Wie Wehen erkennen ?

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Wie Wehen erkennen ?

Di., 01/29/2019 - 15:37
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Schwangere werdende Mütter sind sich unsicher, wenn es um Wehen geht. Besonders Erstgebärende können sich nicht so recht vorstellen, wie die Wehen eigentlich ablaufen werden. Oder, woran man diese ganz genau erkennen kann. Bei Fragen bekommen Schwangere dann oft auch nicht unbedingt befriedigende Antworten. Daher sind unbefriedigende Antworten nicht sehr aufschlussreich für Erstgebärende. In diesem Artikel werden Fragen beantwortet, wie Wehen zu erkennen sind.

Es gibt verschiedene Arten von Wehen, die auch vorgestellt werden. Auch gibt es wichtige Zeichen, woran man Wehen erkennen kann. Auf diese Weise können Schwangere leichter in sich hineinhören und so wissen, wann es dringend wird, in die Klinik zu fahren.

Im Folgenden geht es um:

  • Wehen - wie kann ich diese erkennen?
  • Ab 20. Schwangerschaftswoche - Übungswehen
  • Die vorzeitigen Wehen
  • Sogenannte Senkwehen: Vorwehen
  • Der Eintritt in das Becken
  • Geburtswehen
  • Wie kann man Wehen und auch die vorzeitigen Wehen erkennen?
  • Wie fühlt man Wehen? Oder kann man Wehen fühlen?
  • Was ist zu tun, wenn man sich nicht sicher ist, ob Wehen eintreten?

Wie kann ich Wehen erkennen und was sind Wehen eigentlich?

Die Gebärmuttermuskulatur zieht sich zusammen, wenn Wehen auftreten. Diese wird sehr hart und es entstehen Muskelkontraktionen. Durch diese Kontraktionen wird das Baby in die richtige Position gebracht. Auch für die Mutter ist es hilfreich, denn durch die Wehen wird die Geburt vorbereitet beziehungsweise eingeleitet. Der Muttermund, der ja schützend ist, wird zur Geburt vorbereitet. Auf diese Weise wird die Geburt auch eröffnet. Der neue Erdenbürger wird dadurch auch in die optimale Richtung positioniert.

Wenn Wehen vor dem errechneten Geburtstermin vorkommen, so dient dies sozusagen dem Training. Die Gebärmutter bereitet sich intuitiv auf die Geburt vor, wenn man so will. Eine Geburt ist in der Regel sehr anstrengend und so kann etwas Wehentraining vorher nicht schaden. Es gibt allerdings Ausnahmen, wo man bei frühzeitigen Wehen vorsichtig sein muss. Denn es kann auch vorkommen, dass vorzeitige Wehentätigkeit eine Frühgeburt auslösen kann. Die einzelnen Erkennungszeichen der verschiedenen Wehentätigkeiten werden nun Punkt für Punkt vorgestellt.

Ab der 20. Schwangerschaftswoche - sogenannte Übungswehen

Es ist nicht unüblich, dass eine werdende Mutter schon vorher Wehen spürt. Wenn dies der Fall ist, dann fallen diese in der Regel leicht aus. Diese Wehen nennt man im Fachjargon Übungswehen. Man kann auch Probewehen dazu sagen. Andere Worte sind beispielsweise Braxton-Hicks-Kontraktionen sowie auch wilde Wehen. Um die 20. Schwangerschaftswoche herum bereitet sich die Gebärmutter bereits auf die Geburt vor. Schwangere spüren diese leichten Wehen allerdings fast nicht.

Gegen Ende der Schwangerschaft fallen solche Wehen aber oft kräftiger aus. Solche Übungswehen sind eher von harmloser Natur. Der Muttermund wird dadruch nicht geöffnet, was ja fatal wäre. Eigentlich kann man bei Probewehen vom Gegenteil sprechen. Es kommt zum Verkrampfen des Muttermundes, der sich noch um einiges fester schließt.

Auf diese Weise erkennt man Übungswehen: Diese Probewehen kommen in unregelmäßigen Abständen vor. Die Schwerzen sind eher sehr leicht. Der Bauch wird jedoch für ungefähr eine Minute hart. Die Häufigkeit variiert zwischen einer Übungswehe in der Stunde, oder ein paar Mal am Tag. Sollten die sogenannten Probewehen öfter vorkommen, dann sind diese Vorwehen abzuklären. Denn wenn sie öfter als vier Mal in der Stunde vorkommen, könnte es ernster sein. Dasselbe ist der Fall, wenn die Übungswehen öfter als zehn Mal am Tag kommen. Wenn die Schwangere dies spürt, ist es empfehlenswert, diese Vorwehen vom Arzt abklären zu lassen. Es darf auch keinesfalls sein, dass bei den Probewehen Schmerzen im Bauch auftreten.

