Abstillen


Babyfreundliches Krankenhaus:
Im Jahr 1991 haben die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Kinderhilfswerk der vereinten Nationen (UNICEF) gemeinsam die Initiative Baby-Friendly-Hospital (BFHI) gegründet. Ziel ist es, die Bedingungen für das Stillen zu verbessern und alle Mütter zum Stillen zu ermutigen. (Ausschließliches Stillen nach Möglichkeit)  mehr lesen

Abstillen – wann und wie? Die Geschichte des Abstillens
Mit freundlicher Genehmigung v. Gabi Hohmann,  LLL- Deutschland e.V.: Blickt man in die Geschichte zurück und betrachtet die Welt insgesamt, erstreckt sich die Stillzeit eher über Jahre als über Monate. Laut Margaret Mead und Niles Newton (1967) liegt die allgemeine Norm bei zwei bis vier Jahren.                               Zum Bericht Abstillen

Infos rund um das Thema Stillen
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Babysitter und Tagesmütter
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Frühgeburt
Die Geburt eines zu früh geborenen Babys ist für die Eltern eine tief eingreifende schockierende Erfahrung. Nichts ist so, wie man es erwartet hat. Völlig unvorbereitet müssen sie sich auf die Geburt und Elternschaft einstellen. Die Last der Verantwortung... Stillen von Frühgeborenen

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Vorteile und Nachteile des Stillens einmal aufgezählt

Die Vorteile des Stillens

Im Folgenden werden kurz die Vorzüge des Stillens gegenüber den etwaigen Schwierigkeiten, die das Stillen mit sich bringen könnte, aufgezählt. Muttermilch ist und bleibt die natürliche vorgesehene Nahrung jedes Säugetiers, eingeschlossen ist selbstverständlich auch der Mensch. Keine künstliche Milch wird sie je zu hundert Prozent ersetzen können, nur nachahmen. Als erstes ist der gesundheitliche Aspekt der Muttermilch für den Säugling zu nennen. Sie bietet - durch den Anteil von Antikörpern - großen Schutz vor Infektionskrankheiten und hilft gegen Allergien. In ihrer Zusammensetzung bietet sie all das, genau in dem Maße, in dem der Säugling es braucht. Das Gehirn kann sich optimal entwickeln. Sie ist leicht zu verdauen, sodass das Auftreten von Koliken und Verstopfung vermindert wird. Durch den Saugakt werden die Gesichtsmuskulaturen optimal trainiert und der Gaumen- und Kieferknochen entwickeln sich optimal. Die Zubereitung fällt weg, das Handling ist mit ein wenig Starthilfe leicht zu erlernen, sofort und überall abrufbar und immer ideal temperiert und sauber. Und das Beste: es ist umsonst! Durch das frühe Saugen an der Mutterbrust verringern sich die Blutungen und die Gebärmutter bildet sich rasch zurück. Die Gewichtsabnahme bei gleicher Kalorienzufuhr verläuft bei stillenden Müttern schneller. Der wichtigste Aspekt ist jedoch neben aller wirtschaftlichen und medizinischen Vorteile, der emotionale! Das frühe Anlegen verfestigt das Band zwischen Mutter und Kind sehr. Mutter und Kind werden zu einer Einheit. Das Kind kann sich der steten Fürsorge durch seine Mutter sicher sein. Das Stillen stärkt die Mutter darin, Vertrauen in ihre Fähigkeit zu haben, alleine für ihr Kind sorgen zu können. Es macht sich stolz mit dem Bewusstsein, dass Beste, was sie dem Wichtigsten im Leben geben kann, Liebe, Fürsorge und Ernährung zu hundert Prozent gegeben zu haben.

Mögliche Stillprobleme

Einige Nachteile bzw. Stillprobleme können sein:

  1. Junge Frauen sind oft sehr unsicher, ob ihr Säugling auch genug Nahrung erhält. Sie zweifeln an ihren Fähigkeiten ihr Kind alleine durch ihre Milch satt zu bekommen. Bei der Flaschennahrung ist es durch das direkte Sehen der Trinkmenge einfacher.
  2. Es macht die Mütter sehr abhängig von allem. Nur sie kann das Kind füttern. Manche fühlen sich dadurch unfrei und abhängig.
  3. Für manche ist es unvorstellbar an dem Ort in der Öffentlichkeit zu stillen. Sie sind genant und schämen sich. Dadurch kommt es zu Stresssituationen.
  4. Oft kann es durch Unwissenheit oder falsche Handhabung und mangelnde Unterstützung zu Komplikationen kommen (Brustentzündung, wunde Warzen, unruhige Stillkinder).
    Danach herrscht viel Angst und Niedergeschlagenheit.
  5. Oft herrscht ein permanenter Schlafmangel, da viele Kinder nachts regelmäßig gestillt werden wollen und alleine die Mutter für das Füttern zuständig ist.
  6. Viele Mütter sind durch die Berichterstattung der Medien verunsichert und haben Angst, dem Kind durch die Milch Schadstoffe zu geben, die sie krank machen.
  7. Viele "Weisheiten" und "Ratschläge" von Freunden und Familienmitgliedern verunsichern ebenfalls.

Folgende "Sprüche" könnten fallen:

  • die Milch macht nicht satt, ist dünn wie Wasser
  • das Kind darf nicht jede Stunde gestillt werden, sonst bekommt es Bauchweh. Milch auf unverdaute
    Milch zu füttern macht Durchfall und Blähungen.
  • Nachts muss es aber schon durchschlafen
  • Du musst es auch mal schreien lassen sonst verwöhnst du es zu sehr!
  • auf keinen Fall im Elternbett schlafen lassen, sonst bekommst Du es nie mehr da raus!
  • Du musst unbedingt Tee nachfüttern, das Kind hat bestimmt Durst!
  • nach einer Stunde ist noch keine Milch in der Brust, da müssen mindestens vier Stunden zwischen sein!
  • Du musst für zwei essen, sonst ist die Muttermilch nicht nahrhaft!

Nach allen für und wieder ist es jedoch ganz alleine die Entscheidung der Mutter, was sie für sich und ihr Kind aussucht. Jedoch seien Sie versichert: ein Versuch schadet nicht! Bei Fragen und Problemen und Sorgen und auch Ängsten wenden Sie sich einfach an das hier registrierte Fachpersonal. Melden Sie sich bei einer Stillgruppe an um Gleichgesinnte zu finden! Sie werden es nicht bereuen! Oder Fragen Sie hier auf Stillgruppen.de einfach das angemeldete Fachpersonal: eine IBCLC Laktationsberaterin, eine AFS Stillberaterin oder die Hebamme in Ihrer Nähe helfen gerne weiter bei Fragen zur Laktation, dem Abstillen oder der richtigen Stillposition. Ihr Säugling wird es Ihnen danken! Es ist gut gestillt zu werden und wenn alles klappt, dann blicken viele Mütter zurück auf eine schöne Stillzeit!

Stillen ist eine schöne Erfahrung!

Thema: Abstillen

Autor Claudia
    
Datum:01.05.02 22:21 Antwortenals Email verschicken

Ich habe meine Tochter Milena jetzt 6 Monate voll gestillt. Sie bekommt 5 Mahlzeiten pro Tag. Seit 1,5 Wochen füttere ich Mittags vor dem Stillen Gläschen zu, wir sind jetzt schon bei einem halben Gläschen und es klappt sehr gut. Nun griege ich Sie anscheinend abends bei der letzten Mahlzeit vorm schlafen gehen nicht mehr satt. Sie hat sich nach dem stillen immer problemlos hinlegen lassen, aber seit 2 Tagen weint Sie. Kann es sein das die Milch bei mir schon so zurück gegangen ist, oder kam vieleicht gleichzeitig ein Wachstumschub dazu? Läßt sich abends die Milch wieder steigern oder was soll ich jetzt machen. Wenn sie Mittags ein ganzes Gläschen schafft wollte ich mit der Nachmittagsmahlzeit anfangen diese abzustillen.

Claudia

Astrid
Datum:02.05.02 13:30 Antwortenals Email verschicken

Hallo Claudia,
Dein Körper merkt natürlich, daß er weniger Milch produzieren muß; zum Glück ist er aber so schlau, daß er dies zur ersetzten Mahlzeit, d.h. bei Euch Mittags merkt! Deshalb solltest Du Dir wegen dem abendlichen Weinen keine Gedanken machen, manche Kinder haben Phasen, wo sie nicht so einfach ins Bett gehen. Das hat nichts mit dem Stillen zu tun! Übrigens kann ich Dir nur empfehlen, die Beikost langsam einzuführen, damit sich der Darm des Kindes erst mit der Zeit auf die andere Ernährung umstellen kann! Übereile nichts, und laß dem Kind auch die Möglichkeit, sich langsam vom Stillen zu trennen. Meine Stillberaterin hat uns mal erzählt, daß manche Kinder, die zu schnell abgestillt werden, einen regelrechten Abstillschock bekommen, und sich erst in die neue Situation reinfinden müssen. Ich stille seit 21 Monaten und rate Dir: genieß es und laß Dir und Deinem Kind genügend Zeit, Euch zum richtigen Zeitpunkt abzustillen!
Liebe Grüße
Astrid

Claudia
Datum:02.05.02 22:32 Antwortenals Email verschicken 

Hallo Astrid,

vielen Dank für deine Nachricht, vieleicht hast du Recht gehabt und es ist wirklich nur so eine Phase, heute abend hat Milena sich wieder problemlos hinlegen lassen.
Mit dem Zufüttern lasse ich mir auch Zeit, deshalb hatte ich ja auch Angst bekommen das ich vieleicht schon schneller mit dem zufüttern machen muß, wenn sie abends nicht mehr satt wird.
Bin richtig froh darüber das ich was gefunden habe wo man sich mal austauschen kann.

Ich habe da noch eine Frage und zwar habe ich seit die kleine Zähne bekommen hat vor ca. 4 Wochen (sie hat jetzt 2 Zähne) einen Riss unter der Brustwarze gehabt, hat ziemlich weh getan. Und der Brustwarzenhof war gerötet und es sind kleine Pickelchen drauf. Daraufhin war ich bei der Frauenärztin und die hat mir eine Salbe verschrieben, weil sie meinte es könnte ein Pilz sein. Der Riss ist verheilt aber gerötet ist es immer noch und juckt ein bischen die andere Brust hat es jetzt auch abgekommen. Ich creme immer nach dem Stillen ein und vor dem Stillen wasche ich es wieder ab, aber es scheint sich nicht zu bessern. Hattest du sowas auch mal? Ich hatte bis jetzt keine Probleme mit wunden Brustwarzen etc. bis die Zähne von Milena kamen.

Viele Grüße
Claudia

Astrid
Datum:03.05.02 16:06 Antwortenals Email verschicken 

Hallo Claudia,
da es ein Pilz ist, mußt Du konsequent behandelt werden, d.h.: Pilz von innen aus dem Körper mit Tabletten oder Tropfen vertreiben; Genitalbereich testen und ggf. cremen.
Außerdem ist es wichtig, daß der Kinderarzt Dein Kind untersucht (Abstrich im Mund und Stuhluntersuchung). Falls Dein Kind auch den Pilz hat (würde für das Jucken der Warze sprechen, die nicht heilt), muß auch das Kind mit Tropfen und Creme behandelt werden. Wichtig ist äußerste Hygiene: Auskochen von Schnullis und Unterwäsche, Cremen der Warze, behandeln des Pilzes!
Genaueres werden Dir die Ärzte erklären (bei mir ist es nur Laienwissen).
Gruß
Astrid

Claudia
Datum:03.05.02 20:58 Antwortenals Email verschicken 

Hallo Astrid,

ich werde am besten mal nächste Woche noch einen Termin bei meiner Frauenärztin machen und Sie soll sich das nochmal anschauen, bei der Gelegenheit frage ich Sie dann auch ob es nötig ist mit der Milena beim Kinderarzt vorbeizuschauen.

Viele Grüße
Claudia

Astrid
Datum:03.05.02 21:24 Antwortenals Email verschicken 

Hallo Claudia,
ich weiß nicht, ob die Frauenärztin den evtl. Pilz eines Säuglings im Mund beurteilen kann!?
Ich wäre sicherer, wenn der KA sich das Kind anschaut!
Schönes Wochenende
Astrid

Romy
Datum:03.05.02 22:28 Antwortenals Email verschicken

Hallo,

ich habe Lenchen auch 6 Monate voll gestill und wir haben nun auch (auf raten des Arztes ) angefangen Brei zu füttern.
Mir ist auch aufgefallen, das Lenchen abends unruhiger einschläft! Sie ist im Moment auch besonders kuschelbedürftig! Es ist ja auch ein gewaltiger Schritt in Babys Entwicklung. Aus diesem Grund versuche ich die Umstellung so schonend wie möglich zu vollziehen. Nicht nur fürs Lenchen sondern auch für mich, denn ich geniese ebenfalls jede "Stillsitzung". Sicher geht es vielen Muttis so aber der 1. Brei macht doch, trotz alle dem, sehr, sehr, stolz oder?

