• Die Hebamme hilft während der Schwangerschaft

Die Hebamme

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Die Hebamme

Sa., 11/17/2018 - 19:50
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Die Hebamme hat die Aufgabe eine werdende Mutter während der Schwangerschaft und der Geburt zu unterstützen bzw. zu betreuen. Doch die Betreuungsphase endet nicht sofort mit der Geburt, die Mutter wird auch im sogenannten Wochenbett noch betreut. Die Hebamme oder (männlich) der Entbindungspfleger hat also eine besonders wichtige Aufgabe.

Grundsätzlich bieten die Hebammen alle Arten der üblichen Schwangerschaftsvorsorge an. Dies beginnt mit dem Feststellen der Schwangerschaft und geht über die persönliche Beratung, die Ausstellung des Mutterpasses bis hin zur Behandlung von Schwangerschaftsbeschwerden. Bereits während der Geburtsvorbereitungskurse nehmen die Hebammen - durch zahlreiche Gespräche, Informationen und Tipps - vielen Frauen die Angst vor der Geburt. Hier zeigt sich eventuell auch die Stärke bzw. die Wichtigkeit einer Beratung von Frau zu Frau. Lediglich die Ultraschalluntersuchungen können von einer Hebammen nicht durchgeführt werden.

Begleitung während der Schwangerschaft

Die Hebamme begleitet also die Mutter während der Schwangerschaft, während der Geburt, beurteilt nach der Geburt den Zustand des Neugeborenen und ist auch weit nach der Geburt eine wichtige Hilfe für die Mutter. So unterstützt sie nicht nur im Wochenbett, sondern leistet unter anderem auch Stillberatung! Abgerundet wird das ganze Pakte noch durch die Überwachung der Wundheilung (bei Dammverletzungen), Anleitung zur Pflege und weiteren Ernährung des Säuglings sowie Rückbildungsgymnastik und Hilfe bei sozialen Problemen.

Oft wird die qualifizierte Ausbildung der Hebammen wird mit Zusatzangeboten ergänzt. Dies kann sein:

  • Babymassage
  • Akupunktur
  • Säuglingspflegekurse
  • und vieles mehr

Die Geburt

Die Hebamme ist dann auch die Person, welche die Geburt vollständig selbständig begleitet bzw. anleitet. Eine Anwesenheit eines Arztes ist nicht notwendig! Jedoch muss ein Arzt, eine Hebamme zwingend bei der Geburt hinzuziehen. Er darf eine Geburt nur im absoluten Notfall ohne Hebamme durchführen! Dies verdeutlicht eindrucksvoll, wie wichtig und entscheidend die Arbeit einer Hebamme bei der Geburt ist. Sie ist die treibende Kraft bei der Geburt.

Hebamme

Alles im Blick

Abschließend kann man also sagen, dass die Hebamme nicht nur die Geburt als solche begleitet sondern immer auch ein Auge auf die Entwicklung der - nun - neuen kleinen Familie hat. Bei Fragen und Problemen meldest Du Dich einfach im Forum: Dort kannst Du Deine Fragen stellen und erhältst auf jeden Fall eine Antwort! Zum Forum

Hebammen auf Stillgruppen.de finden

Die Hebamme in Deiner Nähe findest Du hier:

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Hebammen und die Stillberatung

Die Hebamme ist nicht nur Deine Ansprechpartnerin für die Schwangerschaft und die Geburt, sie kann Dir auch bei den ersten Schritten der Stillzeit weiterhelfen. Die Stillberatung durch eine Hebamme ist sogar eine Kassenleistung der gesetzlichen Krankenkassen!

Durchgehende Betreuung

Die Hebamme begleitet Dich bereits seit dem Beginn Deiner Schwangerschaft bis hin zur Geburt und auch noch eine ganze Zeit danach. Sie ist Deine Vertraute, die Dich kennt und die Dein Vertrauen genießt. Während dieser Zeit kann sie Dich bereits auf die Stillzeit vorbereiten, indem sie Dir schon einige Fragen und Verständnisprobleme beantwortet. Natürlich auch zum Stillen. Hebammen vertrauen auf die natürliche Kraft der Geburt und betrachten die ganze Schwangerschaft mit anderen Augen als zum Beispiel ein Arzt. Sie werden Dich immer wieder darin bekräftigen, dass alles gut wird und sorgt für Dein Selbstbewusstsein. Dies führt auch zu einer Reduzierung im Bereich Kaiserschnitt.

Schwangerenvorsorge durch die Hebamme

Oftmals sind die Hebammen auch im Rahmen einer Schwangerenvorsorge aktiv. Dort kannst Du als Schwangere dann natürlich nicht nur Fragen zur Schwangerschaft stellen, sondern auch zum Stillen. Dies verhilft Dir dann natürlich auch zu einem guten Start in Deine Stillbeziehung.

Die gesetzliche Kassenleistung

Den Anspruch auf eine Hebamme haben Frauen im Rahmen der Schwangerschaft bis zur Geburt und auch noch einige Zeit danach. Die Hebamme kann bereits einige Vorsorgeuntersuchungen durchführen und den Mutterpass füllen. Lediglich die vorgeschriebenen Ultraschalluntersuchungen können durch die Hebamme nicht durchgeführt werden. Ebenfalls wird die Hebamme Dich auch direkt an eine Gynäkologin vermitteln, sobald Probleme oder Risiken in der Schwangerschaft auftreten.

