Ängste vor dem Geburtstermin

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Ängste vor dem Geburtstermin

Mo., 02/04/2019 - 18:54
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Es ist völlig natürlich, dass eine werdende Mutter Angst vor der bevorstehenden Geburt verspürt. Wenn die Angst jedoch überhand nimmt, ist es hilfreich, über Hilfen nachzudenken.

Eine Geburt sollte im besten Fall angstfrei geschehen. Verspannungen, Verkrampfungen sowie große Furcht sind da eher kontraproduktiv. Solche negativen Gedanken sollte man besser ad acta legen, denn dies erleichtert die Geburt.

Seelischer Stress macht ganz klar Angst und sehr große Geburtsängste wirken sich auf die Psyche negativ aus. Dies fühlt auch das ungeborene Kind im Mutterleib. Im folgenden Artikel geht es um:

  • Was ist der Sinn dieser Angst?
  • Verschiedene Ursachen für eine bestehende Geburtsangst
  • Schmerz sowie Angst
  • Vertrauen in sich selbst als Frau
  • Die Angst bewältigen lernen
  • Bei übergrosser Angst ist auch professionelle Hilfe ratsam

Geburtstermin rückt näher

Wenn der Geburtstermin näher rückt, dann hat wohl jede werdende Mutter etwas Angst. Beim ersten Kind kommt auch eine gewisse Unsicherheit dazu. Die Gedanken der Mutter kreisen darum, ob ihr Baby auch gesund zur Welt kommen wird. Auch Gedanken zur Geburt selbst kommen der Schwangeren in den Kopf. Es tauchen Ängste auf, wie der Geburtsvorgang selbst verlaufen wird. Fragen zu den Schmerzen einer Geburt kommen näher, je näher der Geburtstermin kommt. Diese Ängste sind kein Grund zur Sorge, sondern normal.

Die meisten Geburten gehen reibungslos vonstatten. Es kommt nicht zu Komplikationen und die Mutter hält am Ende ihr Neugeborenes voller Glück in Händen. In einer Geburtsklinik ist auch Hilfe flugs vor Ort. Dies beruhigt eine Hochschwangere sehr, wenn der Termin zur Geburt nahe ist. Auch Gedanken zu den Schermzen, kann zu Ängsten führen. Aber auch hier istt es beruhigend zu wissen, dass medizinische Hilfe gleich verfügbar ist.

Verschiedene Ursachen für diese Ängste

Die häufigste Angst werdender Mütter ist es, dass beim Geburtsablauf das Baby Schaden nimmt. Einige Frauen haben schon eine traumatisierte Geburt hinter sich, die schwierig war. Dies kann an den Nerven zehren und Angst verursachen. Daneben gibt es Artikel in Medien, wo schwierige Geburten und Komplikationen geschildert werden.

Freundinnen können teilweise auch die Ursache für Geburtsangst sein, wenn die beste Freundin beispielsweise eine dramatische Geburt hatte. Nicht unerheblich sind auch die Instinkte, die nach wie vor bestehen, die Urängste. Angst vor unbekannten Situationen und unvorhersehbare Ereignisse spielen hier mit hinein. Die Mutter fühlt sich der Situation ausgeliefert.

Es spielt auch die Nacktheit etwas mit hinein, wobei man Fremden sozusagen ausgeliefert ist. Die eigene Kontrolle rückt in den Hintergrund. Auch Todesangst kann hier eine Rolle spielen. Noch vor ungefähr hundert Jahren war die Sterblichkeit der Mütter bei einer Geburt sehr hoch. In heutiger Zeit ist dies aber in den Hintergrund gerückt, zum Glück!

Was ist der Sinn der Angst?

Angst ist eine Empfindung, ein Sinnesreiz, wenn man so will. Bei unseren frühen Vorfahren, den Steinzeitmenschen, war Angst etwas Sinnvolles, die vor Gefahren bewahrte. Der Schutzmechanismus wird aktiviert und vor unbekannten Situationen gewarnt. Eine unbekannte Gefahr verursachte Angst. Bei der Angst wird der Körper in einen Alarmzustand versetzt. Dies ist sinnvoll, denn es erhöht die Vorsicht sowie die Aufmerksamkeit und stellt keine Schwäche dar.

Frauen, die bereits Mütter sind, können dennoch Angst vor der bevorstehenden Geburt haben. Eine Geburt und deren Verlauf ist nie vorhersehbar, daher können sich Ängste einschleichen. Jede Geburt stellt sich anders dar und ist demnach auch eine andere Situation. Angst vor dem Geburtstermin, je näher dieser rückt, hat mit Respekt vor der kommenden Situation zu tun. Der Körper ist wachsam, achtsam und Wachsamkeit wird aktiviert. Wenn die Angst aber üerhand nimmt, kann dies beängstigende Ausmaße annehmen. Es lässt den Körper dann verkrampfen, was für die Geburt hinderlich ist.

