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Entspannung und Fitness mit Yoga

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Entspannung und Fitness mit Yoga

Sa., 04/13/2019 - 20:48
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Der Begriff „Yoga“ verbindet eine Kombination aus Sport, Ausgeglichenheit und Entspannung sowie anstrengenden Fitnessübungen. Im ersten Moment lässt sich kein Zusammenhang dieser Begriffe erkennen, doch damit liegt man falsch. Die vielen verschiedenen Yoga-Übungen kräftigen den Körper, straffen ihn und sorgen mit ihren meditativen Elementen für eine innere Ruhe und Gelassenheit.

Was ist Yoga?

Yoga stammt aus Indien und ist in diesem Land eine philosophische Lehre. Sie beinhaltet geistige und körperliche Übungen, wie zum Beispiel Niyama, Pranayama, Mediation und Askese, um nur einige von ihnen zu nennen. Yoga bedeutet soviel wie Integration oder auch Vereinigung. Es wird auch mit „Anspannen des Körpers“ und mit dem „Einswerden mit seinem Bewusstsein“ in Verbindung gebracht.

Yoga gehört zu den 6 klassischen Schulen, die es in der indischen Philosophie gibt. Es gibt sehr viele unterschiedliche Arten des Yogas, die meist einer eigenen Praxis und Philosophie zugrunde liegen. In Europa wird der Begriff „Yoga“ meist nur mit körperlichen Techniken und Übungen verbunden.

Die Beliebtheit von Yoga nimmt seit dem 19. Jahrhundert stetig zu. Über 300 Millionen Menschen praktizieren diese Übungen mittlerweile weltweit. Allein in Deutschland gibt es über fünf Millionen Menschen, die durch das Yoga Ausgeglichenheit und eine innere Ruhe erzielen wollen. Doch nicht nur Entspannung, auch eine Verbesserung der Fitness und des körperlichen Wohlbefindens soll mit Yoga erreicht werden. Für einige Menschen ist Yoga sogar zu einer Lebenseinstellung oder zu einer Philosophie geworden. Doch Yoga ist keine Religion und kann daher von Menschen aller Glaubensrichtungen und auch von Konfessionslosen praktiziert werden.

Yoga

Für wen eignet sich Yoga?

Yoga kann von allen Menschen praktiziert werden. Die Übungen sind alle so ausgelegt, dass sie angepasst werden können. Sowohl Kinder und Jugendliche, als auch Erwachsene, Schwangere und Senioren können Yoga praktizieren. Aus welchem Grund die Menschen mit Yoga beginnen, ist individuell verschieden. Während einige Personen durch die Übungen fitter und beweglicher werden wollen, finden die anderen in ihnen neue Energie und Ausgeglichenheit. Es konnte beobachtet werden, dass es vor allem Lebenskrisen sind, die die Menschen in Yoga-Kurse bringt. Doch auch die Suche nach Entspannung und das Abschalten vom Alltag sind Beweggründe, um mit dem Yoga zu beginnen.

Ist das Erlernen von Yoga schwer?

Yoga gehört zu den Sportarten, die sehr leicht erlernt werden können, denn es geht bei den Übungen nicht darum, anderen etwas zu beweisen. Die individuellen Grenzen sanft zu erleben und zu erweitern, steht im Mittelpunkt. Hierfür ist ein respektvoller Umgang mit dem eigenen Körper notwendig.

Um die Übungen auszuführen, benötigt man lediglich eine Matte. Sollte man keine zur Hand haben, kann auch ein Teppich, eine Decke oder ein Handtuch verwendet werden. Je nachdem, welches Ziel angestrebt wird, gibt es anstrengende und weniger anstrengende Übungen. Für Anfänger eignet sich Yoga Vidya. Dort werden sanft Übungen durchgeführt, die der Entwicklung des Körpergefühls, der Entspannung und des Körperbewusstseins dienen. Nach dieser Einführung kann jeder selbst entscheiden, ob die anspruchsvolleren oder die leichten Übungen ausgeführt werden sollen.

