Mein Baby nimmt nicht genug zu

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Hallo allerseits

ich bin neu hier in diesem Forum und hab mich heute angemeldet weil ich hoffe das ihr hier einen Ratschlag für mich habt oder mir zumindest emotional ein wenig unter die Arme greifen könnt.

Ich bin überglückliche Mutter eines 3 Monate alten Sohns. Unser Sonnenschein ist unser ein und alles, wir haben wirklich sehr lange auf ihn warten müssen, aller Wahrscheinlichkeit nach wird es auch unser einziges Kind bleiben, was meine emotionale Situation wahrscheinlich noch verschärft.

Ich war heute mit meinem Sohn bei der KiÄ zur Mukip Untersuchung. Dort traf mich dann aus dem Hinterhalt die Mitteilung das er zu wenig zunimmt und zu leicht ist für sein Alter. Er ist jetzt wie gesagt etwas mehr als 3 Monate und wiegt bei einer Länge von 64cm 4850g. Das er kein Moppelchen ist war mir klar, aber das es jetzt zu wenig ist hat mich doch ziemlich getroffen. Ich stille ihn voll, er kommt am Tag etwa alle 2 Stunden, Nachts schläft er komplett von 20 bis 6.30 durch. Er ist gut entwickelt, ist interessiert an der Umwelt und produziert auch ausreichende nasse Windeln, desshalb hab ich mir auch noch nicht viel gedacht. Tja und heute war plötzlich alles anders

Die KiÄ meinte jetzt ich hab drei Möglichkeiten.
1. ich wecke ihn auch nachts zum stillen. Das kann und will ich eigentlich nicht, ich glaub auch nicht das es viel bringt weil er dann zu trinken einfach zu müde ist
2. ich gebe ihm nach jeder Stillmahlzeit noch eine Pre oder 1er Nahrung hinterher und schau mal wieviel er eigentlich braucht.
3. ich pumpe nach dem Stillen den rest noch ab und gebe ihm den dann immer bei der folgenden Stillmahlzeit hinterher.

Grundsätzlich glaube ich ja nicht das ich zu wenig Milch habe, ich pumpe die "ausgefallene" Abendmahlzeit jetzt immer ab und friere sie als Notration ein, da kommen immer so 100ml pro Brust, das erscheint mir doch nicht so wenig oder irre ich mich da?

Ich hab jetzt die große Angst das er sich an ein bequemes Fläschchen gewöhnt und mir über kurz oder lang die Brust komplett verweigern wird weil er sich da nicht rumplagen will. Wie kann ich ihm die Brust aber trotzdem weiter schmackhaft halten. Ich kann und will eigentlich noch nicht abstillen, ich genieße doch diese wunderbare Zeit mir ihm so sehr und kann mich emotional noch nicht davon verabschieden, werd ich sie doch wahrscheinlich nie wieder erleben dürfen. Mir ist klar dass das eher ein Problem für mich ist als für mein Baby, aber ich merke auch wie sehr es mich belastet weil ich es mir einfach anders gewünscht habe. Und ich weiß auch das der Druck und die Gedanken die ich mir da grad mache der Situation nicht gerade dienlich sind.

Wie also kann ich ihm trotzdem weiter stillen und ihm die Brust trotz Zusatznahrung schmackhaft halten?
Muss ich mir ernste Sorgen um seine Gesundheit machen?
Habt ihr irgendwelche Tips für mich wie ICH es schaffe mir der Situation besser umzugehen? Ich bin so enttäuscht, hab ich mir doch alles anders vorgestellt...

Ich danke euch schon mal für eure Hilfe und das ich euch da gleich mal zu anfang ansuddern durfte

lg S

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Bild von stillmami

Liebes Superhuhn,
ich habe deinen Bericht gelesen. Ich kenne das auch, dass Kinderärzte sehr engstirnig und einfältig sind, was das Gewicht angeht. Ich hatte das Oroblem (in umgekehrter Form) bei meiner Erstgeboreren. Sie wurde mit 8 Monaten voll gestillt und war ziemlich propper(auf der 97% Perzentiele) Mein Arzt schimpfte mit mir, warum ich dieses Kind so mästen würde; ob ich wollte, dass sie mit 2 Jahren im Türrahmen stecken bleibt?! Ich solle sofort mit dem Stillen aufhören. Völlig verunsichert rief ich meine damalige Hebamme an, die mich erst einmal wieder auf den Boden holte. Ich habe dann nch ziemllich lange weiter gestillt. Wenn ich jetzt so deinen Bericht lese, und die Größe und das dazu passende Gewicht sehe, dann scheint mir das Gewicht zur Größe in relation zu stehen.
Es ist jedoch schwer, sowas zu beurteilen, wenn man es nicht sehen kann. Ich würde dir raten, bevor du solche Schritte wie Flaschennahrung oder Abpumpen angehst, hole dir Ratschläge von einer Hebamme, Stillberaterin oder Stillgruppe. Vielleicht kannst du mal vor und nach dem Essen wiegen oder die Windeln eines Tages wiegen. Hol dir proffesionelle Hilfe, sonst bist du sehr traurig, dass du einfach, ohne es zu wollen, mit dem Stillen aufgehört hast. Ich wünsche dir alles Gute!

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