Infos rund um das Stillen 



Nationale Stillempfehlungen 
          

Jetzt können auch alle italienisch und russisch sprechenden Mamas Stillempfehlungen in ihrer Muttersprache nachlesen. Bei der Nationalen Stillkommission, Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin, Thieleallee 88-92, 14195 Berlin, kann kostenloses Informationsmaterial schriftlich angefordert werden.


Forum teaser Frage


Schnuller, ja oder nein?
                   

Das Thema "Beruhigungssauger" wird derzeit in fast aller Munde heftig diskutiert. Jungen Müttern wird heute suggeriert, dass zu einem glücklichen Baby unausweichlich ein schöner, bunter Schnuller gehört. In jeder Erstausstattung lässt sich ein solcher finden. Somit wird es der Mutter sehr schwer gemacht, den Beruhigungssauger zu ignorieren. Wie aber kommt es, dass es als ganz normal scheint, dass die Bedürfnisse des Babys nur mit Hilfe eines Gummisaugers beruhigt werden, anstatt sie durch Nähe, Körperkontakt und Muttermilch zu befriedigen? Nachstehend sind ein paar Anmerkungen aufgeführt, die Ihnen helfen, sich die Entscheidung leichter zu machen.

1. Dadurch, dass das Baby einen großen Teil seines Saugbedürfnisses am Schnuller befriedigt, wird die
     mütterliche Brust nicht genügend stimuliert. Es wird weniger Muttermilch produziert.

2. Durch das Saugen am Schnuller wird der eigentliche Hungerzustand des Babys hinaus gezögert und seine
     frühen Hungerzeichen übersehen. Die Folge ist, dass das Baby viel später angelegt wird, wobei es doch
    eigentlich häufiger hungrig wäre und öfter trinken würde.

3. Durch den Schnuller wird das Baby in einem Dauerberuhigungszustand gehalten. Zur gesunden Entwicklung
    braucht es aber gerade Aktivität und Bewegung.

4. Durch den Schnuller erfährt das Baby ein anderes Saugmuster als an der mütterlichen Brust. Das kann
     manchen Säugling verwirren. Die Folgen einer sogenannten Saugverwirrung, wie sie auch durch das Trinken
    aus einer Babyflasche oder nach Gebrauch von Stillhütchen entstehen kann, sind wunde Brustwarzen,
     mangelnde Brustentleerung und somit Gedeihstörungen beim Kind, bis hin zur Brustverweigerung. Studien
    belegen, dass Mütter, die ihren Babys einen Schnuller geben, früher abstillen.

5. Durch den Gebrauch von Schnullern kommt es häufiger zum Befall mit Candida-Pilzen, dem sogenannten
    Mund-Soor.

6. Wenn ein Baby schläft oder gerade nicht stillt, ist sein Mund geschlossen und seine Mundmuskulatur ent-
    spannt. Durch den Schnuller, als fester, unverformbarer Gegenstand, bleibt der Mund ständig offen und
    Zunge und Lippen ständig angespannt. Es kann somit keine natürliche Mundstellung erlernen. Viele Kinder,
    die später eine Behandlung bei einem Logopäden brauchen, bekamen als Baby einen Schnuller.

7. Durch die langjährige Verwendung von Schnullern kann es zu Zahnfehlstellungen kommen.

Nachstehend möchten wir jedoch anmerken, dass es Situationen gibt, wo ein Schnuller anders zu beurteilen ist. Ein kranker Säugling, der von seiner Mutter getrennt im Krankenhaus liegt, erfährt durch das Ersatzsaugen  sicherlich eine große Befriedigung, und es geht ihm so weitaus besser, als wenn er schreien oder durch Medikamente ruhig gestellt würde. Die Entscheidung für oder gegen den Schnuller, liegt jedoch ganz alleine bei Ihnen, den Eltern. Mit den richtigen Informationen fällt sie jedoch sicherlich leichter.