Yoga verbessert nicht nur das Körpergefühl und die Gesundheit, es macht auch Spaß.

Yoga

Wo kann man Yoga ausführen und üben?

Zu Beginn empfiehlt sich die Teilnahme an einem Kurs oder die Buchung eines Yoga-Lehrers. Dort erhalten die Teilnehmer eine fachliche Einweisung sowie Tipps und Tricks, wie die Übungen richtig ausgeführt werden.

Die Yoga-Praxis unterscheidet mehrere Richtungen.

Hier ein kleiner Überblick:

Das sportliche Yoga

Ashtange: Bei dieser Art des Yogas steht die Kondition und die richtige Atmung im Mittelpunkt. Es werden kontinuierliche und sehr körperbezogene Übungen durchgeführt. Die Teilnehmer kommen dabei meist sehr ins Schwitzen. Die Durchblutung und der Lymphfluss wird angerecht. Da diese Art sehr anstrengend ist, werden auch überflüssige Pfunde purzeln.

Jivamutki: Diese Art ist ebenfalls eine Form des Power-Yogas. Die Übungen sind intensiv und anstrengend. Viele Prominente haben Jivamutki schon für sich entdeckt. Im Mittelpunkt steht die Dynamik und die fließende Ausführung der anstrengenden Übungen, die meisten zu einer passenden Musik ausgeführt werden.

Birkram Yoga: Birkram Yoga wird bei einer Raumtemperatur von 35-40°C durchgeführt. Die hohen Temperaturen sollen für eine sichere Sehnen- und Muskelarbeit sorgen und den Körper, durch das Schwitzen, gleichzeitig entgiften.

Iygenar Yoga: Diese Form des Yogas ist bei Nackenschmerzen und Verspannungen zu empfehlen. Die Fehlhaltungen des Körpers werden durch Klötze, Gurte oder Stühle abtrainiert. Es sind anspruchsvolle Übungen, bei denen eine akkurate Körperhaltung wichtig ist.

Anti-Gravity Yoga: Bei diesen Übungen wird man leicht an Luftakrobaten erinnert. Diese Art ist ein Kombinationstraining und beinhaltet Ballett-, Pilates- und Gymnastikübungen. In verschiedenen Trapeztüchern, die von der Zimmerdecke hängen, baumeln die Teilnehmer kopfüber. Der Körper muss permanent ausbalanciert werden, wodurch es zur Stärkung der Tiefenmuskulatur kommt. Weiterhin wird der Stoffwechsel angeregt und der Hormonhaushalt verbessert. Da bei den schwebenden Übungen die Gelenke nicht belastet werden, ist es eine sehr schonende Art des Yogas.

Das sanfte Yoga

Das Hatha Yoga: Unter diesem Begriff werden die körperbetonen Praktiken zusammengefasst. Oftmals werden hierbei auch simple Hilfsmittel verwendet, damit Anfängern und Ungeübten das Ausführen der Übungen leichter fällt.

Kundalini-Yoga: Dieser Yoga-Art ist eine ganzheitliche Form und stammt aus Indien. Die Stunden sind immer gleich aufgebaut. Zu Beginn erfolgt eine Erwärmung, anschließend werden Mantren gesungen und danach werden die Übungen durchgeführt. Es folgt eine Phase der tiefen Entspannung, eine Meditation und zum Schluss werden nochmal Mantren gesungen.

Luna-Yoga: Luna-Yoga ist eine sanfte Form und spricht vorrangig Frauen an. Die Übungen sind dem Körper der Frau angepasst. Es wird die Muskulatur des Beckenbodens trainiert, die Hormone reguliert und sie wirken sich positiv auf den Zyklus der Frau aus. Beschwerden, wie das prämenstruelle Syndrom oder Periodenschmerzen, können damit gelindert werden. Weiterhin werden die Reflexzonen stimuliert und die Geschlechtsorgane entspannt. Am Ende werden Übungen der Meditation durchgeführt, wodurch das Luna-Yoga ein ganzheitliches Körpertraining ist.