Bei folgenden Symptomen bitte den Arzt konsultieren:

  • Druck im Unterbauch
  • Druck im Rücken
  • Ausfluss
  • Blutungen

Wenn diese Dinge gemeinsam mit den Übungswehen auftreten, sollte ein Artz aufgesucht werden. Bei den oben genannten Symptomen in Kombination mit den Vorwehen, kann es sein, dass die Wehen vorzeitig auftreten.

Vorzeitige Wehentätigkeit

Wenn es schon vor der 36. Woche zu Wehentätigkeit kommt, die in regelmäßigen Abständen auftreten, kann es sich um frühe Wehen handeln. Auch bei starken Blutungen oder auch Blutungen, könnte dies der Fall sein. Diese Symtome müssen von der Schwangeren dann ernst genommen werden, da eine Frühgeburt drohen kann. Es ist dann ein Arzt aufzusuchen, der diese Wehentätigkeit untersucht. Der Doktor wird der werdenden Mutter dann Wehenhemmer geben. So kann man die Geburt noch herauszögern. Das Baby hat dann noch etwas Zeit, in der Gebärmutter zu reifen.

Senkwehen oder Vorwehen

Einige Wochen vor dem Geburtstermin kann es zu Vorwehen kommen. Diese Vorwehen positionieren das Baby tiefer in das Becken der Hochschwangeren. Daher werden diese Wehen auch Senkwehen genannt. Die Senkwehen lassen den Bauch der Mutter tiefer sinken. Das Baby sinkt durch diese Wehen tiefer. Die hochschwangere Frau kann dann auch wieder besser atmen und ihre Lungen können sozusagen aufatmen. Den Lungenflügeln wird wieder besser Platz geboten.

Die Geburtswehen

Auf den Muttermund wirken die Geburtswehen ein. Es kommt in der Folge zur Verkürzung des Gebärmutterhalses. Auch der Muttermund der Frau wird dann weicher. Von richtigen Wehen spricht man erst unmittelbar vor der Geburt. Diese kündigen sich auch an und treten nicht einfach so auf. Der Oberbereich der Gebärmutter wird gespannt. Die Muskulatur in der Umgebung spannt sich an und diese Spannung breitet sich wie in einer Welle aus. Sie treten weiter wellenförmig nach unten hin auf. Diese Wehenschmerzen spürt die Hochschwangere bis in den Muttermund hinein. Bei einer richtigen Wehentätigkeit kommt es zur Anspannung der ganzen Gebärmutter. Wenn die Wehen nachlassen, kommt es wieder zur Entspannung der Gebärmutter.

Nachstehende Phasen der Wehentätigkeit gibt es:

  • Die Eröffnungswehen: Dadurch wird die Geburt eingeleitet und der Muttermund erweitert. Dieser muss in etwa auf zehn Zentimeter erweitert werden. Im Anschluss stehen nun jene Zeichen, die garantiert mit Eröffnungswehen in Verbindung stehen.
  • Die Presswehen: Diese befördern das Baby in Richtung des Beckens. Das Neugeborene wird dann in Richtung der Vagina geschoben.
  • Die Nachgeburtswehen: Sie sind dazu da, den Mutterkuchen, die Plazenta, abzustoßen, wenn die Geburt vorüber ist. Die Plazenta muss gänzlich ausgeschieden werden, sonst kann eine Entzündung drohen. Dies wird dann auch Nachgeburt genannt.
  • Die Nachwehen: Sie treten nach dem Geburtsvorgang auf und dienen der Unterstützung des Körpers, wenn sich die Gebärmutter rückbildet. Auch für die Stillung der Blutungen sind diese zuständig. Mehrgebärende haben oftmals weit stärkere Nachwehen. Beim Stillen werden auch Nachwehen gefördert. Das Stillen beinhaltet eine hoche Hormonstimulation.

Wehen erkennen

Wie kann man (vorzeitige) Wehen erkennen?