Es grüßt alle ganz lieb
Romy und ein endlich zufrieden schlummerndes Lenchen

Astrid
Datum: 04.05.02 07:36 Antwortenals Email verschicken 

Hallo Romy,
genauso haben wir es auch gemacht: die Beikost wurde LANGSAM eingeführt und nicht nach "Plan" ersetzt. Für Franziska und mich war es so der richtige Schritt (wir haben auch erst spät damit angefangen)! Ich stille sie jetzt noch einmal am Tag morgens nach dem Aufstehen und wir genießen die Nähe (sie wird nächste Woche 21 Monate). Für einen Säugling ist es ein wahnsinniger Schritt von der Brust (Mutters Herzschlag, Wärme, Geruch...) zur Flasche, Löffel, Brei. Trotzdem ist es natürlich schön zu sehen, wenn Dein Kind (so wie bei uns seit einigen Monaten) alleine essen kann - und Du daneben sitzt und einfach nur staunst, wenn sie sagt: "ich alleine"! So sind die Eltern wahrscheinlich auf jeden neuen Entwicklungsschritt gespannt, stolz und glücklich!
Schöne Wochenendgrüße
Astrid

 

Thema: Abstillen

Autor  enibas
   
Datum:03.05.02 11:20 Antwortenals Email verschicken

Meine Tochter ist 9 Wochen alt. Sie wird nicht mehr von meiner Brust alleine satt, deshalb gebe ich ihr seit 2 Wochen die Flasche dazu (immer im Wechsel). Ist das zu schnell? Ich gebe Ihr mitlerweile Folgemilch 1 dazu, wweil sie das PRE nicht mag. Wie sieht das dann mit dem Stuhlgang aus ? Wieoft ist normal und wielange dauert die Umstellung im Körper? Meine Tochter hat alle zwei bis drei Tage Stuhl, seit ca. 1 Woche, dann aber richtig ,die Windel ist dann viel zu klein.
Wer weiss RAT!!!

Astrid
Datum:03.05.02 16:10 Antwortenals Email verschicken 

Hallo Sabine,
woher weißt Du, daß die Milch nicht reicht? Auch wenn es nicht die Antwort auf Deine Frage ist: MuMi ist das Beste für Dein Kind - und Dein Baby ist noch sehr jung - da tut der Nestschutz gut - auch für Allergievermeidung! Der Darm des Säuglings muß sich ganz langsam auf andere Kost umstellen. Ich würde an Deiner Stelle Kontakt mit einer Stillberaterin aufnehmen, damit sie Dir helfen kann, Angebot und Nachfrage der MuMi einzupendeln!
Solltest Du allerdings tatsächlich abstillen wollen, solltest Du Dir (weil Dein Kind noch so jung ist) unbedingt Rat beim Kinderarzt holen, damit Du nichts falsch machst!
Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende,
Astrid

Sylvia
Datum:03.05.02 18:06 Antwortenals Email verschicken 

hallo enibas,

ich weiß von meiner freundin, dass sie nach a. 11 wochen von heute auf morgen keine milch mehr hatte. ihre tochter hat nur geweint, weil sie hunger hatte. sie war es dann so leid, dass sie von heute auf morgen komplett umgestellt hat. die kleine hat von dem tag an nicht mehr geweint und meine freundin mußte noch nicht mal was gegen den milchfluss tun.
wenn du wirklich weiter stillen willst, dann ist es wichtig, dass du viel flüssigkeit zu dir nimmst und dass du keine diät machst, sondern ordentlich isst. aber wenn du abstillen willst, dann würde ich dir das gleiche wie astrid raten.
mit der pämpi kann ich dir leider nicht helfen, weiß nur dass bei meiner kleinen mit dem alter nach jedem stillen die pämpi nichts genutzt hat, der body, der pulli und der strampler waren durch und durch - konnte sie jedesmal danach komplett strippen und abwaschen. sei froh, dass die verdauung deiner tochter so toll ist und denk dir einfach es geht vorbei, so hab ich es auch gehalten und es ist wirklich besser geworden.
egal wie du dich entscheidest - drück dir die daumen, dass ihr zwei danach beide glücklich seit.

liebe grüße und ein schönes wochenende
sylvi

Bianka
Datum: 04.05.02 14:00 Antwortenals Email verschicken

Hallo Sabine,

ich hatte auch von Anfang an nicht genug Milch, was aber an meiner Tochter lag, die immer an der Brust eingeschlafen ist. Auch wenn Du jetzt zufütterst, ich würde mir kurzfristig! mal eine Waage holen, nicht, daß Dein Kind nur wegen dem Saugbedürfnis den Eindruck macht, das es noch nicht satt ist. Normalerweise stellt sich Deine Brust ja auf den Bedarf Deines Kindes ein. Wenn ja, würde ich, wie die anderen Muttis raten lieber öfter anlegen, viel trinken usw.
Was den Stuhlgang betrifft, der ist bei uns genauso, ich mußte auch auf die größeren Windeln umsteigen, weil alles oben rausgelaufen ist.

Viel Glück - Bianka mit Doro

 

Thema: hilfe, wieder mal abstillen?!

Autor   sanne
   
Datum:06.05.02 20:59 Antwortenals Email verschicken 

hallo forum, hallo astrid (da langzeitstillerin)

schlage mich immer wieder mit dem selben problem herum

joy ist sehr schlank, wir am 12. 9 monate & geburtsgewicht nicht verdoppelt,
am Mittwoch gehe ich zum kinderarzt, mit dem ich heute bez. meines problemes telefoniert habe
habe heute das 1.x meine tage bekommen, gestern trank joy gar nichts.. nuckelte nur am busen und den tag davor nur 1 brust statt beide. tagsüber wollte sie nicht mehr stillen, davür sehr früh am morgen so zw. 6 /7 uhr und dann haben wir beide noch ne runde geschlafen bis 8

hat mich also stutzig gemacht, aber als ich heute Mittag entdeckte, das ich meine periode habe war mir alles klar, dazu kommt schnupfen mit durchsichtig laufender nase (wie sich das anhört ) also nicht verwunderlich wegen dem nichts / schlecht trinken

obere zähne brechen durch, so rippelt sie wieder am busen (wer es noch weiß ich hatte so gr. probleme als die unteren zähne kamen) ich bin mir sicher das spielt sich wieder ein, & wenn sie so gut trinken würde wie einige von euren kleinen, die über 6 mon. alt sind, dann würde ich nicht so unsicher sein

nun zur frage: abstillen (auslaufen lassen d.h. nicht vorenthalten & aber nicht anbieten) wobei ich mir fast sicher bin, wenn ich nicht anbiete will sie nicht! die letzte zeit war es nämlich so, ich kam mit der brust und sie schob sie mit beiden händen energisch weg!

die ärztin hatte ich heute also gefragt was ich ihr anbieten könnte bez. der milch / calzium
sie hat geleich gemeint abstillen ist ok, müsste fläschchen anbieten wollte aber nicht zur flasche, sondern hatte gefofft sie könne das so trinken mit schnabeltasse od. als brei.

dann meinte sie, ok brei könne ich versuchen (habe sogar noch probe päckchen) sie meinte auch es wäre schöner gewesen wenn ich noch 2 mon. länger hätte stillen können aber es sei nicht schlimm
ich weiß leider nicht wie es von vaters seite mit allergien aussieht, er sagt auch nichts dazu

so, lange rede kurzer sinn
abstillen d.h brei füttern (brachte es heute noch nicht übers herz)
od. ausharren und hoffe das sie heute nacht / morgen früh trinkt und die tage weiter
ich hatte ja mal geschrieben, im herzen weiß jeder was er will, wenn er rat sucht,
ich möchte noch keine milch füttern, aber joy war noch nie einfach mit dem stillen & scheint nicht mehr zu wollen (biss ich auch 2x letzte woche)
habe eben angst wegen mangelernährung ohne milch
könnte auch ziegenmilch vom bauernhof bei mir im ort bekommen denke aber die aufgeschlossene milch ist noch besser als ziegenmilch?!

ratlose sanne & baby joy

Astrid
Datum:07.05.02 08:23 Antwortenals Email verschicken 

Hallo Sanne,
ich bin natürlich (da Langzeitstillende) keine Befürworterin fürs schnelle Abstillen. Zuerst mußt Du Dich fragen, was DU möchtest: möchtest Du Joy gerne weiter stillen, damit sie LANGSAM (nämlich Mahlzeit für Mahlzeit) an den Familientisch gewöhnt wird oder möchtest Du JETZT aufhören und sie möglichst schnell entwöhnen?
Wenn Du die Frage mit Dir geklärt hast, kannst Du Joy weiter die Brust geben. Allerdings kannst Du durchaus mit Beikost anfangen (falls Du es nicht schon getan hast): Mittags langsam mit Gemüse+Kartoffeln anfangen.... danach evtl. Nachmittags einen Getreide-Obst-Brei. Später Abends einen Brei (oder wenn schon Zähne da sind, Brot) und als letztes Morgens ein Müsli, Quark, Brot, oder was Du für gut findest...
Solange eine Mahlzeit nicht voll ersetzt ist, würde ich die anderen voll stillen.
Ich habe es so gemacht und würde es immer wieder so tun. Franziska wird heute 21 Monate und trinkt morgens noch ihre Mama-Mimi. Bei uns stillen wir uns gegenseitig langsam ab - und ich finde das so o.k.
Letztendlich mußt Du den richtigen Weg für Euch finden, daß kann Dir niemand abnehmen. Allerdings solltest Du Dir nicht wegen dem Gewicht von Joy Gedanken machen, solange sie fit ist und die Windeln voll werden, geht es dem Kind gut. Besser zu leicht, als schon im Kleinkindalter zu träge und dick, oder?
Liebe Grüße
Astrid

Sylvia
Datum:07.05.02 12:13 Antwortenals Email verschicken 

hallo sanne,

ich finde astrid hat es wieder einmal prima formuliert.
erst mußt du wissen, was du willst und dann kannst du dich entscheiden ob ganz abstillen oder nur zufüttern.
besonders gut gefällt mir der satz von astrid, besser im kleinkindalter zu dünn, als zu dick oder zu träge. denke auch, sie werden von alleine dick. manche kinder sind halt nicht pumelig oder haben babyspeck. aber so lange es joy gut geht, dann ist es doch ok.
hm, muß leider aufhören, lea ist wach geworden, eigentlich wollte ich ja noch was zu periode fragen - ob du denkst, dass joy deswegen nichts trinken möchte - muß aber leider

wünsch dir einen sonnigen tag
sylvi

sanne
Datum:07.05.02 20:58 Antwortenals Email verschicken

hallo ihr lieben, ihr habt recht, wissen was man selbst will

also ich WILL stillen, joy macht mir einen strich durch die rechnung!
stille schon lange nicht mehr voll:

