So ist es für das Baby einfacher und es fängt eher wieder mit dem Saugen an.

Stillgruppen.de wünscht viel Kraft und Erfolg beim Stillen!