  • Wenn die Wehentätigkeit länger als 30 Sekunden andauert und regelmäßig wiederkommen, kann die Hochschwangere von richtigen Wehen ausgehen.
  • Wenn die Geburtswehen eintreten, wird die Wehentätigkeit höher. Das heißt, dass die Wehen häufiger auftreten werden. Die Abstände der Wehen verringern sich auf alle 20 oder 30 Minuten.
  • Wenn die Abstände nur noch etwa zehn Minuten dauern, dann kommt es zur Öffnung des Muttermundes.
  • Wenn sich der Muttermund öffnet, kann es auch schon zu Blutungen kommen.
  • Bei Geburtswehen kommt es auch zu deutlichen Scherzen im Unterbauch. Die Schmerzen können auch im Rücken stark auftreten. In Kombination mit den oben genannten Symtomen deutet alles auf die bevorstehende Geburt hin.

Wie fühlen sich Wehen an?

Bei Erstgebärenden kommen immer wieder verschiedene Fragen auf. Auch ist natürlich eine gewissen Unsicherheit gegeben und es kann auch Angst auftreten. Die werdende Mutter denkt sich: "Wie bemerke ich die Wehen? Was werde ich fühlen?". Es kommen auch Fragen nach der Intensität und Stärke der Wehen auf und ob die Schwangere die Schmerzen aushalten wird. Hochschwangere finden im Internet jede Menge Foren, wo Mütter ihre Erfahrungen preisgeben. Hier merkt man ganz deutlich: die Urteile, was die Wehen und deren Stärke angeht, gehen auseinander. Zuletzt geben wir nun einige Erfahrungsberichte aus diversen Internetforen wieder, wo man die verschiedenen Meinungen auch nachlesen kann.

Wehentätigkeit ist wie Periodenschmerzen - einige Erfahrungen von Müttern

"Ich empfand die Wehen eigentlich wie starke Regelschmerzen. Diese treten im Unterleib auf und sind allerdings stärker als normale Periodenschmerzen. Die Krämpfe selbst sind auch kürzer als bei einer Periode mit Schmerzen."

„Ich hatte drei glückliche Geburten, die normal waren. Dennoch waren alle drei Geburtsvorgänge anders. Bei der ersten Geburt kam es zu Wehentätigkeit, die in den Rücken ausstrahlte. Bei meiner zweiten Geburt spürte ich Schmerzen im Unterbauch und im Rücken. Die dritte Geburt war die einfachste, denn die Wehen traten nur im Unterleib auf. Wehen sind eine unangenehme Sache, die starke Schmerzen bereiten. Sie fühlten sich wie Magenkrämpfe an und waren aber sehr viel schlimmer."

Krämpfe im Unterbauch

„Jede Mutter hat eine andere Empfindung und Schmerzempfindlichkeit. Das ist meine Meinung dazu und bei meiner Geburt traten die Krämpfe im Unterleib auf. Am Ende der Geburt wurden die Wehen sehr stark. Bei den Presswehen spürte ich keine Schmerzen und daher hatte ich auch keine PDA."

Wehen fühlten sich wie Stuhlgang an

„Für mich waren die Wehen nicht so schlimm! Ich hatte zwei Geburten und bei allen beiden hatte ich ein Gefühl wie bei einem harten Toilettengang. Die Wehen traten auch ganz plötzlich auf. Sie waren aber nicht derart schmerzhaft für mich. Meine Vorstellung war, dass die Wehen weit stärker sein werden. Die erste Geburt dauerte zwei Stunden und die zweite nur eine Stunde."

Man kann deutlich erkennen, dass eine Geburt für jede Frau individuell ist. Daher ist das Schmerzempfinden für jede Mutter auch anders. Da die Wehen bei jeder Mutter anders sind, kann auch nicht gesagt werden, welche der Wehen schmerzhafter sind.

Was kann man bei Unsicherheit tun?

Bei Erstgebärenden ist es natürlich immer schwieriger, dass die Zeichen des Körpers richtig gedeutet werden. Daher ist es anzurten, dass Hochschwangere bei jeglicher Unsicherheit die Hebamme oder den Arzt anrufen. Das beste ist es aber, wenn die Schwangere in eine Klinik kommt. Die Hebammen führen dann ein CTG sowie eine Tastuntersuchung durch. Auch die Wehentätigkeit wird in der Klinik gemessen und der Muttermund kontrolliert.

Wenn die Geburt dennoch noch nicht bevorsteht, dann wird die Schwangere wieder nach Hause entlassen. Dies ist öfter der Fall, als man denkt. Und es ist auf jeden Fall besser, zweimal in die Frauenklinik zu fahren. Ein blinder Alarm ist nicht so schlimm!