Sie bekam 1. mahlzeit ersetzt mittags (kürbis mit reis & später kürbis mit selbstgekochten kartoffeln)
2. abends getreidebrei reis, & jetzt hirse, dinkel, gries mit wasser & etw. obst & 1 el. Öl leider verträgt sie es nicht bzw. jetzt seit 10 tagen scheint es ok zu sein, wenn ich nicht zu viel gebe
3. frühstück nur getreidebrei mit Öl & etw. puderzucker & eben wasser

zwima war / ist mal reiskeks, brötchen, dinkelzwiback
ärztin meinte ab 6. LM kann ich glutenhaltiges geben

wollte sie zur nacht, & zu den zwima´s & morgens stillen aber wie geschrieben lehnt sie die brust ab.
hatte doch früher schon mal berichtet, das sie beißt, trinkt bis der milcheinschuss kommt etc

ok und eben seit vorvorgestern wollte sie nicht mal die brust am frühen morgen
ich panik... mein kind braucht ja calzium / milch was tun

mit ärztin gesprochen & sie meinte milchfläschchen od. brei wäre zwar besser wenn joy noch 2 monate gestillt hätte. Aber ich soll keinen stress machen

war gestern abend schon davor meine probepäckchen zu füttern, um 16 uhr war das telefonat mit kinderärztin und um 18 uhr versuchte ich joy zu stillen & siehe da sie trank mit begeisterung & auch heute morgen ganz normal

heute abend wollte sie gar nichts!!! sie drückte die brust weg, ignorierte mich, sonst schaut sie immer wenn ich mit ihr spreche und so gestern war ich also echt happy weil sie wieder getrunken hat und heute wieder ablehnung. deshalb meine frage an euch
... morgen den arzttermin wird wohl ergeben ich solle dringend milchnahrung geben!
... wie gesagt ich würde schon gerne noch weiter stillen aber denke wenn sie nur 1x am tag trinkt, das reicht ihr mit 9 mon. An milch doch nicht?!
Zudem kommt das sie eben noch immer so dünn ist, hat ihr geb. gewicht noch immer nicht verdoppelt :-(

oh sylvia, meine freundin mit ihren 4 kids hat bei sich beobachtet, das ihre kinder immer 1-2 tage vor der periode nicht mehr gestillt werden wollten. da sei es möglich, das sie milch einen anderen geschmack annimmt
bis morgen!
sanne & die friedlich schlummernde mit schnupfen geplagte joy

astrid
Datum:07.05.02 21:13 Antwortenals Email verschicken

Hallo Sanne,
als Zwischenmahlzeit würde ich ihr Obst anbieten. Vielleicht ist sie heute Abend noch von der Zwima satt gewesen, als sie nicht trinken wollte. Evtl. holt sie die Abendmahlzeit nach, wenn sie Hunger hat.
Du gibst der Kleinen ja Getreide und Vitamine (Obst!!!), deshalb denke ich nicht, daß Fertigmilch nötig ist. Falls sie mag, kannst Du ihr morgens ja einen Schmelzflockenbrei mit Milch machen, so bist Du beruhigter. Es gibt auch Milchmüslis für Kleine (ich mache es selber), da kannst Du auch Sahne, Joghurt oder Milch reintun. Ich würde mich einfach mal mit einer Ernährungsberaterin zusammensetzen, die stillfreundlich ist und Dir Tips geben kann (so habe ich es gemacht). Außerdem das Babykochbuch von Monika Arndt, und wenn Joy möchte, Deine MuMi - dann kann nichts mehr schiefgehen!
Gute Erfolge beim KA
wünschen
Astrid und Franziska

sanne
Datum:07.05.02 21:33 Antwortenals Email verschicken

astrid, meinst du die "normalen" milchbreie, die man mit wasser anrührt die aber milch enthalten?
wenn ja, das ist das, was die Kinderärztin meinte ich solle schauen ob sie das mag, wenn nicht müsste ich fläschchen

denke sie würde es essen, da sie ja die anderen breie isst, die ja mit wasser angemacht werden
übrigens sahne gab ich ihr 1x am tag weil sie die breie gar nicht mochte
du meinst nicht das es was macht die milch sache vor dem 1. LJ

so long & ich bin gespannt ob sie morgen früh lust auf meine brust hat

Astrid
Datum:08.05.02 08:17 Antwortenals Email verschicken

Hallo Sanne,
ich habe Franziska erst lange nach dem ersten Geburtstag Kuhmilch gegeben. Da Du allerdings geschrieben hast, daß Du an Breie denkst und an Fläschchen, dachte ich, daß Du die Breie mit Milch zubereitest.
Ich kenne ein Milchmüsli von Milupa, dass man mit Wasser zubereitet und in dem Milchpulver enthalten ist. Andere Breie kenne ich nicht, da ich nie welche zubereitet habe.
Gruß
Astrid

Sylvia
Datum:08.05.02 10:27 Antwortenals Email verschicken

hallo sanne,

ich bin wirklich gespannt was der ka heute zu dir gesagt hat.

also lea bekommt ja auch zum abendessen milchbrei, dieser brei wird auch mit wasser zubereitet und er schmeckt ihr gut. wir nehmen immer den bananen-milchbrei von milupa ist ab dem 4. monat.

am anfang habe ich auch als zwischenmalhzeit obst gefüttert, aber das hat nicht lange gedauert und sie hat es mir verweigert. sie will nur noch mittags gefüttert werden und dann noch bei dem brei und den rest vom tag will sie nur das essen, was sie selber aus ihren händchen muffeln kann. also habe ich mir keckse für babys gekauft - ohne zucker. die liebt sie sehr. klar ist obst gesünder, aber wenn sie es nicht will - ab und an isst sie mal nee erdbeere mit oder ein biss von der banane, aber das war es dann auch. und ich muß sagen mit den kecksen oder waffeln fahre ich supi gut - ich habe mir aber jetzt selber noch tipps für mahlzeiten geholt, leider habe ich aber noch nicht das email gelesen. wenn ich es durch habe und es dich intressiert, kann ich es dir ja zukommen lassen wenn du möchtest.

so, jetzt muß ich mich aber wieder sputen.
liebe grüße

sylvi

sanne
Datum:08.05.02 14:55 Antwortenals Email verschicken

hallo sylvi, hallo astrid

das wetter strahlt und ich schnupfe mit meiner maus um die wetter, aber wir haben soweit gegen schnupfen nichts verschrieben bekommen, ich habe ja noch die globili von weleda zur not

sie meinte joy sei top fit motorisch, ich solle schauen das ich ihr viele grenzen setzt aber das hat sie ja,
gefüttert wird nur auf dem schoß, da klemme ich mir ihren rechten arm an meine seite, den linke halte ich, sie bekommt 15 min die chance zu essen & will sie dann nicht, gibt es nichts bis zu zwima
dann ist das schlafengehen auch geregelt und ausgestanden, hatte ja mal berichtet, das sie nur 20 min. mittagschlaf machen wollte und dann raus wollte.

ja und nun meinte sie ich solle sie an den laufstall gewöhnen, damit sie lernt an ihre "grenzen zu stoßen"

gewicht... in 4 tagen wird sie 9 monate alt und hat gerade mal 7100 gr. aber die kurve ist beständig, sie nimmt immer zu aber eben sehr wenig, sei absolut ok

milch könnte ich ihr geben 0,2 liter am tag, z.B abends, wenn sie morgens das stillen mag od. milchbrei
den gab es heute früh vor dem arzttermin und berichten zu können.
getreidebrei isst sie morgens immer alles, milchgriesbrei von humana (probepackung) 4 löffel
ecklige süße pampe...
nun meinte sie eben normale milch od. die abendbreigläßchen
muss aber sagen, das es bei mir echt ne kostenfrage ist, kann mir das nicht leisten jeden tag 2 gläßchen!
da sie i.d regel 1/2 kürbisglas bekommt & 1/3 obstglas und dann noch den abendbrei.
bin jetzt schon dazu übergegangen selbst apfelmus zu kochen, einzufieren was super geht & ihr schmeckt nun ist sie auch nicht mehr empfindlich was die fruchtsäure anbelangt

heute gab es z.B. kein gläschen, ich machte für uns blumenkohl & sie bekam blumenkohl mit 1 kartoffel was sie verschlang... na ja wer das frühstück verschmäht :-)

also lange rede kurzer sinn

normale milch od. soll ich ha kaufen od. diese milchbreie??
ach und sylvia her mit den tips!

machts gut & schönen feiertag

Sylvia
Datum:08.05.02 19:34 Antwortenals Email verschicken 

hallo sanne,

das sind doch supi nachrichten. wenn sie ja immer regelmässig zunimmt ist es doch ok und der ka scheint doch auch sehr zu frieden zu sein - glückwunsch!!!

mit den gläschen hast du recht, sie sind nicht gerade billig, versuche auch für lea mit zu kochen, aber meistens verweigert sie das selbstgekochte und ist dann total heiss aufs gläschen. naja, hab noch hoffnung und denke wenn mal mehr als zwei zähnchen da sind, dann funktioniert es auch besser mit dem selbstgekochten - hoffentlich...

so und jetzt zu den tipps wegen futtertipps:

-für nachmittags: mit Zwieback, Obstsaft und Obst selbst einen Zwieback-obst-brei zusammenrühren
- für morgens einen toast ungetostet mit butter und später mit marmelade oder halt ein landbrot ohne kruste
- mit dem apfelmus für aufs bort hast du ja schon selber erwähnt für morgens
- für abends aufs brot käse oder wurst - kommt halt drauf an wieviel zähne deine maus schon hat und wie es mit der allergie bei euch aussieht
- was man auch gut für zwischendurch füttern kann ein paar scheibchen banannen - sind schön weich
- für mittags: püree mit spinat und hackfleisch kommt immer gut an oder spaghetti klein geschnitten mit tomatensoße und broccoli oder wirsing mit einer zerdrückten kartoffel
- mit fisch hat es lea nicht, aber vielleicht dein schatz usw.

hoffe ich konnte dir ein paar vorschläge unterbreiten und es ist auch was für dich dabei - wenigstens das eine oder das andere, würde mich sehr freuen.

wünsch euch noch einen schönen papitag - für uns ist es ja auch morgen der erste -werden ihn gemeinsam feiern und irgendwo ins grüne fahren

liebe grüße
sylvi

sanne
Datum:08.05.02 20:36 Antwortenals Email verschicken

hallo sylvia

papitag...
habe erst diese woche wieder mal versucht kontakt zu joys vater aufzunehmen, da ich eben ganz dringend wissen will wie es mit allergien von seiner fam. / ihm aussieht.

aber er hat nicht mal interesse mit diese mitzuteilen.

werde joy, mein pflegekind und mich selbst morgen verwöhnen und hoffen das wir unsere erkältung gut ausstehen & das joy kein fieber dazu bekommt.

milchbrei füttern war heute kein erfolg
weder der morgenbrei noch der aus dem gläschen am abend.
aber joy war sehr sehr quengelig da angeschlagen & die zwima hat sie gut verspeißt

danke für die tips!!!
brot mit butter hab ich vor 3 tagen 2x versucht, sie saugt die butter runter und braucht zu lange um das brot mit ihren 2 1/2 zähnen zu essen das sie davon satt werden könnte.
dennoch biete ich ihr immer noch brot nach dem brei an.

so long!!! übrigens wurde vorhin der laufstall aufgebaut

Sylvia
Datum:09.05.02 09:46 Antwortenals Email verschicken 

hallo sanne,

ups... habe gar nicht mitbekommen, dass dein pflegekind, joy und du alleine seit. hoffentlich habe ich dich nicht verletzt, wollte ich wirklich nicht.

mit dem brot ist das bei uns auch so eine sache - eigentlich kann sie das brot schnell essen wenn sie will, aber meistens hat sie keine zeit dazu. wo es prima und schnell funktioniert - was aber garantiert keine sehr gute erziehung ist (schäm) - ist in der badewanne, im einkaufswagen oder im kiderwagen. im hochstuhl habe ich damit kein erfolg.

wünsche euch heute einen supi feiertag, viel spaß und korriert eure erkältung richtig aus.

liebe grüße
sylvi

sanne
Datum:09.05.02 11:04 Antwortenals Email verschicken

nee sylvia

ist schon in ordnung
für mich ist das so od. so interessant wie ihr die typischen vatertags rituale begeht.
vatertag war i.d. regel doch ein "wander & saufgelage" wenn jetzt die papas hier z.t. eben das erste mal richtig vatertag haben, wird es vielleicht anders sein

nun ich muss mich schon immer richtig herumplagen

war erst mit joy & 2 wauzis alleine,
war im mutter & kind programm was hier in baden württemberg von der sozialhilfe aus geht
da ich aber haus, bausparvertrag, lebensversicherung habe bekam ich nur ein darlehn.
jetzt mit dem pflegekind habe ich wieder einkommen, muss die bisher geleisteten summen gleich zurückzahlen

aber es tut meinem ego gut weiter zu kämpfen
bis heute zahl joys vater keinen cent für seine tochter noch für mich
dafür hat er eine tochter, die nur 4 monate jünger ist als joy

allein die vorstellungen, das die 2 mädels sich irgendwann mal kennenlernen

oh und das brot, das gibt es bei mir dann auch beim auto fahren bzw. wenn ich schnell irgendwo reinrenne um was ohne meine tochter zu besorgen, so ist sie geduldiger
aber i.d. badewanne
sonnigen tag auch
sanne & so

Sylvia
Datum:09.05.02 18:47 Antwortenals Email verschicken 

hallo sanne,

mensch da bin ich aber froh!!!
wir haben keinen typischen papitag gemacht. sind zwar nach cochem an die mosel gefahren. haben aber dort eis gegessen und sind spazieren gegangen. von alkohol keine spur. haben dann noch eine aus dem schwangerschaftskurs/wochenstation und rückbildung getroffen mit ihrem mann und kind. die sind total lieb und lea und nico haben bald eine halbe stunde zusammen gespielt - naja, was man so spielen nennt.

