Hautkontakt zwischen der Mutter und ihrem Kind

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Hautkontakt zwischen der Mutter und ihrem Kind

Mi., 12/25/2019 - 23:17
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Welche positiven Aspekte so wie Auswirkungen lassen sich auf den direkten Hautkontakt zwischen der Mutter und ihrem Kind zurückführen? Generell lässt sich sagen, dass der direkte Hautkontakt zwischen Mutter und Kind etwas durchaus Positives und lobenswertes ist.

Manchmal wird auch der Begriff „Känguruhen“ verwendet, da das Baby sich in stetiger Nähe bei der Mutter befindet. Ähnlich wie bei Kängurus, wo das Junge von dem Muttertier in einer Art Beutel an dem Bauch der Mutter herum getragen und behütet wird. In Kolumbien wurden die positiven Auswirkungen des Körperkontakts erstmals festgestellt, als das Geld für andere, ärztliche Mittel nicht reichte und den Ärzten nichts anderes übrig blieb, als die Kinder zurück in den Arm der Mutter zu legen.

Die Anpassung

Wird ein Baby geboren, müssen sich viele Körperwerte und Zustände erstmals auf die Bedingungen außerhalb des Mutterleibs anpassen und einstellen. Hat das Kind direkten Hautkontakt zur Mutter, geschieht dies um einiges schneller als gewöhnlich. Die Temperatur des Körpers, die Werte des Blutzuckerspiegels, die Atmung so wie Puls beziehungsweise Herzschlag sind nur einige der vielen Beispiele.

Die Ruhe

Auch wirkt sich der oben geschilderte Zustand auf die weitere Verfassung des Kindes aus. Dieses kann sich entspannen und die Ruhe genießen, es ist weniger gestresst und fängt um einiges seltener an zu schreien, da es sich voll und ganz auf den menschlichen Kontakt konzentrieren kann. In Folge dessen ist auch der Schlaf gleichmäßiger, ruhiger und besser.

Nah an der Brust

Auch kann das Baby ungehinderten Kontakt zur Brust aufnehmen. Es kann sich mit dieser vertraut machen und die Brustwarzen spielerisch und eigenständig suchen. Die verschieden riechenden Düfte der Montgomery- Drüsen spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Der gesamte Stillvorgang wird durch diese Stoffe positiv stimuliert und beeinflusst. Das Baby nimmt schneller an Gewicht zu. Auch wird die Milchproduktion an sich gefördert und angeregt.

Auswirkungen auf die Hormone

Hautkontakt führt in den meisten Fällen dazu, dass bei beiden Beteiligten verschiedene Hormone ausgeschüttet werden. Auch diese Hormone können die Milchproduktion um ein vielfaches begünstigen und unterstützen. Da der körperliche Zustand des Babys besser ist als bei fehlendem Kontakt zur Mutter, wird auch das Milchtrinken an der Brust erleichtert, und es fällt dem Baby leichter, an der Brustwarze zu saugen und die Muttermilch zu trinken.

Im Normalzustand eines gesunden Körpers befinden sich viele gesunde Bakterien auf der Hautoberfläche, genauer gesagt der Hautflora. Diese Bakterien können durch Kontakt zwischen zwei Menschen übertragen werden, und so wird das Baby vor bösartigen Krankheitserregern, Keimen und Bakterien zusätzlich zum eigenen Immunsystem geschützt.

Positive Auswirkungen

Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass das Baby weniger empfindlich auf klinische Eingriffe wie Blutabnahme und ähnliches reagiert, also weniger Schmerzen zu spüren scheint.

Bei vielen Frauen kann es nach der Geburt zu depressiven Erscheinungen kommen, da sie oftmals eine ganze Woche im Bett liegen und nicht viel mit dem Tag anfangen können. Haben sie allerdings ihr neugeborenes Baby im Arm, so geht es ihnen in vielen Fällen besser und die Depressionen bleiben meistens aus. Zudem wird die Mutter- Kind- Bindung enorm gestärkt und ein durchaus liebevolles Verhältnis wird geschaffen.

Falls dem Baby etwas fehlen sollte oder es in Folge dessen bestimmte Signale aussendet, kann die Mutter direkt eingreifen. Sie fühlt sich gut und hat alles im Griff, sie ist kompetent und stark.

Positiv für das Stillen

Durch all diese Aspekte wird somit das Stillen begünstigt, Es findet eine häufigere Durchführung statt und auch die Dauer verlängert sich um ein vielfaches. Hat eine Mutter ihr Kind zur Welt gebracht, solle dieser Hautkontakt zwischen den beiden im unmittelbaren Anschluss an die Geburt erfolgen und für einige Zeit anhalten. Auch bei Geburten wie einem Kaiserschnitt, die vom Normaltyp abweichen, ist der Vorgang möglich und durchaus empfehlenswert und sinnvoll. Egal ob das Kind zu früh oder normal geboren wurde, der Kontakt zur Mutter fördert in jedem Fall die Gesundheit und bringt sehr viele positive Auswirkungen und Aspekte mit sich.