Intuitives Yoga: Das intuitive Yoga orientiert sich an den Bedürfnissen des menschlichen Körpers und ist eine sehr sanfte Form. Die Teilnehmer haben sehr viel Zeit und können dadurch richtig Loslassen. Im Zentrum steht eine konzentrierte Achtsamkeit, wodurch der Körper tief entspannt wird. Mit dieser Yoga-Art wird die eigene Wahrnehmung des Körpers geschult und die Schwerkraft entfaltet.

Es gibt noch viele weitere Yoga-Arten, die unterschiedliche Ziele verfolgen. Welche Form die beste ist, muss man für sich selbst entscheiden und mit einem erfahrenen Kursleiter besprechen.

Vorteile des Yogas

Yoga dient der Körperbeherrschung und der Körperstärkung. Doch es ist nicht nur eine körperliche Sportart. Auch die Atmung, der Geist und die Seele werden angesprochen. Die Übungen und die Meditation wirkt sich positiv auf den Körper und den Organismus aus. Yoga ist ein Sport, der die Seele und den Körper als eine Einheit betrachtet.

Weiterhin wird für das Yoga keine Ausrüstung benötigt. Lediglich eine Yogamatte ist zu empfehlen, aber auch nicht zwingend erforderlich. Die Übungen können jederzeit und überall durchgeführt werden.

Yoga

 

Die Konzentration wird verbessert

Die Konzentration ist die Fähigkeit, seine Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Punkt lenken zu können. Im Alltag fällt das manchmal sehr schwer, da der Geist von sehr vielen Dingen ablenkt wird. Konzentrationsschwierigkeiten führen dazu, dass Aufgaben nicht richtig ausgeführt werden können. Während der Übungen werden die Teilnehmer immer wieder ermutigt, sich auf die Atmung zu konzentrieren. Schon diese einfache Übung reicht aus, um die Konzentration zu verbessern.

Yoga

Mehr Geduld

Während einer Yoga-Einheit können sich die Teilnehmer einmal völlig dem Moment hingeben. Ungeduld ist dadurch geprägt, dass man sich immer sehr schnell anderen Dingen zuwenden will und sich permanent mit neuen Dingen beschäftigen muss. Die Yoga-Übungen zwingen die Teilnehmer zu einem bewussten Innehalten und zur Konzentration auf die eigene Atmung. Die Ruhe und die Stille wird bewusst wahrgenommen. Man verweilt einfach nur im Hier und Jetzt. Auf diese Weise können auch Schlafstörungen gelindert werden.

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Der Körper wird entgiftet

Es gibt mittlerweile Kurse, die das Thema „Detox“ behandeln. Mit diesem Yogastil wird der Körper bis zu einem gewissen Grad entgiftet. Es findet ein erhöhter Zufluss von sauerstoffreichem Blut statt und die Organe der Verdauung werden angeregt. Auch eine Stimulierung der Leber und der Nieren erfolgt. Dieser Vorgang ist ein wichtiger Punkt bei einer Entgiftung.

Stärkung des Selbstvertrauens

Yoga-Übungen können zu einem verstärkten Selbstbewusstsein verhelfen. Werden sie regelmäßig ausgeführt, erfolgt eine Stärkung der Kraft, des Gleichgewichts und der Konzentration.

Der Hormonhaushalt gelangt ins Gleichgewicht

Durch Yoga wird das ganze System wieder in Einklang gebracht. Dies wirkt sich auch auf die Drüsen im endokrinen System aus. Sie sind für Hormonabsonderung im Körper zuständig. Bei jeder Ausführung einer Asanas werden die Drüsen gefördert. Die Übung „Child Pose“ wirkt sich verjüngend und beruhigend auf die Nebennieren aus, die das Stresshormon absondern.

Stillgruppen.de wünscht viel Spaß beim Entspannen!