ich finde es sehr intressant, was du geschrieben hast. intressiert mich. was ich nicht verstehe ist, dass du noch ein pflegekind bekommen hast, obwohl kein papi da ist, oder bin ich wieder verkehrt. sorry, mußt nicht drüber berichten, aber entweder habe ich den part hier im forum verpasst, oder mir ist er entfallen oder es wurde noch nicht drüber berichtet...
ich finde es von dir aber total toll wie du damit umgehst und wie du kämpfst. vor allem finde ich es hart, dass joy`s papi noch nee tochter hat, die 4 monate jünger ist - hoffentlich steht er wenigstens dazu. ich kann deine vorstellung verstehen, für mich wäre es auch ein albtraum, wenn ich in der situation wäre.

darf ich mal fragen wie alt du bist.. oder werde ich jetzt zu neugierig?

wünsch dir trotz allem noch einen schönen abend

liebe grüße
sylvi

sanne
Datum:09.05.02 21:57 Antwortenals Email verschicken

hallo sylvi

irgendwo hatte ich mal berichtet ist aber schon länger her

bin erzieherin, 33 und wenn ich sage pflegekind ist es für alle verständlicher & einfacher

es ist eine erziehungsstelle die ich habe, das ist eine art pflegestelle. habe im kinderheim i.d wohngruppe gearbeitet und wollte das mit der erziehungsstelle schon machen, bevor ich schwanger geworden bin.
dann hätte ich 2 kids bei mir aufgenommen. dann wäre ich zwar 100 % eingespannt aber hätte verdienst gehabt wie eine vollzeitstelle

beweggründe damals das den kids in enger heimeligen atmosphäre mehr geholfen werden kann als im heim wo man oft im einzeldienst ist mit 9 kids & jugendlichen

jetzt sind die beweggründe eben joy.

so long & löchere mich wenn du noch was wissen willst

Sylvia
Datum:10.05.02 08:23 Antwortenals Email verschicken 

hey sanne,

vielen dank für die info. jetzt bin ich doch schon wieder schlauer.

ist doch eigentlich ganz schön, wenn sich das so gut vereinbaren lässt. vor allem ist es doch auch für dich eine kleine hilfe, meine wegen joy - dann hast du auch mal ein babysitter zur hand und ihr zwei seit nicht ganz alleine.

was mich eigentlich noch intressiert, obwohl es mich wirklich nichts angeht - wie gesagt kein antwortszwank - fragen kann ich ja und wenn es dir zu intim wird, dann will ich auch keine antwort. also ich trau mich mal...

der papi von joy, war der verheiratet bzw. ist er verheiratet, weil du geschrieben hast, dass er noch eine andere tochter so schnell bekommen hat..

wünsch euch noch einen schönen freitag.

liebe grüße
sylvi und lea

sanne
Datum:10.05.02 14:08 Antwortenals Email verschicken

hallo sylvi

na wenn ich das wüßte...

joy vater hat wärend der kurzen bez. zu mit eine andere freundin gehabt, sie hat 3 kids aus 1. ehe & sie sind zusammengezogen (haben ne wohnung gesucht als ich noch von nichts wußte) und er lebt jetzt mit seiner neuen fam. zusammen.

ob sie verheiratet sind entzieht sich meiner kentniss

seine lebensgefährtin hat mir einfach mal den link auf ihr homepage geschickt wo sie u.a. ihre tochter vorstellen

joy´s papa hätte jetzt selbs jem. der ihn anlacht, wenn er von der arbeit kommt

nun ja that´s live

sanne & so, die ihr "pflegekind" seltenst zum babysitten einspannt, aber die so mal merkt, wie toll es ist, wenn nur mal jem. für 20 min das kind auf dem arm hat
meine sehnenscheidenentzündung dankt es ihr

Sylvia
Datum:10.05.02 14:31 Antwortenals Email verschicken 

hallo sanne,

also das ist ja der hit mit dem link zu der homepage
wie ist die denn drauf? also ehrlich, ich glaub ich hätte mich tierisch geärgert
aber wie sagst du so schön: that`s live - aber trotzdem....

anscheinend ist es auch besser das joy ihren papi gar nicht kennen lernt, wenn ich sowas höre.

bin nur froh, dass du trotz allem so glücklich mit deinem schatz bist. denke sie wird garantiert bald einen ganz lieben papi finden, der es wert ist papi genannt zu werden.
so wie ich dich jetzt vom forum einschätze findest du bestimmt einen ganz lieben papi für joy der nicht so gemein zu euch beiden ist. drück euch auf jedenfall ganz doll die daumen dafür.

außerdem wünsch ich dir noch gute besserung und rasche genesung.

bis bald
sylvi

ps: finde es wirklich toll von dir wie du mit der situation umgehst und wie du drüber schreiben kannst....

sanne
Datum:10.05.02 23:35 Antwortenals Email verschicken

hey sylvi

is(t) ja lieb deine mail

ich denke jede(r) hat so sein päckchen zu tragen

joy vater hat mir sehr schnell gesagt / gezeigt, das er nie zu seinem kind stehen wird, dennoch bin ich sehr sehr enttäuscht, das er mir nicht mal in elementaren fragen die nur seine tochter betreffen auskunft gibt

trotzdem bin ich ihm ewig dankbar denn selbst für jem. der immer mit kids zu tun hat wollte ich trotzdem keine eigenen...

joy war das beste was mir je passiert ist!!!

danke auch für die "gute besserung" aber die sehnenscheidenentzündung hatte ich schon i.d. schwangerschaft und sie wird fast von tag zu tag schlimmer, keine ahnung wie / wann das wieder weggehen soll
hat jem. tips dazu?

schönes wochenende euch allen

oh, habe seit 2 tagen einen laufstall im esszimmer stehen, joy hat noch keinen horror davor aber freut sich irre wenn ich mich runter bücke um sie dort raus zu holen

Sylvia
Datum:11.05.02 08:30 Antwortenals Email verschicken 

hallo sanne,

ich habe schon sehr oft von mamis gehört das sie eigentlich keine kinder gewollt haben und als dann der wonneprobben da war, waren sie überglücklich und dankbar dafür.
es ist doch was anderes ein eigenes kind zu haben, als pflegekinder groß zu ziehen.

muß sagen, finde es auch sehr blöd von joy`s papi - er könnte doch wenigstens die fragen zu den allergien oder so beantworten ist doch wirklich wichtig es zu wissen. aber was will man dagegen tun, wenn jemand so sturr ist??? sich über ihn ärgern bringt nix, also bleibt wirklich nur die pure enttäuschung.

ich habe auch für lea einen laufstall. sie meckert schon wenn ich sie rein setze, aber sie meckert so oder so wenn ich sie irgendwohin setze. aber wenn sie dann ihren turm sieht, dann schmeist sie ihn um und freut sich ganz doll - ist schon witzig. bin wirklich froh, dass wir einen haben, er ist doch sehr oft eine erleichterung, gerade jetzt wo lea die welt entdeckt. so muß ich sie nicht immer mitholen beim wäsche umfüllen usw. setze sie aber nur rein, wenn ich was machen muß wo sie nur unsinn anstellt, wie z.b. wäsche zusammen legen, sie bringt es fertig und macht mir die ganze wäsche wieder durcheinander...grins

tja und jetzt zu deiner sehnenscheitentzündung: hast du keine gute salbe und einen verband drum gemacht???
wenn doch, dann denke ich, dass nur noch ein gips helfen kann, damit sich die hand/der arm wieder beruhigt. aber ich bin ja kein arzt, was sagt denn der dazu?

so, jetzt mach ich mal wieder schluß, sonst kennt meine begeisterung wieder kein ende.

schönes wochenende
sylvi


sanne

Datum: 11.05.02 14:22 Antwortenals Email verschicken

hey sylvi

nun arzt meinte ich solle den arm auf keinen fall ruhig stellen mit verband od. so
es gäbe tabletten aber ich stille ja noch (klappt übrigens wieder zumindest zu 100 % am frühen morgen und zu 80 % am abend)
dann hatte er noch was von operation gesagt
gibs? vielleicht aber wie soll ich das mit gips schaffen???
muss doch alles alleine machen

joy hat sich schon immer gut in ihrem zimmer beschäftigt,
sie kennt das, auch mal alleine was zu tun und so war das mit dem laufstall wohl auch nicht so schlimm für sie.
jetzt ist vor ihrer zimmertüre ein gitter
laufstall & gitter sind eher zum schutz da
neulich robbte sie aus ihrem zimmer in den gang, hatte den wassernapf der hunde (habe 2) ausgelehrt & patschte munter ins wasser. komplettes umziehen stand auf dem programm.

oder wenn die wauzis ihre tennisbälle anschleifen, sie demonstrativ joy vor die füße od. i.d schoß legen damit sie die bälle wieder wirft... dann wandert das gute stück zuerst in den.....na ja schweigen wir lieber

so haben die wauzis freie "fahrt" wenn joy pennt od. ißt od. im zimmer/laufstall ist & danach wird druchgesaugt damit die kl. ästchen etc. weg sind und dann sperre ich die hunde bei schönem wetter raus i.d. garten auch mit einem gitter getrennt und joy hat freihe fahrt...

hin und wieder habe ich dann gasthunde so wie dieses wochenende gleich 2, dort i.d familie gibt es ein baby das 2 monate jünger ist als joy.
so brauche ich mir keinen kopf machen wenn ich das alles ein wenig trenne...

schönes wochenende noch, auch wenn wir schon wieder regen haben

Thema: Brust spannt & Abstillen

Autor Petra
   
Datum:17.05.02 17:46 Antwortenals Email verschicken

Hallo!
Ich würde gern aus versch. persönlichen Gründen abstillen, d.h. versuche das nun seit etwa 2 Wochen. Der Kleine kriegt jetzt mittags + abends eine Flasche, ich stille ihn abends, pumpe sonst anfangs alle 3 Std. ab und konnte den Zeitraum auf etwa 5 Std. verlängern. Danach spannt es aber dermaßen doll, dass ich pumpen muß. Die Milch schießt dann schon von selber los, auch wenn der Kleine nachts trinkt, kommt er kaum mit dem Schlucken nach.
Wie kann ich denn die Milchmenge noch mehr reduzieren bzw. wie bringe ich meinem Körper bei, dass er nur noch nachts Milch produzieren "muß"? Brauch ich mehr Geduld oder kann man das beschleunigen? Zwischendurch habe ich schon versucht, die Milch auszustreichen, das soll angeblich weniger zur Nachproduktion reizen, stimmt das? Ach ja, für Beikost ist Tim zu klein, er kriegt hypoallergene Nahrung 1.

Bin für jeden Tipp dankbar!
Petra

Astrid
Datum:17.05.02 20:15 Antwortenals Email verschicken

Hallo,
wenn Du Dir wirklich sicher bist, daß Du abstillen möchtest, dann solltest Du Deinen Kleinen nur noch Abends anlegen, wenn er MuMi bekommen soll. Zwischenzeitlich solltest Du nicht abpumpen, sonst merkt Dein Körper nicht, daß er nicht mehr produzieren soll. Ich würde allerdings (so ist es sicherlich für Dich besser wg. der Milchmenge) Mahlzeit für Mahlzeit nach und nach mit Flaschenkost füttern. So kann Dein Körper die Milchproduktion langsam einstellen, und Du läufst (bis sich Angebot und fehlende Nachfrage eingependelt haben) nicht ständig aus . Außerdem muß sich der Darm und der Magen Deines Kleinen erst an die MuMi-fremde Nahrung gewöhnen, und da der Darm im ersten Jahr erst allmählich "ausreift", sollte man ihm wenigstens ein paar Wochen für die Umstellung geben.
Gruß
Astrid

Sylvia
Datum: 17.05.02 20:42 Antwortenals Email verschicken 

hallo petra,

ich kann astrid nur beistimmen. solange du abpumst kann deine brust sich nicht auf den abend einstellen oder die nacht.
ich habe auch die mahlzeiten nach und nach ersetzt und die milch hat sich lea`s bedürfnissen angepaßt. d.h. ich stille auch nur noch vorm schlafen gehen und nachts - funktoniert prima. denke du brauchst einfach geduld und deine brust bzw. milch braucht auch ein bissel sich auf die neue situation einzustellen. auch wenn du das gefühl hast, dass deine brust platzen würde, dann darfst du nicht abpumpen, es dauert ein paar tage und die milch hat sich darauf eingestellt.
drück dir die daumen.

schöne pfingsten
sylvi

 

Thema: Nicht ganz abstillen - klappt das?

