Leistungen der Krankenkassen zur Schwangerschaft und Geburt

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Leistungen der Krankenkassen zur Schwangerschaft und Geburt

Mo., 02/10/2020 - 19:16
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Wie oft du zu deiner Ärztin gehen kannst ist nicht genau festgelegt. Es ist natürlich davon abhängig, wie gut die Schwangerschaft verläuft. Gibt es keine Probleme, und handelt es sich um einen normalen Schwangerschaftsverlauf, so erfolgen die Untersuchungen in der Regel immer in einem Abstand von vier Wochen.

Rückt die Geburt immer näher, so ändert sich der Rhythmus. Zwei Monate vor der Geburt werden die Vorsorgeuntersuchungen alle zwei Wochen vorgenommen.

Die Ultraschalluntersuchungen

Verläuft die Schwangerschaft ganz normal, so sind genau drei Ultraschalluntersuchungen vorgesehen. Und zwar in genau jedem Drittel deiner Schwangerschaft. Die Kosten werden durch die gesetzliche Krankenversicherung übernommen. Bitte lass dir dies von deiner Frauenärztin vorher bestätigen.

Der Schwangerschaftsdiabetestest

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in der Regel auch die Kosten für den oben genannten test. Dabei wird eine Glukoselösung getrunken. Bist du bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert, so erfolgt die Abrechnung ganz einfach über die Krankenversicherungskarte. Du musst also keine Kosten im voraus bezahlen.

Schwangerschaft

Die Nackenfaltenmessung

Bei der Nackenfaltenmessung handelt es sich um eine Zusatzleistung, die von der gesetzlichen Krankenkasse nicht übernommen wird. Es ist also eine Privatbehandlung, deren Kosten du komplett alleine tragen musst. Es handelt sich um eine sogenannte Igel-Leistung.

Schwangerschaft

Die Risiko Schwangerschaft

Grundsätzlich entscheidet immer der Arzt oder die Ärztin, welche Behandlung medizinisch notwendig ist. Es gibt hier also keine pauschalen Ansprüche. Der Arzt oder die Ärztin können sich zum Beispiel entscheiden für: eine Verkürzung der Untersuchungsintervalle, mehr als drei Ultraschalluntersuchungen, eine Chorionzottenbiopsie (Test auf Stoffwechselerkrankungen und Erbgutveränderungen bei deinem Baby), einer Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese), einer Fruchtwasserspiegelung (Amnioskopie), einer Überprüfung der Herzschlagfrequenz (Kardiotographie) deines Babys. Du siehst, es gibt also eine ganze Menge an Möglichkeiten den Verlauf der Schwangerschaft weiter bzw. tiefer zu untersuchen. Dies geschieht jedoch nur in medizinisch begründeten Verdachtsfällen, um Probleme und Komplikationen auszuschließen. Gibt es keine Anzeichen für Probleme, so sind diese Untersuchungen nicht notwendig.

Ärztin

Arztwechsel während der Schwangerschaft?

Merkst Du erst während den ersten Vorsorgeuntersuchungen, dass die Chemie zwischen dir und dem Arzt oder der Ärztin nicht stimmt, so ist ein Arztwechsel theoretisch und auch praktisch möglich. Bitte informiere dazu den alten und den neuen Arzt dazu. Ebenfalls ist es sehr wichtig, den neuen Arzt über die bereits erfolgten Untersuchungen zu informieren. Die Krankenkasse bezahlt diese nur einmal.

Schwangerschaft

Zuzahlungen während der Schwangerschaft

Grundsätzlich gilt, dass man für Leistungen, welche im Rahmen der Schwangerschaft bezogen werden, keine Zuzahlungen fällig werden. Diese Angaben beziehen sich auf die gesetzliche Krankenversicherung. Musst du wegen Schwangerschaftskomplikationen ins Krankenhaus, dann musst du dort jedoch eine Zuzahlung leisten. Ebenfalls bei Medikamenten, die nichts mit der Schwangerschaft zu tun haben.

Bestandteile der Vorsorgeuntersuchungen

Was wird eigentlich genau bei der Vorsorgeuntersuchung gemacht? Zu den grundsätzlichen Vorsorgeuntersuchungen gehören die Blutdruckmessung, die Kontrolle der Gebärmutter, die Gewichtskontrolle, ein Blut und Urinkontrolle und eine Kontrolle der kindlichen Herztöne und der Lage des Babys. Bei der Blutuntersuchung wird die Blutgruppe bestimmt, die Rhesusunverträglichkeit, der Röteln Antikörper, auf Hepatitis B getestet, auf Syphilis getestet, mit deiner Zustimmung auch ein HIV Test gemacht und ein Eisenmangeltest durchgeführt.

Bei der Urinuntersuchung achtet man besonders auf Eiweiß, Zucker, Chlamydien und Sedimente.

Alles Gute wünscht Stillgruppen.de!