Milchstau-Schmerz-Abstilltabletten-trotzdem milch

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Hallo

Ich hab mein drittes Kind bekommen. Die erste wollte ich stillen und weil mir damals im Krankenhaus nicht gezeigt wurde wie es richtig ist hab ich sie weil sie nach Hunger schrie an jede Brust ca 30 Minuten angelegt. Ich wusste ja nicht das man anfangs nur ein paar Minuten das Baby anlegt.
Da sich meine Brustwarzen daraufhin blutig entzündeten hab ich gleich Abstilltabletten bekommen. Meine 1 hab ich also nicht gestillt. Meine 2 Tochter da hatte ich so starke Nachwehen weswegen ich mich nicht getraute da weiter zu machen. Also wurde auch sie ein Flaschenkind.
Mein 3 Kind letzte Woche geboren wollte ich nun gut vorbereitet stillen. Hab diese starken Nachwehen ausgehalten und was bekomme ich nen Milchstau. Meine Brust ist angeschwollen von 85d auf ca 100 doppel D. Die sahen aus wie Dolly Busters Busen. Noch grösser. Wie riesige Ballons die zu platzen drohten und auch so schmerzten. Beim Frauenarzt wurden mir Abstilltabletten Pravidol verschrieben und Antibiotika wegen der drohenden Entzündung. Da ich so starke Kreislaufprobleme bekam brachte mich meine Mutter ins Krankenhaus wo ich eigentlich auch wieder heim durfte jedoch aufgrund des Kreislaufes nicht mehr alleine weg kam. Also musste ich dort bleiben bis heute morgen. Ich hab die Pravidol weiter nehmen müssen und dieses Antibiotika. Da meine Brust nun immernoch so voll zu sein scheint mit Milch wollt ich fragen kann ich es noch Rückgängig machen und doch nicht ganz abstillen eher nur so das die Milch etwas zurück geht? Obwohl ich voll hinter meinen Flaschenkindern stehe mache ich mir nun totale Vorwürfe. Ich hab den kleinen jedesmal wenn er meckerte also nach hunger angelegt. Das ging bis Donnerstag auf Freitag nacht 3:00h. Danach konnte ich nicht mehr. Der Kleine hat fast 12 Stunden nur an der Brust gehangen wegen Hunger mit Unterbrechungen alle halbe bis ganzer Stunde und anscheinend kam nix. Als ich Freitags jeodch beim Arzt war war mein Mann zur U2 mit dem Kleinen. Dort wurde mein Kleiner gewogen. Geburtsgewicht ist 3100g und nach 4 Tagen statt abzunehmen hatte er 100 g zugenommen. Der Kinderarzt sagte er sie ein ganz gesunder kleiner Junge. Muttermilch scheint ihm doch so gut zu tun. Kann ich noch alles Rückgängig machen? Oder wäre es der Medikamente wegen zu gefährlich?
Gruss Natascha

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Bild von heikeh

Hallo Natascha!
Ich kann Dir nur raten, setze Dich schleunigst mit einer Stillberaterin in Verbindung. Die Kosten dafür übernimmt die Krankenkasse.Du hast auf jeden Fall die Möglichkeit weiter zu stillen, wenn Du nur willst und wenn Du Dir von fachkundiger Seite helfen läßt (z.B.Stillberaterin). Die kann Dir auf jeden Fall helfen. Eins vorweg - mein Sohn ist jetzt 26 Monate alt und ich stille immer noch. Trotz einem Horrorstart in das Stillunternehmen. Ich hatte auch einen Milchstau ca 10 Tage nach der Entbindung, hatte aber zu meinem großen Glück eine spitzenmäßige Stillberaterin. Das Antibiotikum vom Gyn (wird in solchen Fällen bei mir nur noch der letzte Ansprechpartner sein) lag schon auf dem Nachttisch, aber ich habe es trotz allem nicht gebraucht. Es gab Quarkwickel auf die Brust, Nachts Kohlwickel und dazu noch hmöophatische Mittel - und ein trinkfreudiges Baby. Es war halbwegs unter Kontrolle, plötzlich stieg das Fieber wieder auf über 40 Grad. Zur Sicherheit kam ich zum abklären ins Krankenhaus. eine Stunde später war ich wieder zu Hause.Nichts gefunden.
Wir machten weiter wie bisher, aber das Fieber stieg weiter. Meine Stillberaterin brachte mich wieder ins Krankenhaus und dort hatte ich dann knapp 42 Grad Fieber. Viel habe ich nicht mehr mitbekommen,-eins, die Ärzte waren mit der bisheriegen Arbeit meiner Stillberaterin vollstens zufrieden.
Kurz um, ich kam an den Tropf, Wickel wie schon zu vor und es konnte nichts weiter gefunden werden.Entlassung 3 Tage später. Befund Wochenbettfieber. Antibiotika bekam ich selbst im Krankenhaus nicht(gilt aber auch als ein stillfreundliches).Weiterbetreuung durch die Stillberaterin. Mir ging es schnell wieder besser. In der Folgezeit hatte ich noch 3 mal eine Brustentzündung,bei weitem nicht so doll und ich habe es stets mit oben benannten Mitteln und toller Hilfe der Stillberaterin hinbekommen, das letze Mal sogar alleine. Bald waren diese Probleme vergessen, das Stillen gestaltete sich als unkompliziert und sehr, sehr praktisch. mein Sohn trinkt heute noch sehr gerne früh und abends an der Brust, auch wenn ich eigentlich nie vorhatte so lange zu stillen. Das alles durchzustehen und weiterzumachen hat sich auf jeden Fall gelohnt,der kleine dankt es mir mit einer super Selbst wenn du unter dem Antibiotika nicht stillen kannst, kannst Du wärend dieser Zeit abpumpen und dann dein Kind wieder normal stillen. 
Wenn Du jetzt kaum noch Milch hast, es wird aber ganz schnell wieder mehr, wenn Dein Kind trinkt. Auf jeden Fall das Abstillmittel absetzten. Zum Anfang öfter anlegen und ruck zuck stellt sich die Milchmenge auf den Bedarf ein. Nur durchhalten. Auch ich hatte zum Anfang Tage, wo ich dachte , er ist an der Brust festgewachsen und wird trotzdem nicht satt. Alles überstanden, er hat sich sehr gut entwickelt und obwohl er ein ist leichtes Kind ist, ist die Ärztin sehr zufrieden. Ihr sind diese Kinder lieber als die dicken.
ich hoffe, ich konnte Dir etwas helfen und Mut machen um das durchzustehen und weiterzumachen. Stillen kann nämlich nach allen Startschwierigkeiten eine wunderschöne Sache sein. 
Wäre interresant zu erfahren, wie Du weitergemacht hast.
Liebe Grüße Heike

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