Autor Petra
Datum:11.05.02 14:51 Antwortenals Email verschicken

Hallo!
Ich würde gern nur noch morgens und abends stillen, da ich tagsüber stundenweise arbeiten möchte - das Baby ist jetzt drei monate alt - und ihr tagsüber am liebsten Flaschenmilch (HA1) geben. Mit dem Abpumpen hab ich schon diverse Versuche unternommen, komm damit nicht klar, tut weh und es kommt nicht genug dabei raus (etwa 50-60ml pro Pumpen, da wäre ich den ganzen tag mit Pumpen beschäftigt, die Zeit+Möglichkeit hab ich bei der Arbeit nicht).
Nun meine Frage: kann das klappen? Stellt sich der Körper darauf ein, nur noch morgens und abends Milch bereit zu haben oder lauf ich dann den ganzen tag mit prallen Brüsten rum (hab derzeit eher zu viel als zu wenig Milch). Wer hat erfahrungen damit?
Viele Grüße, Petra

sylvia
Datum:11.05.02 18:27 Antwortenals Email verschicken

hallo petra,

klar funktioniert dass nicht ganz abzustillen!

am anfang wirst du schon pralle brüste haben, sie brauchen ja auch eine zeit sich auf die neue situation umzustellen.
ich selber habe mit 8 monaten angefangen nur noch vor dem schlafen gehen, nachts und beim aufstehen zu stillen und es hat prima funktioniert und funktioniert immer noch (sie ist jetzt fast 10 1/2 monate alt).

mit dem abpumpen kann ich dir voll und ganz nachfühlen. habe es einmal probiert und nie wieder. es hat mir dermassen weh getan, weiß nicht ob ich was falsch gemacht habe, aber nach dem 1. versuch habe ich es gelassen.

es ist zwar schade, dass du nicht länger voll stillen kannst, aber wenn du arbeiten gehen möchtest und es mit dem abpumpen nicht funktioniert, dann ist es halt so.

wünsche dir einen schönen ersten mamitag
liebe grüße
sylvi

Astrid
Datum:11.05.02 21:12 Antwortenals Email verschicken 

Hallo Petra,
der Körper ist schon gut eingerichtet: er merkt, wann er Milch produzieren muß und wann nicht!
Ich stille seit 21 Monaten - mittlerweile nur noch Morgens. Genau dann ist die Milch da!
Vor kurzem mußte ich von einem auf den anderen Tag wieder voll stillen - und nach ganz kurzer Zeit merkte es mein Körper und produzierte so viel Milch wie ganz am Anfang!
Die Umstellung geht relativ schnell!
Gruß
Astrid

Claudia
Datum:12.05.02 21:03 Antwortenals Email verschicken 

Hallo Astrid,

habe deinen Beitrag gelesen, hat das wieder voll stillen wirklich geklappt? Kannst du mir da näheres zu schreiben. Wie alt war deine wo du plötzlich wieder voll gestillt hast und wie lange hat es gedauert bis die Milch komplett da war?

Gruß Claudia

Astrid
Datum:13.05.02 06:05 Antwortenals Email verschicken

Hallo Claudia,
als ich Franziska voll stillen mußte, war es Ende Februar und sie war fast 19 Monate. Sie hatte eine Magen-Darm-Grippe und hat weder getrunken noch gegessen. Innerhalb eines Tages, wo ich sie regelmäßig angelegt habe, war die Milch wieder da! Ich habe so meine Kleine vor dem Tropf (wegen Flüssigkeitsverlust nach Durchfall und hohem Fieber) gerettet.
Mittlerweile trinkt sie wieder nur noch einmal am Tag. Ich möchte keinen Stilltag missen!
Es geht also wirklich!
Gruß
Astrid mit Franziska (die ihre Mama-Mimi liebt!)

Claudia
Datum:13.05.02 11:39 Antwortenals Email verschicken 

Hallo Astrid,

ist ja echt klasse das das bei dir geklappt hat mit dem voll stillen, hätte ich nicht gedacht das man die Milch dann wieder so steigern kann und vor allem dann so schnell.

Viele Grüße
Claudia

Corinne
Datum: 15.05.02 12:50 Antwortenals Email verschicken 

Hallo,
wenn Du doch bloss ein paar Stunden pro Tag arbeitest, solltest Du Dir vielleicht trotzdem die Zeit nehmen, die Milch abzupumpen. Ohne Werbung machen zu wollen: versuch' doch mal die ISIS von AVENT (mit Tasche und Kühlakkus), so könntest Du doch zumindest versuchen, dass Dein Baby die ersten 6 Monate nur Muttermilch bekommt und so geschützt ist vor Allergie gegen artenfremdes Eiweiss. Anfangs klappte das bei mir auch nicht besonders, aber mittlerweile kriege ich so 200 ml innerhalb von 15 minuten - tut auch absolut nicht weh, ist auch diskret bei der Arbeit (während Pause) zu bewerkstelligen.
Bon courage,
Corinne

 

Thema: abstillen

Autor petra otto
Datum:04.05.02 13:19 Antwortenals Email verschicken

Hallo an alle!

Ich habe folgendes Problem: Ich möchte jetzt einfach anfangen abzustillen, nur mein fast 8 monate alter Sohnemann hat keine Lust dazu! Er verweigert bis auf ein parr Löffelchen Brei oder Gemüse einfach alles. Er fängt an zu würgen oder lässt es wieder rauslaufen. Auch hat er noch nie aus einer Flasche getrunken.

Ich fühl mich durch das ewige *parat sein* sehr eingeengt, da er nachts auch noch 4-5 mal an die Brust will.

Ich schaff es einfach nicht mehr, denn ich hab noch 2 Schulkinder die auch Zeit in Anspruch nehmen. Wer weiß rat, oder war in einer ähnlichen Situation??

Bianka
Datum:04.05.02 13:48 Antwortenals Email verschicken

Hallo Petra,

ich bin mal auf die Meinungen der anderen Muttis gespannt - Dein Problem habe ich zum Glück nie gehabt, daher weiß ich auch nicht richtig, was man Dir raten könnte. Ich finde nur, das Dein Sohn mit 4-5 mal stillen pro Nacht sicher sehr streßig für Dich ist, zumal er nicht der einzige ist, der Dich braucht. Die Frage ist, ob er so viele Mahlzeiten in der Nacht mit 8 Monaten noch braucht. Ich habe mal gelesen, das ältere Babys sehr wohl ohne! Nachtmalzeit auskommen, der Meinung bin ich auch, ist wohl eher eine schöne Gewohnheit. Wenn Dein Sohn Nachts nicht so viel futtern würde, hätte er vielleicht mit der Zeit am Tag auch mehr Interesse am Brei?
Meine Tochter ist reichlich 4 Monate und will seit Anfang an nur 1 Mahlzeit am frühen morgen, vielleicht haben wir aber auch nur Glück mit ihr?

Weiterhin viel Geduld und Kraft!
Bianka mit Doro!

Sylvia
Datum:04.05.02 14:24 Antwortenals Email verschicken

hallo petra,

vielleicht liest du mal hier bei dem link nach:
http://www.stillgruppen.de/bericht.html
dort wird beschrieben abstillen wann und wie

wünsch dir viel erfolg
sylvi

ps:
zu bianka:

lea ist jetzt schon 10 monate alt und sie will nachts gestillt werden!!! sogar zwischen 1 - 6 x ist alles drin, meistens liegen wir jetzt bei 2 - 4 mal! was nützen mir die meinungen oder die forschungsergebnisse, dass babys ab dem 7 monat nachts nichts mehr brauchen, wenn meine tochter sich dann die seele aus dem leib schreit? und seit dem ich tagsüber nicht mehr stille, hab ich das gefühl, dass es nachts noch schlimmer geworden ist. vielleicht kannst du mir ja einen tipp geben, wie ich lea dazu bringe nachts ohne brust auszukommen????

sylvi

petra
Datum:04.05.02 14:57 Antwortenals Email verschicken 

hallo sylvi

genau das mein ich ja auch. wie bekomm ich ihn von der brust, wenn er schreit wie verrückt.
tagsüber gehts es ja schon noch, aber nachts!!!
und er hat wirklich hunger. manchmal hab ich das gefühl, er schluckt die brustwarze gleich mit runter

sylvia
Datum:04.05.02 17:45 Antwortenals Email verschicken 

hallo petra,

dass mit tagsüber war bei mir geauso wie bei dir, sie hat mir alles verweigert, weil sie wußte, dass sie eh die brust bekommen würde. also habe ich tagsüber hart durchgegriffen (war vor ca. 6 - 8 wochen), hat mir irgendwie nichts ausgemacht, aber nachts bekomm ich das auch nicht in den griff.
sie schreit auch wie am spieß und lässt sich durch nichts wie die brust beruhigen und dann geht es mir wie dir, ich merke richtig wie sie am ziehen ist und wie die milchmenge in die andere brust einschießt. ich habe auch schon viele gute ratschläge erhalten, aber die intressieren lea genauso wenig, wie die forschungsergebnisse. ich weiß auch nicht mehr weiter, kann sie doch nicht stundenlang schreien lassen bis sie vor erschöpfung einschläft, oder?
obwohl ich zugeben muß, dass ich das auch schon probiert habe, aber nach zwei stunden konnte ich sie nicht mehr schreien hören und seit dem geh ich wieder direkt zu ihr.

einglück hab ich nicht noch andere kinder zur zeit die meine aufmerksamkeit brauchen, es ist doch schon hart, wenn man alle zwei stunden aus dem schlaf gerissen wird und dann manchmal sogar um 5.00 uhr aufstehen muß.

ich gehe auch fast jeden abend um 21.15 uhr ins bett - bis ich dann liege ist es auch so gegen 21.30 - 21.45 uhr - manchmal versuch ich meinen mann zur liebe länger auf zu bleiben, aber wenn dann wieder so eine harte nacht danach war, dann war es das mit länger aufbleiben.

der witz an der sache ist, ich war jetzt dreimal abends bis ca. 23.00 - 23.30 uhr weg seitdem lea auf der welt ist und jedesmal hat sie dann bis ca. 4.00 - 4.30 uhr ruhe gehalten und wollte auch erst gegen 6.00 uhr aufstehen - als ob sie riechen würde, dass ich dann auch mal ein bissel ruhe für mich brauche.

naja, muß sagen, es beruhigt mich aber immer wieder zu lesen, dass es mir nicht alleine so geht, sonst hätte ich schon an mir gezweifelt.

falls du doch noch einen guten tipp bekommen tust der auch bei deinem junior anschlägt, dann bitte bitte mail ihn mir.

wünsch uns beiden heute eine ruhigere nacht und morgen früh einen späteren morgen.

sylvi

Bianka
Datum:04.05.02 20:49 Antwortenals Email verschicken

Hallo Sylvi,

ich hoffe, ich bin Dir nicht auf den Schlips getreten, Dein Beitrag klang ein bischen danach. Wenn ja, dann sorry - ich hab ja wirklich gut reden, weil ich diese Probleme nicht kenne. Ich glaube ich würde durchdrehen, wenn Doro so oft in der Nacht kommen würde. Bei unserem 2. Hasen werden wir uns vielleicht warm anziehen müssen....!
Vor 4 Tagen hat Doro nach dem abendlichen stillen eine halbe Stunde am Stück gebrüllt. Mir ist dermaßen das Herz in die Hose gerutscht..., sie hatte nämlich seit 3,5 Monaten nicht mehr geweint. Das ist kein Witz, manchmal denke ich, sie ist nicht normal. Warscheinlich hatte sie einen Schub beim Zahnwachstum, es waren richtige Schmerzschreie, es half auch keine Brust.
Ich bewundere die Muttis, die das nächtliche aufstehen durchhalten. Natürlich mache ich mir meine Gedanken zu solchen Problemen.
Was soll ich raten, wie gesagt, wir haben vielleicht nur Glück? Ich könnte Doro auch nicht schreien lassen nach dem Ereignis letztens...!
Aber wie lange kann es denn dauern bis so ein kleiner Matz dann durchzuschlafen lernt. Ich muß Doro nach wie vor gegen 4 Uhr wecken...!

Ich wünsche Euch jedenfalls ganz viel Kraft weiterhin, auch wenn ich wenig hilfreich bin...