Stillen bei Erkältung                     

Hat sich die Mutter mit einer Erkältungskrankheit infiziert, ist es für beide, Mutter und Kind, das Beste, wenn weiterhin gestillt wird. Schon nach kurzer Zeit werden vom mütterlichen Körper Antikörper gebildet, die das Baby dann über die Milch erhält. So kann es die Krankheit der Mutter abwehren. Wenn es dennoch krank wird, ist der Verlauf wesentlich leichter. Für die Mutter hat das Stillen viele Vorteile. Bei Unwohlsein und Abgeschlagenheit kann sie im Bett bleiben und ihr Kind bei sich im Liegen stillen. So können sich beide gut ausruhen und wieder zu Kräften kommen. Um eine Infektionsübertragung auf das gesunde Kind zu verringern, ist eine gründliche Hygiene erforderlich. Da die Ansteckung über Tröpfchen- oder Schmierinfektion, also über Absonderungen aus Mund und Nase oder Hautkontakt erfolgt, ist regelmäßiges Händewaschen wichtig und Küssen, Gesichtskontakte bzw. "Anatmen" zu meiden. Hat sich das Baby dennoch angesteckt, hilft es ihm, es in einer Oberkörper erhöhten Stillposition, wie zum Beispiel dem Rückengriff, anzulegen. So bekommt es besser Luft. Einige Tropfen Muttermilch in die Nase des Kindes geträufelt, macht die Atemwege frei. Wenn die Mutter Fieber hat ist durch die verringerte Körperflüssigkeit und dem damit verbundenen erhöhten Flüssigkeitsbedarf auf zusätzliche Zufuhr zu achten. Gute Besserung!

Hast Du noch Fragen? Wir helfen Dir gerne im Forum weiter!


Stillen in der Schwangerschaft 
      

Eine erneute Schwangerschaft stellt keinen zwingenden Grund dar, ein noch stillendes Kind abzustillen. Solange sich die Mutter gut und ausreichend ernährt und ihre Schwangerschaft gesund verläuft, wird das ungeborene Baby in seiner Entwicklung nicht beeinträchtigt. Durch die während der Schwangerschaft gebildeten Hormone kommt es zum einen des öfteren bei der Mutter zu schmerzhaft wunden Brustwarzen und zum anderen reduziert sich während des zweiten Drittels der Schwangerschaft die Milchmenge. Auch geschmacklich erfährt die Muttermilch eine Veränderung. In Vorbereitung auf die anstehende Geburt wandelt sich sich wieder in Kolostrum (Vormilch) um. Deshalb kommt es vor, dass sich viele Kinder während dieser Zeit von alleine abstillen. Ist das gestillte Kind jünger als ein Jahr, sollte die Mutter sein Gewicht regelmäßig kontrollieren um sicher zu gehen, dass es ausreichend ernährt wird. Zwingende Gründe, um während einer Schwangerschaft dennoch abzustillen, sind vorausgegangene Frühgeburten, auftretende Blutungen oder Schmerzen in der Gebärmutter. Jedoch ist vor allem wichtig, dass beide, Mutter und Kind, es wollen. Man soll sich keine festen Vorstellungen davon machen, wie das Stillen in dieser Zeit ablaufen soll. Oft befinden sich beide in einem emotionalen Bad der Gefühle, durch das sich oft nichts vorausplanen lässt. Indem die Mutter jeden Tag auf sich zukommen lässt und in jeder Situation flexibel bleibt, kann sie auf jedes Bedürfnis neu eingehen.
 

Stillen nach Brustverkleinerung           

Das Stillen nach einer Brustverkleinerung ist grundsätzlich möglich, jedoch oft mit Problemen verbunden. Grundvoraussetzung dafür ist, wie empfindlich die Brustwarzen noch reagieren und wie viele Milchgänge noch Kontakt zur Warze haben. In der Anfangszeit kann es durch die durchtrennten Milchkanäle in einzelnen Teilen der Brust zu Milchstaus kommen. Durch den Druck der gestauten, nicht mehr abfließenden Milch auf das Brustgewebe, vermindert sich dort die Milchbildung. Dadurch produziert die Brust nur noch geringe Milchmengen. Das Gewicht des Kindes sollte daher gut kontrolliert werden, damit es zu keinen großen Gewichtsverlusten kommt. Oft muss aus diesem Grund nach ca. 4 Wochen zugefüttert werden. Ein Versuch ist es jedoch auf alle Fälle wert, denn Abstillen kann man zum späteren Zeitpunkt immer noch.


