Beiden gerecht werden

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Hallo an alle,

heute habe ich mal ne Frage:
Wie schafft Ihr als Langzeitstillmütter es, allen gerecht zu werden? Ich meine damit Euer Kind und vor allem Euren Mann.
Mein kleiner ist 16 Monate alt und wird noch nach Bedarf gestillt. Tagsüber 2-3 mal. Nacht ab 2 Uhr mehrmals.
An Abstillen ist gar nicht zu denken und ich möchte ihm auch die Möglichkeit geben, sich natürlich abzustillen.
Bei meinem Mann merke ich jetzt langsam, obwohl er das auch alles richtig findet mit dem Stillen, daß er sich doch teilweise vernachlässigt fühlt und uns, meinen Sohn und mich, als untrennbare Einheit ansieht, an die man nicht wirklich ran kommt.
Was habt Ihr für Erfahrungen gemacht und wie schafft Ihr es beiden gerecht zu werden.
Meine Hormone sind halt auch ein bißchen auf Sparflamme, was die Lust auf Sex angeht....

Würde mich über Antworten freuen

ganz liebe Grüße

Minni

Bild von sylvia

hallo minni,

ich denke man kann nicht beiden gerecht werden - zumindestens konnte ich das nicht. bei uns war es so ählich, nur das ich unsere große radikal abgestillt habe mit 1 jahr u. 1 monat.
die bindung zwischen der großen u. mir war schon sehr sehr eng u. mein mann hatte kaum chancen an sie ranzukommen, was natürlich nicht so schön für papa war. auch meine eltern haben mir ständig gesagt wie fixiert unsere tochter auf mich ist. an sex war kaum zu denken, ich war total ausgepowert, sie kam bis zu 7x nachts und war nur mit der brust zu berühigen. wollte beim 2. kind schon gar net mehr stillen, im nachhinein war ich froh das ich es doch gemacht habe. er hat sich einglück mit knapp 9 monaten abgestillt, aber trotzdem ist die bindung auch sehr extrem.

Bild von biwi

hallo minni!
das stillen, vor allem das lange stillen wird sehr häufig in zusammenhang mit der engen mutter-kind-beziehung gebracht.
männer sind in der regel eifersüchtig auf das kind, das beginnt ja schon in der schwangerschaft; da können sie ja gar nichts beitragen, und wenn das kind da ist, dann auch nicht allzuviel, vielleicht wickeln, baden und anziehen, wo sie meistens auch sehr ungeschickt sind.
schlimm ist es für den vater anzusehen, dass sich das baby/kind meistens nur von der mutter beruhigen lässt, noch schlimmer, wenn diese beruhigung an der mutterbrust passiert.
natürlich hat man als frischgebackene mutter erheblich weniger zeit für den mann, man macht neben dem baby meist noch den haushalt, geht vielleicht schon wieder telzeit arbeiten etc; man ist dann froh, wenn das baby schläft, dass man für sich selbst ein weing zeit findet.
auch mein mann war sehr eifersüchtig, hatte oft zu mir gesagt, ich solle abstillen, da er darin den grund für die vernachlässigung ihm gegenüber sah.
aber es kommt die zeit, wo das kind von sich aus mit dem papa kuscheln möchte, viele dinge dann lieber mit dem papa machen will, wo dann die mama nicht mehr gefragt ist.
und auf die zeit soll sich dann dein mann freuen, auch du, denn dadurch wirst auch du sehr entlastet, und somit wirst du dann auch immmer mehr zeit für deinen mann finden.
lg
biwi

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