Bis später
Bianka mit Doro

Astrid
Datum:04.05.02 20:51 Antwortenals Email verschicken 

Hallo Petra,
Franziska ist Einzelkind, und so kann ich auf ihre Bedürfnisse individuell eingehen. Deshalb ist es nicht so ganz einfach, Dir auf die Fragen zu antworten, da ich eben keine anderen Kinder habe, die mich auch brauchen...
Als erstes ist mir spontan der Papi der Kinder eingefallen, den man (zumindestens am Wochenende) einspannen könnte. So könntest Du Dich mal ruhen, wenn er sich um die Kinder kümmert. Dem Kleinen würde ich die Stillzeiten lassen, so wie er sie benötigt. Wichtig ist für die Einführung der Beikost, finde ich, daß man selber ruhig und ausgeglichen mit dem Kind am Tisch sitzt. Wenn man genervt oder unter Zeitdruck versucht, das Kind zu füttern, geht es doch garantiert schief, oder!?
Deshalb der zweite Tip: ruhige Minute suchen, und dann gut püriertes Essen für das Baby anbieten.
Drittens: gute Ratschläge für das Durchschlafen ignorieren! Unsere Tochter wurde bis ca. 10 Monate immer mal wieder einmal in der Nacht wach und hat getrunken. Von einer Nacht auf die andere hat sie es (ohne unser Zutun) nicht mehr gebraucht. Ich habe die Beikost langsam eingeführt und mich nach Franziska gerichtet. Ich stille sie seit 21 Monaten (jetzt noch 1 x täglich) und bereue keinen Tag, auch wenn es hin und wieder ziemlich gezehrt hat (vor wenigen Wochen habe ich wg. Krankheit 1,5 Wochen voll gestillt). Für uns beide ist es gut so!
Jeder sollte allerdings seinen Zeitpunkt des Abstillens unabhängig von "Außenmeinungen" selber bestimmen - und sich nicht von anderen beeinflussen lassen!
In diesem Sinne, alles Gute
Astrid

Karin
Datum: 09.05.02 21:45 Antwortenals Email verschicken 

Hallo,
erstmal mein Beileid...so oft in der Nacht aufstehen zu müssen kenne ich auch und weiß, wie es zehrt!
Meine ältere Tochter schlief erst mit ca 2 Jahren durch und da mich das sehr schlauchte, beschloß ich bei meinem Sohn (jetzt 4 Monate) einige Sachen anders zu machen. Und es klappte, er schläft durch oder auf jeden Fall von 19 Uhr bis 5 Uhr morgens, dann stillen und dann nochmal bis 7 Uhr oder später.
Was habe ich anders gemacht? Zuerst einmal habe ich lernen müssen, daß Schreien nicht gleich Hunger ist, auch wenn sich das Kind durch die Brust beruhigt. Ich habe mir nach der Geburt das Minimum von 3 Stunden zwischen den Mahlzeiten gesetzt, dann in der Nacht langsam erweitert auf 4 Stunden und schließlich auf 5 Stunden. Der Schritt auf 10 Stunden kam plötzlich und von selbst. Wenn er weinte, habe ich seine Position verändert, ihm den Schnuller oder sein Kuscheltier angeboten oder "Beingymnastik" gemacht. Und oft entpuppte sich der Hunger als Blähungen oder Bauchschmerzen. Mein Kinderarzt hat mir auch erklärt, daß Babys bei Bauchdrücken glauben, Hunger zu haben und darum auch fest anziehen. Das ist aber ein Teufelskreis, da durch die Milch das Bauchweh schlimmer wird und die Kinder sich in immer kürzer werdenden Abständen melden. Genauso ging es mir bei meiner Tochter, die bis 1 1/2 Jahre noch mehrmals in der Nacht gestillt wurde oder ihr Fläschchen bekam.

Versuch es einfach mal. Schau wirklich auf die Uhr und sag Dir "Mein Kind KANN noch nicht wieder Hunger haben". Und versuch es wie oben beschrieben hinzuhalten.

Mit Deinem anderen Problem (nimmt kein Fläschchen), kann ich Dir leider keinen Rat geben, da ich dasselbe Problem habe. Auch ich habe einen "Brustfetischisten". Eine Bekannte empfohl mir nun, Milch abzupumpen, aufzuwärmen und dann versuchen, zu füttern. So ist der Schritt nicht zu groß. Mal schauen, versuchen kostet nichts.

Auf jeden Fall viel Glück und alles Gute, ich fühle wirklich mit Dir!!!

Ciao,
Karin

Seite: 

abstillenk
Mit freundlicher Genehmigung von Gabi Hohmann, LLL- Deutschland e.V.

Abstillen – wann und wie?
 
Die Geschichte des Abstillens

Blickt man in die Geschichte zurück und betrachtet die Welt insgesamt, erstreckt sich die Stillzeit eher über Jahre als über Monate. Laut Margaret Mead und Niles Newton (1967) liegt die allgemeine Norm bei zwei bis vier Jahren.

Erst im Jahre 1800 wurde in den meisten der angesehenen englischen Schriften über Kinderpflege das Abstillen bereits im Alter von zwölf Monaten empfohlen. Es gibt aus dem Jahre 1725 schriftliche Äußerungen, die das Stillen von Vierjährigen mit Missfallen beurteilen, was ein Hinweis darauf ist, dass im 18. Jahrhundert eine bedeutende Anzahl von Vierjährigen noch gestillt wurde. 1850 empfahlen die meisten „Experten“ das Abstillen mit elf Monaten. Zu dieser Zeit bezog sich die öffentliche Kritik auf die gestillten Zweijährigen.

In anderen Kulturen rund um die Welt hielt sich eine ausgedehnte Stillzeit viel länger, und an manchen Orten ist sie auch heute noch verbreitet. Bis ins frühe zwanzigste Jahrhundert stillten Mütter in China und Japan ihre Kinder bis zum Alter von vier bis fünf Jahren. Bei einer 1945 durchgeführten Untersuchung an 64 „primitiven“ Kulturen wurde nur eine gefunden, bei der es deutlich wurde, dass ein Kind bereits mit sechs Monaten abgestillt wurde (Mead und Niles, 1967).

Bei dem Versuch, ein „natürliches“ Abstillalter, unabhängig von kulturellen Beeinflussungen, zu bestimmen, erforschte Katherine A. Dettwyler, eine Anthropologin der Universität von Texas, was über das Abstillalter bei Primaten und anderen Säugetieren bekannt ist (1994). Nachdem sie die Kriterien untersucht hatte, die zur Bestimmung des natürlichen Abstillalters anderer Säugetiere herangezogen wurden (Gewichtszunahme, das Verhältnis zur Größe des ausgewachsenen Tieres, das Verhältnis zur Tragzeit und dem Alter beim Durchbruch der bleibenden Zähne), berechnete sie, dass das entsprechende Abstillalter beim Menschen zwischen drei und sieben Jahren liegen müsse.

Auch wenn für uns das Wissen über die Säugegewohnheiten anderer Säugetiere und das Stillen in anderen Zeitepochen und an anderen Orten interessant ist und eine erweiterte Betrachtungsweise erlaubt, so mögen solche Zahlen in unserem Kulturkreis eher exotisch anmuten. Es kann jedoch einer heutigen Mutter eine Rückversicherung dafür geben, dass längeres Stillen eine normale Form menschlichen Verhaltens ist.

 

Abstillen in der heutigen Zeit

In westlichen Kulturen ist längeres Stillen heutzutage unpopulär und wenig verbreitet. Durch die stillfeindliche Entwicklung dieses Jahrhunderts, die aggressive Werbestrategie der Babynahrungsindustrie, mangelnde und fehlende Informationen des Gesundheitspersonals und nicht zuletzt durch fehlende Vorbilder werden junge Mütter im Normalfall vom längeren Stillen abgehalten.

In Deutschland beträgt die durchschnittliche Stillzeit nur noch wenige Monate, ein hoher Prozentsatz von Neugeborenen wird bereits im Wochenbett oder kurz danach abgestillt. Befragungen zeigten, dass nach vier Monaten nur noch 33,2% der Babys ausschließlich von der Brust ernährt wurden, nach sechs Monaten waren es sogar nur noch 9,8% (SuSe-Studie, Ernährungsbericht 2000 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung). Diese Zahlen sind erschreckend und dabei wahrscheinlich noch positiver als die Wirklichkeit. Forscher stellten in einer Untersuchung fest, dass 65% aller Frauen, die ihr Baby mit drei Monaten oder jünger abgestillt hatten, wünschten, sie hätten länger gestillt. Mehr als die Hälfte der Frauen, die ihr Baby mit vier bis sechs Monaten abgestillt hatten, bedauerten, sie so früh abgestillt zu haben  (Rogers, 1987). Beobachtungen zeigen, dass Mütter, die Stillgruppen besuchen oder in anderer Form Kontakt mit anderen stillenden Familien haben, im Durchschnitt länger stillen.

Die Bedeutung des Stillens auch über die Säuglingszeit hinaus ist unbestritten. Muttermilch ist eine wertvolle Ergänzung zum sonstigen Speiseplan eines Kleinkindes; durch die in der Muttermilch enthaltenen Abwehrstoffe leiden gestillte Kleinkinder weniger häufig und weniger stark an bestimmten Erkrankungen. Auch für die psychosoziale Entwicklung eines Kindes ist das Stillen von hohem Wert: langzeitgestillte Kleinkinder erfahren in ihrer frühen Kindheit ein hohes Maß an Zuwendung und Sicherheit, was sie zu selbstbewussten kleinen Persönlichkeiten heranwachsen lässt.

Die amerikanische Akademie der Kinderärzte (American Academy of Pedeatrics) empfiehlt eine Stillzeit von einem Jahr, Unicef zwei Jahre und darüber hinaus, wenn Mutter und Kind dies wünschen.
 

Der „richtige“ Zeitpunkt zum Abstillen

Abstillen bedeutet eine tiefgreifende Änderung im Umgang zwischen Mutter und Kind. Wie jede andere größere Veränderung, so wird auch diese von einer Reihe verschiedenster Gefühle begleitet.

Im Allgemeinen hängt die Einstellung der Mutter zum Abstillen, bzw. der Zeitpunkt des Abstillens von folgenden Faktoren ab:

·     Alter des Kindes: Die Wertung der Mutter darüber, wie lange „lange genug“ ist, hängt von ihren eigenen Empfindungen dem Stillen gegenüber ab, jedoch auch, in welchem kulturellen Umfeld sie lebt. Manche Mütter sind dem Druck nicht gewachsen, den andere Menschen hinsichtlich des Stillens auf sie ausüben.

·     Krankheit oder Medikamenteneinnahme der Mutter: In den wenigsten Fällen ist das Abstillen bei Krankheit der Mutter notwendig. Auch bei den meisten Medikamenten ist Stillen nicht kontraindiziert. Im Einzelfall muss dies mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden.

·     Krankheit des Babys: In den allerwenigsten Fällen ist bei Krankheit des Babys das Abstillen angeraten, ganz im Gegenteil: Muttermilch liefert wertvolle Abwehrstoffe auch bei individuellen Erkrankungen eines Babys, was die Krankheit meist kürzer und weniger schlimm verlaufen lässt.

·     Erneute Schwangerschaft: In den meisten Fällen wird bei einer weiteren Schwangerschaft vom behandelnden Gynäkologen zum Abstillen geraten mit der Begründung, das Stillen schade dem Ungeborenen. Außer bei vorzeitigen Wehen, die in Ausnahmefällen durch das beim Stillen ausgeschüttete Oxytocin verschlimmert werden können, ist jedoch das Abstillen in einer Schwangerschaft unter physischen Gesichtspunkten nicht notwendig.

·     Die Mutter fühlt sich durch die Pflege des Babys überfordert: in Situationen starker Übermüdung der Mutter oder in besonderen Stresssituationen wird oft zum Abstillen geraten. Stillen ist jedoch weit weniger aufwendig als das Zubereiten von Fläschchen und übt nicht nur auf das Baby, sondern auch auf die Mutter eine beruhigende Wirkung aus.

Es gibt keinen allgemeingültigen „richtigen“ Zeitpunkt zum Abstillen. Der Zeitpunkt des Abstillens ist individuell verschieden und muss von jeder Mutter und ihrem Kind selbst bestimmt werden. Grundsätzlich ist das Stillen eine Partnerbeziehung, die beide Beteiligten genießen sollen. So wenig, wie man ein Baby zum Stillen „zwingen“ kann, so wenig sollte eine Mutter sich verpflichtet fühlen, weiter zu stillen, obwohl sie eigentlich nicht mehr bereit dazu ist.
 

Verschiedene Abstillmöglichkeiten

·    Abruptes Abstillen

Erwägt eine Mutter, abrupt abzustillen, fühlt sie sich möglicherweise grundsätzlich überfordert und unter Druck gesetzt. Abruptes Abstillen kann ein emotionales Trauma beim Baby auslösen, denn Stillen ist mehr als nur eine Art der Ernährung, es stellt für das Baby eine vertraute Quelle für Nähe und Trost dar. Auch für die Mutter zieht plötzliches Abstillen möglicherweise körperliche Beschwerden und gesundheitliche Komplikationen nach sich. Der Körper der Mutter produziert auch nach dem Abstillen weiterhin Milch. Wird diese Milch nicht entleert, werden die Brüste übervoll, und es kommt zu einem Milchstau, der zu einer Brustentzündung oder einem Abszess führen kann. Außerdem können plötzliche Hormonschwankungen nach dem Abstillen bei der Mutter Depressionen auslösen oder verstärken. Das beim Stillen freiwerdende Hormon Prolaktin steht im Zusammenhang mit Wohlbefinden. Plötzliches Abstillen führt zu einem plötzlichen Abfall des Prolaktinspiegels, wodurch in den ersten Monaten postpartum Trauergefühle und Depressionen ausgelöst werden können.