Das Tandem-Stillen 
                           

Als Tandem-Stillen wird das gleichzeitige Stillen eines älteren noch nicht abstillbereiten Geschwisterkindes und eines Neugeborenen bezeichnet. Das Anlegen dient so nicht nur der Ernährung des Neugeborenen, sondern stillt auch das vermehrte Bedürfnis des älteren Kindes nach Zuwendung, Geborgenheit und Trost. Diese Aufgabe ist für die Mutter einerseits sehr befriedigend, jedoch wird ihr auch sehr viel körperliche Kraft abverlangt. Wie sich beide Geschwisterkinder das Trinken an der mütterlichen Brust teilen, ist eine Frage des Ausprobierens. Nach der Geburt gehören die anfänglich geringen Kolostrummengen dem Neugeborenen alleine. Das Saugen des älteren Kindes kann dann dazu beitragen, das der Milcheinschuss sanfter ausfällt und die Milchbildung reichlich angeregt wird. Bei ausreichender Milchbildung, nach dem dem 3. - 4. Tag, kann die Mutter dann, immer unter der Vorraussetzung, dass das Baby die Menge Milch erhält, die es für seine Entwicklung braucht, das Geschwisterkind an der Brust trinken lassen. Es kann entweder gleichzeitig gestillt werden, oder nachdem das Baby fertig getrunken hat oder die Mutter stillt das ältere Kind nach Absprache nur zu bestimmten Tageszeiten. Sorgt sich die Mutter darum, ob das Baby auch ausreichend Milch erhält, ist es hilfreich, die Gewichtskurve des Babys, so wie die Anzahl der nassen Windeln und Stuhlentleerungen zu beobachten.
 

Allergieprävention für Neugeborene aus Familien mit Allergiebelastung

1. Ernährung:
a) Des Säuglings

- Ausschließliches Stillen in den ersten 6 Monaten. Das Zufüttern von Säuglingsnahrungen auf Kuhmilch- oder Sojabasis unbedingt vermeiden.
- Wenn ausschließliches Stillen nicht möglich ist, nur hypoallergene, also allergenarme Säuglingsnahrungen, die geprüft sind und den Empfehlungen   der ESPGAN entsprechen, an den Säugling verfüttern.
- Beginn der Beikost erst nach Vollendung des 6. Lebensmonats. Hochallergene Nahrungsmittel im kompletten  
  ersten Lebensjahr vermeiden:
  Eier, Fisch, Nüsse, Tomaten, Soja, Sellerie, Zitrusfrüchte, Schokolade, Weizenmehl.

b) Der Mutter in Schwangerschaft und Stillzeit

- Spezielle Diäten sind in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht nötig. Die Mutter soll sich ausgewogen und vitaminreich ernähren. Wenn sie selber Allergien hat, kann sie eventuell unter ärztlicher und diätetischer Betreuung in der Stillzeit bekannte Nahrungsmittelallergene wie Kuhmilch, Eier, Fisch, Nüsse, Schokolade, Soja und Zitrusfrüchte aus ihrem Ernährungsplan streichen.
- Als Nahrungsergänzung empfiehlt sich 1g Calcium am Tag (z.B. in Form von Brausetabletten)

Wichtig: Zutatenlisten auf den Nahrungsmittelverpackungen gut durchlesen!

2. Umwelt:
a) Rauchen

- In der Umgebung des Säuglings ist vor und nach der Geburt für eine rauchfreie Zone zu sorgen!

b) Tierhaare

- Der Kontakt zu Haustieren ist zu vermeiden.
- Keine Roßhaarmatratzen, Federbetten, Felltiere, Schaaffelle, Kamelhaardecken benutzen.
- Besser nur Baumwollkleidung tragen (Vor dem Anziehen waschen!)

c) Hausstaubmilben

- Schlafräume kühl und trocken halten und gut lüften.
- Matratzen mit für Milben undurchlässige Überzüge beziehen oder Bettbezüge benutzen, die bei 90°C waschbar
   sind.
- Keine unnötigen Staubablagen schaffen, z.B.: Übergardinen, Topfpflanzen, Polstermöbel.
- Kurzflorige Teppichböden oder Teppiche verwenden.
- Nicht in der Gegenwart des Säuglings Staub saugen.

d) Schimmelpilz

- Klimaanlagen und Luftbefeuchter regelmäßig reinigen.
- Gut lüften.
- Flecke, die durch Feuchtigkeit entstanden sind, sofort beseitigen.
- Topfplanzen in Blumenerde durch Hydrokulturen austauschen.

e) Pollen

- Frühzeitigen Kontakt mit Blütenpollen von Gräsern, Birken, Getreide und Haselnußsträuchern vermeiden.
- Bei starkem Pollenflug schon ab dem frühen Morgen die Fenster geschlossen halten.
- Benutzte Kleidung nicht in den Schlafräumen ausziehen und liegen lassen.

f) Weitere Hilfestellung

- Keine Baby-Pflege-Bäder verwenden, die milcheiweißhaltige Bestandteile enthalten oder stark parfümiert sind.
- Infektionen vermeiden: Kontakt zu anderen Kindern im ersten Lebensjahr reduzieren. Und Kontakt zu
   erkälteten Erwachsenen vermeiden.
- Zur Vermeidung von Nickelallergie sollte bei Säuglingen und Kleinkindern auf das Stechen von Ohrlöchern
  verzichtet werden.
 