Angst sowie Schmerzempfinden

Die Gebärmutter selbst ist ein Muskel, der längs-, sowie quergestreift ist. Es ist ein Geflecht aus Muskeln und in der Schwangerschaft wird das Baby dadurch gehalten. Es gibt unterschiedliche Muskelpartien, die beim Geburtsvorgang das Kind ins Leben pressen. Diese Muskelgruppen helfen dem Baby, nach draußen zu kommen. In der unteren Hälfte sind die Gebärmuttermuskeln ringförmig. Diese Muskeln müssen sich bei der Geburt entspannen.

Die oberen Muskeln der Gebärmutter sind längsgestreift und ziehen sich beim Geburtsvorgang zusammen. Wenn es zu Angstzuständen kommt, kann dies eine Störung dieser Muskeln bewirken. Durch die Angst kommt es zur Anspannung dieser Muskelgruppen und der Körper wird sozusagen verschlossen. Kommt es während der Geburt nicht zur Entspannung, werden die Geburtsschmerzen mehr.

Durch die vermehrten Schmerzen werden die Angstzustände wieder mehr und auch die Verkrampfungen. Wenn die Verspannungen sehr stark sind, kann es zu einer Minderdurchblutung der Gebärmutter kommen. Auch das ungeborene Kind kann durch eine Unterversorgung gefährdet werden. Die Muskeln werden lockerer, wenn die Angst vergeht. Auch die Schmerzen werden dann weniger. Die Entspannung verhindert aber nicht, dass die Schmerzen ganz vergehen. Aber durch die Entspannung werden die Schmerzen weniger.

Das Gewinnen von Vertrauen

Vertrauen bei einer Geburt ist sehr wichtig, denn es fördert die Kraft. Natürliche Instinkte setzen sich dabei frei, was förderlich beim Geburtsvorgang ist. Mit Vertrauen gestärkt, kann eine werdende Mutter der Geburt mit Zuversicht entgegensehen. Eine Geburt ist ein einschneidendes Erlebnis für eine Frau. Dabei arbeiten die daran involvierten Organe sowie Gewebe perfekt zusammen.

Das Hauptaugenmerk wird dabei natürlich auf die Gebärmutter gelegt. Sie ist ein bemerkenswerter Muskel im Körper einer Frau. Dieser ist wie ein Bizeps eines Weltmeisters im Boxen konzipiert! Die Muskelkraft befördert das Kind ans Licht der Welt, ins Leben. Durch die Muskelkraft der Gebärmutter kommt das Baby auf die Welt.

Die Bewältigung der Angst

Bei großen Ängsten sollte man in Erfahrung bringen, was die Ursache dieser Angst ist. So kann man die Angst besser in den Griff bekommen. Die Mutter sollte das Gespräch mit der Hebamme suchen und sich ihrer Ängste bewusst werden. Wenn vorher schon Ängste bestanden haben, sollte man wissen, welche Techniken dabei geholfen haben, sich davon wieder zu befreien.

Das Sicherheitsgefühl für die kommenden Geburt wird deutlich besser, wenn auch der Partner eingebunden ist. Aber auch eine andere Begleitperson kann sich gemeinsam mit der Mutter vorbereiten. Ein nicht unwesentlicher Punkt ist, dass man den Kreißsaal schon vorher besichtigt. In der Klinik kann man auch mit dem Personal reden, was die Vertrautheit fördert.

Hilfreiche Entspannungs- und Atemübungen helfen, Angstzustände zu minimieren. Ein Gedanke trägt sehr zur Beruhigung bei: zahlreiche Frauen haben bereits Kinder auf die Welt gebracht - so werde auch ich es schaffen! Ein liebevoller Partner, der bei der Geburt dabei ist, kann helfen, Schmerzzustände zu verringern. Bewegung während der Schwangerschaft wirkt sich auch äußerst positiv aus.

Schmerzen verringern

Was hilft effektiv, Schmerzen zu verringern?

  • Bewegung während der Schwangerschaft
  • Entspannungstechniken
  • richtiges Atmen

Hilfe ist wichtig, wenn man starke Angst verspürt

Bei extrem starken Ängsten vor der Geburt, ist es ratsam, professionelle Hilfe zu holen. Dies sollte selbstverständlich vor der Geburt geschehen. Hebammen sind erfahrene und geschulte Geburtshelfer. Die meisten Mütter kennen diese bereits und es hat sich auch Vertrauen aufgebaut. Im optimalen Fall begleitet diese Hebamme die Schwangere auch durch die Geburt. Ängste sollen vor der Geburt möglichst verschwinden, im besten Falle ganz.