Allmähliches Abstillen

Unabhängig davon, ob das Abstillen von der Mutter oder vom Baby ausgeht, ist allmähliches Abstillen für beide einfacher und weniger belastend als plötzliches Abstillen. Möchte eine Mutter mit dem Abstillen beginnen, empfiehlt es sich, dies als einen allmählich verlaufenden Prozess zu planen. Indem sie nicht mehr als eine Stillmahlzeit pro Woche weglässt, ermöglicht sie es, dass sich ihre Milchmenge langsam zurückbildet, ohne dass die Brust übervoll wird und ihr Unannehmlichkeiten bereitet. Außerdem wird sichergestellt, dass das Baby sich langsam an andere Nahrungsmittel gewöhnt. Auch sollte es  zusätzliche liebevolle Aufmerksamkeit als Ersatz für die Nähe erhalten, die zwischen der Mutter und dem Baby beim Stillen bestand.

Natürliches Abstillen

Beim natürlichen Abstillen werden die Bedürfnisse des Kindes respektiert, das heißt der Abstillzeitpunkt wird dem Kind überlassen. Wie bei allen anderen Meilensteinen in der Entwicklung eines Kindes, ist auch das Alter, in dem sich ein Kind von alleine abstillt, sehr unterschiedlich.


Vorteile einer längeren Stillzeit

Auch wenn längeres Stillen in der westlichen Welt nicht so verbreitet ist wie in anderen Kulturen, bietet eine Stillzeit, die über das erste Lebensjahr hinausgeht, Vorteile für Mutter und Kind.

·     Eine Stillzeit von mindestens einem Jahr steht im Zusammenhang mit einer besseren Entwicklung des Mundes (Muskulatur und Motorik) und des Gaumens, was eine bessere Sprachentwicklung zur Folge haben kann.

·     Stillen bietet eine natürliche Möglichkeit zur Befriedigung des kindlichen, nicht mit der Ernährung im Zusammenhang stehenden Saugbedürfnisses.

·     Untersuchungen weisen darauf hin, dass gestillte Kleinkinder gesünder sind. Es wurde festgestellt, dass der Gehalt an immunologisch wirksamen Bestandteilen der Muttermilch während des ersten und zweiten Jahres der Stillzeit hoch bleibt (Goldman, 1983), dass 16 bis 30 Monate alte gestillte Kleinkinder weniger Krankheiten durchmachen, dass die Erkrankungsdauer kürzer ist und dass sie weniger Medikamente benötigen als ihre nicht gestillten Altersgenossen (Gulick, 1986). In Entwicklungsländern können die gesundheitlichen Vorteile, die sich aus einer ausgedehnten Stillzeit ergeben, den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten.

·     Stillen bietet Trost, wenn ein Kleinkind müde, verstört, krank oder verletzt ist. Muttermilch ist eine schnell verdauliche und gut verträgliche Nahrungsquelle für ein krankes Kind.

·     Die durch das Stillen entstehende Nähe fördert die Beziehung des Kindes zu seiner Mutter und sorgt für emotionale Beständigkeit in einer Zeit schnellen Wachstums und rascher Entwicklung

·     Für die Mutter besteht ein Vorteil längeren Stillens in der empfängnisverhütenden Wirkung, die auch im zweiten Lebensjahr des Kindes noch anhalten kann.

·     Außerdem entspannen die Stillhormone die Frau weiterhin und gestalten das Leben mit einem Kleinkind angenehmer und stressfreier.

·     Das Risiko, vor der Menopause an Brustkrebs oder später an Osteoporose zu erkranken, sinkt kontinuierlich mit steigender Stillzeit (Romieu, 1. et al. Breast Cancer and Lactation History in Mexican Women. Am J Epidemiol 1996;143(6), S. 543-552).

Für die meisten Mütter besteht die größte Schwierigkeit beim natürlichen Abstillen darin, mit den Meinungen anderer zurechtzukommen. Befragungen zeigten, dass für Mütter in einer solchen Situation der Kontakt zu stillfördernden Organisationen, wie z.B. einer Stillgruppe, die größte Unterstützung darstellte.

 
Quellenangabe: Handbuch für die Stillberatung, 1. Auflage September 2000 ( Nancy Mohrbacher und Julie Stock, Herausgeber La Leche Liga Deutschland e.V.)

Literaturempfehlung: Wir stillen noch (Norma Jane Bumgarner, Herausgeber La Leche Liga Deutschland e.V.)
 

Copyright:

Gabi Hohmann
La Leche Liga Deutschland e.V.
Postfach 65 00 96
81214 München

 



Stillen ist das natürlichste der Welt!


Geben Sie Ihrem Kind einen guten Start in das Leben. Was ist Stillen? Stillen ist die natürliche Ernährung des Säuglings bzw. Babies an der Brust der Mutter oder einer anderen Frau. Stillen oder "Säugen" ist wahrscheinlich eine Ableitung des Wortes "still". Nehmen Sie sich Zeit und Ruhe um ein Kind zu stillen. Bereiten Sie sich in Ruhe auf Ihre Stillzeit vor. Die Ernährung spielt ein große Rolle dabei.



Stillpositionen bzw. Anlegepositionen:


Mit ein wenig Übung wird eine Mutter ihr Kind bald im Sitzen, im Liegen oder im Stehen stillen können.
Welche Position die richtige ist, entscheiden alleine Mutter und Kind. Wählen Sie die Position, welche für sie beide bequem und für die jeweilige Situation am geeignetesten ist. Um Wundsein der Brustwarzen und Stauungen des Brustgewebes zu vermeiden, sollte zwischen den einzelnen Positionen gewechselt werden.    weiter lesen


Stillen in der Öffentlichkeit:



Ist Stillen in der Öffentlichkeit verpöhnt?    weiter lesen



Welche Vorteile bietet das Stillen?


Stillen bringt enorme unwiederbringliche Vorteile in ernährungswissenschaftlicher, immunologischer, psychologischer und ökologischer Sicht für Sie und Ihr Kind.       weiter lesen




Sind gestillte Kinder weniger anfällig für Krankheiten oder andere Probleme?


   
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Fördert Stillen sogar die Intelligenz von Kindern?


Fördert das Stillen die Intelligenz von Kindern?    weiter lesen



Stillen und Sprachentwicklung:


Auch für die Sprachentwicklung ist das Stillen enorm wichtig.  weiter lesen



Welche Vorteile hat die Mutter von der Stillzeit?


Auch für die Mutter ist das Stillen gut und gesund.     weiter lesen



Milchproduktion bzw. Milchbildung:


Die häufigste Sorge, die sich eine stillende Mutter anfänglich macht, ist wohl: „Habe ich genug Milch, bin ich überhaupt in der Lage mein Kind zu ernähren?“
Da wir in unserer heutigen Zeit alles genau messen, auswiegen und aufschreiben wollen, ist es erst mal sehr schwierig, sich plötzlich ohne Messskala und Tabelle, die sonst an einer Babyflasche ist, zurecht zu finden.                           weiter lesen



Beikost und Abstillen:


Die Nationale Stillkommission hat zusammen mit Vertretern der Berufsverbände der Kinder- und Frauenärzte Empfehlungen zur Stillförderung erarbeitet. Sie empfiehlt, dass Mütter Ihre Kinder 6 Monate ausschließlich stillen sollen und danach kindgerechte, adäquate Beikost zu füttern und dabei weiter zu stillen, solange Mutter und Kind es wünschen. Kinder aus Allergikerfamilien sollten mindestens 6 Monate voll gestillt werden und nicht vor dem 2 Lebensjahr Kuhmilchprodukte erhalten.     weiter lesen



Stillprobleme:


Häufig stellen wunde oder einfach nur empfindliche Brustwarzen gerade am Anfang der Stillzeit das größte Problem dar. Sie verursachen starke Schmerzen und die Freude am Stillen wird der Mutter rasch genommen. Unmittelbar nach dem Anlegen befinden sich neben einer Rötung weißliche Belege, ähnlich wie aufgeweichte Hornhaut, auf der Warze. Später können aus diesen oberflächlichen Verletzungen tiefe Risse und Schrunden (=Rhagaden) entstehen. Diese fangen an zu bluten, verkrusten zwischen den Stillmahlzeiten, um dann bei dem erneuten Anlegen wieder aufzuplatzen.                              weiter lesen



Stillen bei Erkältung:


Hat sich die Mutter mit einer Erkältungskrankheit infiziert, ist es für beide, Mutter und Kind, das Beste, wenn weiterhin gestillt wird. Schon nach kurzer Zeit werden vom mütterlichen Körper Antikörper gebildet, die das Baby dann über die Milch erhält.      weiter lesen



Stillen in der Schwangerschaft:


Eine erneute Schwangerschaft stellt keinen zwingenden Grund dar, ein noch stillendes Kind abzustillen. Solange sich die Mutter gut und ausreichend ernährt und ihre Schwangerschaft gesund verläuft, wird das ungeborene Baby in seiner Entwicklung nicht beeinträchtigt.    weiter lesen



Stillen nach Brustverkleinerung:


Das Stillen nach einer Brustverkleinerung ist grundsätzlich möglich, jedoch oft mit Problemen verbunden. Grundvoraussetzung dafür ist, wie empfindlich die Brustwarzen noch reagieren und wie viele Milchgänge noch Kontakt zur Warze haben.    weiter lesen



Stillen und Allergieprävention:


Stillen Sie Ihr Baby in den ersten sechs Monaten ausschließlich! Das Zufüttern von Säuglingsnahrung sollte unbedingt vermieden werden.    weiter lesen


Stillen und Rauchen:


Während der Schwangerschaft und auch in der Stillzeit ist es ungesund für das Kind, wenn die Mutter raucht. Wenn Sie sich und Ihr Kind schützen wollen, so versuchen Sie die Aufnahme von Nikotin zu vermeiden.



Haare färben und Stillen:


as Haarefärben in der Schwangerschaft und Stillzeit sollte man lieber unterlassen. Einige der verwendeten Chemikalien stehen in Verdacht, das Erbgut zu schädigen oder krebserregend zu sein.    weiter lesen



Stillen als Empfängnisverhütung:


Das durch das Stillen eine neuerliche Schwangerschaft zuverlässig verhütet wird, kann nicht mit absoluter Sicherheit gesagt werden. Folgende Bedingungen müssen erfüllt sein, so dass es zu keinem Eisprung und somit zu keiner Empfängnis kommen kann.    weiter lesen



Das Tandem-Stillen:


Als Tandem-Stillen wird das gleichzeitige Stillen eines älteren noch nicht abstillbereiten Geschwisterkindes und eines Neugeborenen bezeichnet. Das Anlegen dient so nicht nur der Ernährung des Neugeborenen, sondern stillt auch das vermehrte Bedürfnis des älteren Kindes nach Zuwendung, Geborgenheit und Trost.     weiter lesen

Stillen ist natürlich, gesund und wichtig für Ihr Kind! Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn sich kleine Startprobleme bemerkbar machen. Schauen Sie in die Stillgruppenliste und wenden Sie sich an eine Stillgruppe bzw. eine Stillberaterin! Alles Gute für Sie und Ihr Kind!

Das Team von Stillgruppen.de

Beikost

 

Das Einführen von Beikost:

Die Nationale Stillkommission hat zusammen mit Vertretern der Berufsverbände der Kinder- und Frauenärzte Empfehlungen zur Stillförderung erarbeitet. Sie empfiehlt, dass Mütter Ihre Kinder 6 Monate ausschließlich stillen sollen und danach kindgerechte, adäquate Beikost zu füttern und dabei weiter zu stillen, solange Mutter und Kind es wünschen. Kinder aus Allergikerfamilien sollten mindestens 6 Monate voll gestillt werden und nicht vor dem 2 Lebensjahr Kuhmilchprodukte erhalten.

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Beikost, wann füttere ich zu?

Etwa um den 6. Lebensmonat herum beginnt sich meistens das Kind für andere Nahrung als Muttermilch zu interessieren. Die meisten Babys geben dann deutlich zu erkennen, dass sie dazu bereit sind, feste Nahrung zu sich zu nehmen:

  • Es schaut neugierig zu, wenn andere etwas essen.
  • Es kann selbständig nach Nahrung greifen und in den Mund stecken.
  • Es zeigt Bereitschaft zum Kauen. 
  • Es kann eventuell etwas gestützt sitzen.
  • Es scheint an der Brust nicht mehr richtig satt zu werden, zeigt also ein gesteigertes Stillbedürfnis.
                                                                      


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Falls das Baby jedoch noch kein Interesse an fester Nahrung (Beikost) zeigt, versuchen Sie es etwas später, nach ein oder zwei Wochen wieder.