Stillen als Empfängnisverhütung 
   

Das durch das Stillen eine neuerliche Schwangerschaft zuverlässig verhütet wird, kann nicht mit absoluter Sicherheit gesagt werden. Folgende Bedingungen müssen erfüllt sein, so dass es zu keinem Eisprung und somit zu keiner Empfängnis kommen kann.

Die Laktations-Amenorrhöe-Methode:

-         Das Kind wird nach Bedarf Tag und Nacht ausschließlich an der Brust gestillt. Es erhält außer
           Muttermilch keine andere Nahrung oder Flüssigkeit.
-         Das Kind saugt weder am Schnuller, Daumen oder Nuckelflasche
-         Das Kind wird innerhalb von 24 Std. mindestens 10 – 12 mal angelegt. (Mindestens 4 Minuten lang nach
           Einsetzen  des Milchspendereflexes)
-         Es darf innerhalb von 24 Std. keine längere Pause zwischen den Stillmahlzeiten als max. 6 Std.  entstehen
           (Zum Beispiel in der Nacht).
-         Das Kind ist nicht älter als 6 Monate
-         Die Mutter hatte noch keine erneute Menstruationsblutung.

Werden diese Kriterien ausnahmslos erfüllt, bietet diese Methode eine 98 % Verhütungsmöglichkeit. Sobald jedoch eine dieser Bedingungen nicht mehr gegeben ist (oftmals ist es das Wiedereinsetzen der Regelblutung), muss eine zusätzliche Verhütungsmethode hinzu gezogen werden.

Die Haltbarkeit von Muttermilch

Frisch abgepumpte Muttermilch hält sich ungekühlt bei Raumtemperatur 6 – 8 Stunden (Kolostrum, durch den hohen Anteil der antiinfektiösen Bestandteile 12 –24 Stunden).

Wenn Sie, direkt nach dem Abpumpen bei + 8 °C im Kühlschrank gelagert wird, kann man sie sogar 3 – 5 Tage verwerten (Immer ins oberste Fach ganz nach hinten stellen. Da ist es am kühlsten. Also nicht in die Türfächer oder ins Gemüsefach.).

Wenn Sie Muttermilch einfrieren möchten, benutzen Sie dafür einen **** - Sterne- Gefrierschrank, da die Gefahr besteht, dass die Gefrierfächer im normalen Kühlschrank eine dauerhafte Temperatur von – 20 °C bis – 40 °C nicht gewährleisten können. Die gefrorene Milch ist bis zu 6 Monate haltbar. Angetaute Milch immer im Kühlschrank aufbewahren. Hierbei ist der Inhalt des noch geschlossenen Gefäßes 24 Stunden haltbar. Einmal angebrochen, muss er innerhalb von 12 Stunden verbraucht werden.

Gefrorene Milch sollte langsam bei Raumtemperatur oder über 24 Stunden im Kühlschrank aufgetaut werden. Erwärmt wird sie dann im warmen Wasserbad oder Flaschenwärmer (Wasser häufig wechseln, da die Gefahr der Keimbesiedlung besteht).

Niemals in der Mikrowelle erhitzen ( Viele wichtige Bestandteile gehen verloren. Wird unterschiedlich heiß -->    Verbrennungsgefahr) oder im Kochtopf erwärmen ( Milch gerinnt). Eventuelle Reste dürfen kein 2.Mal erwärmt werden und müssen verworfen werden.

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Geht das: Stillen und Sport?

Eine maßvolle sportliche Betätigung, wie zum Beispiel Aerobic oder Radfahren ist für stillende Mütter angemessen und vorteilhaft. Anhand von verschiedenen Studien wurde festgestellt, dass Sport bei Stillenden die Leistungsfähigkeit des Herzens und der Gefäße verbessert und sportliche Aktivitäten während der Stillzeit bei den meisten Frauen keine Gefahr darstellt. Auch ist es in den meisten Fällen unwahrscheinlich, dass die Muttermilch, aufgrund erhöhter Milchsäurewerte nach dem Training, von den Säuglingen nicht mehr akzeptiert wird. Jedoch ist es ganz wichtig, dass eine stillende Mutter, die regelmäßig Sport betreibt, ihr Gewicht kontrolliert, um sicher zu gehen, dass sie nicht zu schnell abnimmt. In den ersten drei Monaten nach der Geburt max. 2 kg. pro Monat oder ein Pfund in der Woche, damit es zu keiner Einbuße an Qualität und Quantität der produzierten Muttermilch kommt. Also, eine Diät erst nach Beendigung der Stillzeit beginnen.