Wenn die Geburt stattgefunden hat, dann wird die Hebamme Dich täglich besuchen. Sie hat für die ersten zehn Tage dazu ein Kontingent von 20 Kontakten. Die Beratungstage in der Klinik werden jedoch abgezogen (2 Tage). Deine Hebamme erklärt Dir die Berechnung bestimmt gerne. Du hast einen Anspruch auf Hausbesuche, Email- oder Telefonberatung. Wobei die Hausbesuche natürlich zu bevorzugen sind. Ab dem 11. Lebenstag des Kindes bis zur 12. Woche, gibt es noch zusätzliche 16 sogenannte Kontaktmöglichkeiten. Auch nach den 12 Wochen gibt es noch einmal eine Beratungsmöglichkeit, die zum Beispiel beim Abstillen etc. genutzt werden können. Dabei handelt es sich um weitere acht Kontaktmöglichkeiten.

Wie lange bleibt die Hebamme bei mir zu Hause?

Im Durchschnitt gesehen, bleibt eine Hebamme ungefähr 30 bis 45 Minuten bei der Mutter. Die Hebamme erhält die Vergütung der Krankenkasse für einen Besuch und wird nicht nach Zeit abgerechnet. Deshalb wird sie natürlich auch schauen, dass sie am Tag noch weitere Termine wahrnehmen kann, damit sie ihr Geld verdienen kann. Eine gute Hebamme wird sich aber am Anfang mehr Zeit für die Mutter nehmen, damit alles gut klappt, um dann im weiteren Verlauf vielleicht schneller die Beratung zu beenden. Hier wird die Hebamme ganz individuell entscheiden, da ihr natürlich das Wohl von Mutter und Kind am Herzen liegt.

Wie, wann und wo finde ich eine Hebamme?

Am Anfang der Schwangerschaft hast Du noch Ruhe und Zeit, Dir eine Hebamme zu suchen. Du findest sie meist im Internet, wie natürlich auch hier auf Stillgruppen.de! Kümmere Dich schon früh um Deine Hebamme, damit die Hebamme Deiner Wahl auch Zeit für Dich einplanen kann und verfügbar ist. Bedenke, dass auch Hebammen nur Menschen sind und auch einmal in den Urlaub fahren. Weiterhin verschärft die frühe Entlassung der Mütter aus dem Krankenhaus natürlich auch die Betreuungssituation durch eine Hebamme. Durch die frühe Entlassung suchen immer mehr Mütter in dem begrenzten Pool an Hebammen.

Die Nachsorgehebamme kann nicht jedes Stillproblem lösen

Einige Stillprobleme sind so kompliziert und benötigen viel Zeit und Betreuung, sodass die Nachsorgehebamme schon dadurch an ihre (zeitlichen) Grenzen kommt. In diesem Fall sollte die Betreuung durch eine Stillberaterin oder eine Still- und Laktationsberaterin IBCLC (gerade bei schwierigen und komplizierten Stillproblemen) fortgesetzt werden. Ein früher Besuch in einer Stillgruppe, kann dazu führen, dass Fehler vermieden werden und manche Stillprobleme gar nicht erst auftreten.

Die IBCLC Hebamme

Die Hebammen erhalten von den Krankenkassen eine Vergütung, die auch die (einfache) Stillberatung abdeckt. In diesem Zusammenhang kann und muss auch die IBCLC Hebamme die Kosten über die Kasse abrechnen können. Sie wird dies auch tun, sofern die Stillberatung nicht über das normale Maß hinaus geht. Wenn tatsächlich große und komplizierte Stillprobleme vorliegen (zum Beispiel eine wunde und entzündete Brustwarze), so würde die „normale“ Hebamme auch an einen Arzt oder an eine Laktationsberaterin (IBCLC) verweisen. In diesem Fall ist es unserer Meinung nach schon gerechtfertigt, wenn die Hebamme mit IBCLC Ausbildung die Mutter darauf aufmerksam macht und dann im Einverständnis auch die Kosten für die außerordentliche Beratung abrechnen kann.

Bekommen Hebammen eine besondere Ausbildung bzw. Fortbildung im Bereich des Stillens?

Bedingt durch die unterschiedlichen Bundesländer und die verschiedene Struktur in den Hebammenschulen, kann hier keine allgemeingültige Aussage getroffen werden. Es gibt zum Beispiel Bundesländer, welche hier eine Still-Fortbildung vorschreiben und andere wieder nicht. Auch schwankt die Anzahl der geforderten Fortbildungsstunden.

Auch in Bayern wird das Thema Stillen groß geschrieben und so sieht das Bundesland eine umfangreiche Fortbildung zum Thema Stillen vor. Die Hebammen dort sind begeistert und konnten den Deutschen Hebammenverband dazu bewegen, die Fortbildung zu übernehmen.

Wie kann ich die Chancen für eine gute Stillbeziehung erhöhen?

Auf jeden Fall solltest Du Dich frühzeitig mit dem Thema beschäftigen und Dich umfassend informieren. Dabei hilft das Internet oder gute Bücher. Weiterhin solltest Du Dir schon frühzeitig die Kontaktdaten (alle hier auf Stillgruppen.de) vom Fachpersonal besorgen. Suche Dir frühzeitig eine Hebamme und besuche einen Geburtsvorbereitungskurs und eine Stillgruppe. So kommst Du mit vielen anderen Müttern in Verbindung, kannst viele Fragen stellen und hast auch noch eine Menge Spaß dabei, neue soziale Kontakte zu knüpfen.

Unser Fazit

Wenn Du Dich früh informierst und eine nette Hebamme gefunden hast, dann hast Du eine wunderschöne Zeit vor Dir. Du brauchst keine Angst haben und vertraust einfach auf den normalen und natürlichen Ablauf eine Schwangerschaft und einer Geburt. Die Hebamme wird Dich dabei begleiten und unterstützen. Dein Selbstbewusstsein ist stark und es gibt überhaupt keinen Stress! Wir wünschen Dir eine wunderbare Schwangerschaft, eine schöne Geburt und eine tolle Stillzeit. Dein Stillgruppen.de!