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Vorschläge bei der Einführung von fester Nahrung (Beikost):

Viel Geduld und Gelassenheit erleichtern es dem Baby, sich langsam von der Brust zu entwöhnen. Die Gabe der ersten Beikost sollte ganz in Ruhe und ohne Hektik auf dem Schoß der Mutter stattfinden. Am besten in der Mitte des Vor- und Nachmittags, wenn das Baby gut ausgeruht und hellwach ist. Am Anfang kann es hilfreich sein, wenn die Mutter das Baby zunächst stillt, bevor sie ihm feste Nahrung gibt. So wird die Milchproduktion weiter sichergestellt, und das Baby erhält trotzdem die notwendige Milch, während es langsam lernt, andere Nahrung zu akzeptieren.

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Die Essmenge beschränkt sich zunächst auf wenige Löffel und kann innerhalb eines Monats auf eine Mahlzeit ausgedehnt werden. Es empfiehlt sich, immer nur ein Nahrungsmittel einzeln anzubieten. So kann die Mutter leichter erkennen, ob das Baby auf ein bestimmtes Nahrungsmittel allergisch reagiert, bevor sie ein anderes anbietet. Zeigt das Baby auf die angebotene Nahrung innerhalb von einer Woche keine Reaktion, kann sie ein weiteres Nahrungsmittel dazunehmen.

Zeigt es Reaktionen, wie zum Beispiel: Blähungen, Hautausschlag, Wundsein, Unruhe, Erbrechen, Verstopfung, Durchfall oder rote juckende Augen, so verzichtet sie erst mal auf diese Speise und versucht es damit erst wieder, wenn Ihr Kind über ein Jahr alt ist. Bei schweren allergischen Reaktionen wird der Kinderarzt hinzugezogen. Sobald mehrere Nahrungsmittel eingeführt sind, und alles gut vertragen wird, können die Speisen auch untereinander gemischt werden.

Jetzt Beikost: Was füttere ich zu?

Neben Karottenmus und pürierten Kartoffeln eignet sich als erste Beikost auch ein geriebener Apfel oder eine zerdrückte Banane. Je nachdem, wie alt das Baby ist, können die pürierten oder zerdrückten Speisen mit Wasser oder Muttermilch gemischt werden. Im Laufe der nächsten Wochen werden dann andere Gemüse- (zum Beispiel: Blumenkohl, Kohlrabi, Fenchel, Brokkoli, Spinat) und Obstsorten (zum Beispiel: Birne, Pfirsich, Aprikose) sowie Nudeln oder Reis und eventuell Fleisch eingeführt.

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Wenn das Kind nach dem Essen keine Muttermilch mehr trinkt, oder die Nahrung nicht mit Muttermilch gemischt wird, rühren sie einen halben bis einem Teelöffel Butter oder Keimöl unter die Speise, damit die fettlöslichen Vitamine besser aufgenommen werden können, und das Kind genügend lebenswichtige essentielle Fettsäuren erhält.

Allmählich wird die Nahrung immer fester, bis das Kind die Speisen in der gleichen Zubereitungsform isst, wie die übrige Familie. Das Essen sollte nicht gesalzen werden, damit das Verdauungssystem des Kindes nicht überlastet wird. Isst das Kind von der Familienkost mit, wird erst eine kleine Portion beiseite genommen, bevor der restliche Teil gewürzt wird.

Getränke:

Zu den festen Mahlzeiten bieten Sie Ihrem Kind auch etwas zu trinken an. Im Alter von 6-8 Monaten haben die meisten Babys Interesse aus einem Becher zu trinken. Mit Hilfe einer Schnabeltasse kann man die ersten Trinkversuche starten. Hauptsächlich sollte das Baby Muttermilch oder Wasser trinken. Auch ungesüßter Kräuter- oder Fencheltee aus losen Teebeuteln kann angeboten werden. In geringen Mengen jedoch nur Frucht- oder Gemüsesäfte, und dann nur ungesüßt bzw. ungesalzen.

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Nahrungsmittel, die erst nach dem ersten Lebensjahr gegessen werden sollten:

Zum Beispiel:

  • Kuhmilch (Vor dem ersten Lebensjahr keine Kuhmilch oder andere Molkereiprodukte geben: verbreitetes  Nahrungsallergen)
  • Eier
  • Zitrusfrüchte, Beeren die Samen haben (allergene Nahrungsmittel)
  • Trockenfrüchte (sind zu süß und können sich zwischen den Zähnen festsetzen: Kariesgefahr!) (Auch nach dem ersten Lebensjahr begrenzt anbieten.)
  • Frittierte Speisen (zu hoher Anteil gesättigter Fettsäuren)
  • Honig (nur ab dem ersten Lebensjahr à  Botulismuskeime werden vom kindlichen Immunsystem noch nicht vertragen)
  • Keine Nahrungsmittel, die beim Hineinbeißen abbrechen können (zum Beispiel Brotkanten: Erstickungsgefahr!)

Für Kinder aus Allergikerfamilien sind folgende Nahrungsmittel stark allergen:

  • Weizen, Mais, Schweinefleisch, Fisch (auch Muscheln), Erdnüsse, Tomaten, Zwiebeln, Kohl Nüsse, Beeren, Zitrusfrüchte- und –Säfte, Gewürze, Schokolade.
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Dazu kommen noch alle Lebensmittel, die bei anderen Familienmitgliedern allergische Reaktionen hervorgerufen haben, oder solche, bei denen das Baby bereits bei der Aufnahme von Muttermilch reagiert hat.

Beikost-Rezeptvorschläge:

  1. Gemüse-Kartoffel-Brei: 100 g Karotten, 50 g Kartoffeln, 30 g Obstsaft oder Wasser, 10 g Butter oder Keimöl
  2. Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei: 90-100 g Gemüse, 40-50 g Kartoffeln, 30 g Obstsaft oder Wasser, 25-30 g Fleisch, 10 g Butter oder Keimöl
  3. Getreide-Obst-Brei: 20 g Vollkorngetreidepocken, 90 g Wasser, 100 g Obst der Jahreszeit, 5 g Butter         
  4. Muttermilch-Getreide-Brei: 200 ml Muttermilch, 20 g Vollkorngetreide, 20 g Obstsaft

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Entwöhnen

Das Entwöhnen umschreibt einen Prozess, in dem sich das Kind allmählich von der Brust seiner Mutter löst. Die Frage, wie lange dies dauert, manchmal über mehrere Jahre hinweg, ist von Stillpaar zu Stillpaar unterschiedlich. In den ersten sechs Lebensmonaten stellt die Muttermilch die optimalste Ernährung für den Säugling dar. Danach birgt sie zusammen mit der langsamen Einführung von Beikost viele weitere Vorteile auf ernährungsphysiologischer und psychologischer Ebene in sich. 

Oft geht der Übergang vom Stillen eines Säuglings zum Stillen eines Kleinkindes unbemerkt vonstatten. Ein Kleinkind zu stillen ist für die Mutter ein anderes Erlebnis als das Stillen eines Babys. Es dient jetzt nicht nur mehr der Befriedigung durch die Nahrungsaufnahme, sondern ist plötzlich wesentlich wichtiger als emotionales Ventil zu sehen.

Das Kind nimmt jetzt nicht nur die Milch beim Saugen in sich auf, sondern weitaus wichtiger ist es jetzt, das seine Bedürfnisse nach Nähe, Geborgenheit, Sicherheit und Trost gestillt werden.

In unserer heutigen Zivilisation ist es für viele immer noch ein befremdender Anblick, eine Mutter, die ein Kind, das älter als eine Jahr ist, stillen zu sehen. Immer mehr Frauen wollen sich jedoch diese einmalige Zeit der Nähe zu ihrem Kind und dem Gefühl der Zusammengehörigkeit nicht nehmen lassen.

Stillen ist eine ganz private, persönliche Sache zwischen Mutter und Kind. Solange beide Stillpartner damit einverstanden und zufrieden sind und das Stillen genießen, hat kein Argument dagegen eine Berechtigung. Jedoch ist es wichtig zu betonen, dass kein Mutter, die ihr Baby früh entwöhnen und abstillen möchte, deswegen zu verurteilen ist.

Denn jede Stillzeit, egal wie lange sie auch immer sein mag, ist ein absoluter Gewinn für das Baby und für das Miteinander zu seiner Mutter. Durch das langsame, liebevolle Entwöhnen wird dann diese schöne, einmalige Zeit zu einem unvergessenen Erlebnis für Mutter und Kind.

Wir wünschen Ihnen von Herzen eine lange, schöne, liebevolle Stillzeit!


Buchtipp:

Wir stillen noch...
...über das Leben mit gestillten Kleinkindern 

von Norma Jane Bumgarner
 LaLecheLiga International

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Abstillen 

Eine schöne Zeit ist vergangen. Viele Monate oder Jahre lang haben Sie Ihr Kind gestillt. Das Stillen ist zu einem Teil Ihres Lebens geworden. Diese große Verbundenheit, die innige Zweisamkeit haben Sie beide jede Minute genossen. Und doch ist etwas anders.
Vielleicht hat das Kind langsam kein Interesse  mehr an der Brust, oder Sie selbst möchten gerne wieder unabhängig sein. Diese Änderung kann ein großes Bad der Gefühle auslösen. Sie beiden müssen nun lernen, sich durch das Abstillen voneinander zu lösen, um dann auf eine andere Art und Weise wieder zueinander zu finden. 
(Lesen Sie dazu den Bericht: "Abstillen - wann und wie?" von Gabi Hohmann, LLL- Deutschland e.V.) 
Abstillen heißt Abschied nehmen. Jedoch bedeutet es gleichzeitig, auch Zeit für einen Neubeginn. Solange wir uns immer weiterentwickeln, begleiten uns Anfang und Ende das ganze Leben lang.
Den richtigen Zeitpunkt des Abstillens bestimmen ganz alleine Mutter und Kind. Solange es beiden Spaß macht, gibt es keinen Grund aufzuhören. Irgendwann ist jedoch der Punkt erreicht, wo einer von beiden nicht mehr möchte. Ideal ist es, wenn Mutter und Kind es gleichzeitig so wollen.
Das allmähliche Abstillen ist für Mutter und Kind das günstigste. So, wie das Baby immer mehr andere Nahrung zu sich nimmt, verringert sich durch die gesunkene Nachfrage die Milchproduktion und die Milchmenge geht zurück.
Sollte relativ schnell abgestillt werden, kombiniert man Beikost und Brustmahlzeit. Anfänglich füttert man bei 2-3 Brustmahlzeiten über den Tag verteilt zu. Am Ende einer Woche sollte dann bei allen Brustmahlzeiten zugefüttert werden. In dem Maße, indem mehr zugefüttert wird, reduziert sich die nachgefragte Milchmenge solange, bis gar nicht mehr gestillt wird.
Die Brust sollte genau beobachtet werden. Wenn sie zu irgendeinem Zeitpunkt zu voll erscheint (Milchstaugefahr!), müssen sie den Prozess verlangsamen und erst wieder genügend Milch abtrinken lassen.

Hilfreiche Maßnahmen zum raschen Abstillen:

...um einen Milchstau oder eine Mastitis zu vermeiden:
     
  • Wird die Brust gekühlt (Durchblutung wird reduziert, Spannung lässt nach) (Hilfsmittel: siehe „Maßnahmen  beim Milchstau“)
  •  
  • Können Sie Pfefferminz- oder Salbeitee trinken (wirken adstringierend, milchhemmend)
  •  
  • Kann, wenn das Spannungsgefühl zu groß ist, per Hand gerade so viel Milch ausgestrichen werden, um einen Milchstau zu vermeiden.
Bei sehr frühem Abstillen (entweder unmittelbar nach der Geburt oder in der frühen Stillzeit) kann die Einnahme von Medikamenten, die die Freisetzung des Milchbildungshormons Prolaktin hemmen, hilfreich sein. Der Frauenarzt/ärztin wird Sie beraten.
Die Zeit des Abstillens ist für beide, Mutter und Kind, in hohem Maße schwierig. Deshalb ist es sehr wichtig, dass auch die Umgebung sensibel auf die Bedürfnisse von beiden eingeht und hilft Schwierigkeiten zu meistern.

                                       Für Sie von Herzen weiterhin alles Liebe und Gute! Ihr Team von Stillgruppen.de