Der Futterkuss

Um ein Baby in unserer zivilisierten Welt an feste Nahrung zu gewöhnen, stehen einer Mutter heute viele Hilfsmittel zur Verfügung. Von handelsüblicher Babynahrung in Flaschen über Fertigbrei bis hin zu einer mit allen Möglichkeiten ausgestatteten Küche zur Zubereitung von frischem Gemüse oder Obstmahlzeiten: Alles ist vorhanden.

Was machten jedoch unsere Vorfahren oder heute noch primitive Naturvölker, denen all diese Hilfsmittel fehlten oder fehlen? Sie bedienten oder bedienen sich einer bestimmten Methode, dem sogenannten „Futterkuss“!

Hierbei zerkaut die Mutter die Nahrung, die das Baby bekommen soll, solange in Ihrem Mund bis sie zu einem festen Brei geworden ist. Dann legt Sie ihre Lippen auf die des Babys und schiebt ihm ihre Zunge in den Mund. So fängt das Baby an zu saugen und trinkt den ihm angebotenen Brei. Parallel dazu wird weiterhin gestillt.

Nach und nach wird der Brei in seiner Konsistenz immer fester, bis irgendwann das Baby ganz entwöhnt ist. Aus dieser urzeitlichen Technik heraus wurde der menschliche Kuss geboren. Was einst die Nahrungsaufnahme für den Körper war, ist heute Nahrungsaufnahme für die Seele.

Blau oder rosa?                                                   

Der Brauch, männliche Babys blaue Kleidung und weibliche Babys rosa Kleidung anzuziehen, stammt aus uralten Tagen. Um seinen männlichen Nachwuchs vor allem Unheil und bösen Geistern zu schützen, kleidete man sie in die Farbe des Himmels, also himmelblau. So vertraute man auf den göttlichen Schutz. Die magischen Kräfte des heiligen Blaus verscheuchten so alles Böse, was auch immer um die Wiege des Kindes herumzuschleichen droht.

In einigen Ländern des Nahen Ostens streicht man heute noch zusätzlich die Eingangstüren in blauer Farbe. So wird gleichzeitig noch das ganze Haus geschützt.

Die weiblichen Babys brauchten keinen besonderen Schutz gegen böse Geister, da diese an ihnen sowieso kaum Interesse hatten. Man wählte aber rosa, weil dies dem Hautton entsprach. Rosa stand für Reinheit und Unbeflecktheit.

Im Laufe der Zeit vergaß man den ursprünglichen Grund der Farbenwahl und es hieß, dass kleine Jungen blau tragen, weil sie in Blaukrautfeldern geboren werden. Die Mädchen hingegen rosa, weil sie in rosa Blütenblättern zur Welt gekommen waren. 

Haare färben?

Das Haarefärben in der Schwangerschaft und Stillzeit sollte man lieber unterlassen. Einige der verwendeten Chemikalien stehen in Verdacht, das Erbgut zu schädigen oder krebserregend zu sein. Sie gelangen über die Kopfhaut in den Organismus der Mutter. Später lassen sie sich sogar in der Muttermilch und im Fettgewebe der gestillten Babys nachweisen. Als Alternative kann man Pflanzenhaarfarben benutzen oder die Haare einfach nur tönen.

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Wie das Baby lachen lernt

Schon der berühmte britische Verhaltensforscher Desmond Morris hat es beschrieben: Lachen als Reflex, bereits am 3. Lebenstag können die Babys schon lachen. Das Baby lacht zum Beispiel, weil es Luft im Bauch hat oder man es kitzelt. Das "normale" Lachen beginnt ab der 4. Woche. Kommt ein Gesicht ganz nah an das Baby heran oder hört es die Stimme seiner Mutter, so wird dieses Lachen ausgelöst. Und das "spezielle" Lachen: Es beginnt zwischen dem 4. und dem 7. Monat. Sieht das Baby zum Beispiel seine Eltern, so strahlt es über das ganze Gesicht.

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