Die Doula

Der Begriff Doula stammt aus dem griechischen und bedeutet soviel wie Dienerin der Frau.

Für Betreuerinnen, die Schwangere begleiten, hat sich der Begriff Doula durchgesetzt. Eine Doula ist in der Regel selbst schon Mutter und begleitet die Frauen mit ihrem Wissen und ihren eigenen Erfahrungen. Auch ist es möglich, dass eine Doula sich über Workshops  zusätzlich hat ausbilden lassen, um der Gebärenden bestmöglich beizustehen.

Das Motto einer Doula ist: “ Mothering the mother“

Medizinische Betreuung während der Geburt ist nicht alles. Ebenso wichtig für die Gesundheit von Mutter und Kind ist seelischer Beistand. Unter sachkundiger Begleitung kann die Mutter die Geburt positiver empfinden, baut dadurch eine stabilere Bindung zum Kind auf, was mit vielen Vorteilen verbunden ist.

Die Doula ist nicht für medizinische Belange zuständig, dieser gehört zum Aufgabenbereich von Hebammen und Ärztinnen.

Dennoch hat die Begleitung einer Doula erhebliche medizinische Auswirkungen. Nach amerikanischen Forschungen an der Universität in Cleveland, Dr. Kennell, trägt die Doulabegleitung oftmals zu einem besseren Gesundheitszustand von Mutter und Kind bei.

Die Forschungen dort ergaben folgende Zahlen:

Bei Geburten, die von Doulas begleitet werden, gibt es nur halb so viele Kaiserschnitte, die Notwendigkeit von Epiduralanaesthesien sinkt um etwa 60%, das Verlangen nach Schmerzmitteln reduziert sich um etwa 30%, der Gebrauch von Wehenverstärkern geht um etwa 40% zurück und die Geburten
verlaufen in der Regel kürzer.

Positive Geburtserlebnisse:

Durch positivere Geburtserlebnisse wird das Selbstbewusstsein der Frauen gestärkt. Sie sind stolz auf ihre Leistungen und das kommt dem Kind zugute. Diese Kinder werden in der Regel länger gestillt,
der Umgang zwischen Mutter und Kind ist zärtlicher, das Bonding regelt sich von selbst, wie es sein sollte.

Dr. Kennell bestätigt, dass die Begleitung der Geburt durch andere Frauen ein uraltes menschliches Erbe ist, das durch die medizinische Versorgung verdrängt wurde. Auch bei großen Säugetieren wie Elefanten oder Walen ist ein solches Verhalten zu beobachten. Die „Tanten“ und andere weibliche Mitglieder der Tiergemeinschaft meistern zusammen die Geburt, bzw. unterstützen das Muttertier dabei.

Dr. Kennell ist überzeugt: „ Wären die durch eine Doula erzielten Ergebnisse ein Medikament oder ein neues medizinisches Gerät, dann gäbe es eine ungeheure Nachfrage nach dieser Neuerung.“

Auch ist es bei den meistens Doulas möglich ihre Unterstützung im Wochenbett zu bekommen, damit aus dem Wochenbett richtige Babyflitterwochen werden und die neugeborene Mama die nötige Ruhe einhält, um bald wieder bei Kräften zu sein.

Ihr seht, eigentlich übernimmt die Doula die Aufgaben, die früher im Kreis der Frauen ganz selbstverständlich über Freundinnen, Schwestern, Tanten, Nachbarinnen abgedeckt wurde. Dass das heute nicht mehr so ist, bedeutet jedoch nicht, dass Mütter diese Unterstützung nicht brauchen!

Die Arbeit der Doulas ist wichtig und wertvoll. 

Entgegen mancher Gerüchte arbeiten Doulas mit Hebammen und Krankenhauspersonal voller Achtung zusammen für die Mutter und das Baby, jeder in seinem Bereich. 

Die Arbeit einer Doula ist eine Leistung, die privat gezahlt werden muss. Viele Doulas jedoch richten ihre Preise nach den jeweiligen Möglichkeiten der Frauen und Familien.

Autorin des Artikels:
Nicole Velma Tenié
Still- und Schwangerentreff

 
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