Babyschwimmen – Fitness für den Nachwuchs

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Babyschwimmen – Fitness für den Nachwuchs

Di., 01/28/2020 - 16:14
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Das Babyschwimmen zählt mit zu den beliebtesten Eltern-Kind-Kursen. Die meisten Babys lieben es, im warmen Wasser zu planschen und sich entsprechend auszutoben. Sie genießen es, behutsam durchs Wasser gezogen zu werden und dabei sanft zu schaukeln. Gleichzeitig wirft das Thema aber bei den Eltern viele Fragen und Unsicherheiten auf, die hier erörtert und beantwortet werden sollen.

Stärkung der Eltern-Kind-Beziehung und Babyfitness

Das Ziel des Babyschwimmens ist eine erste Wassergewöhnung sowie die Stärkung der Eltern-Kind-Bindung. Durch den engen Körperkontakt mit der Bezugsperson fühlt sich das Baby sicher und geborgen. Diese Erfahrung stärkt das Vertrauen des Kindes in die Eltern. Zusätzlich ist der Kurs so etwas wie ein Fitnessprogramm für die Kleinsten. Denn die Bewegungsmöglichkeiten eines Babys sind im Wasser weitaus größer. Während die Kleinen sich an Land in den ersten Lebensmonaten nur eingeschränkt bewegen können, eröffnet ihnen das Wasser ganz andere Möglichkeiten der körperlichen Betätigung.

Das Baby stärkt durch das Treten, Strampeln und Rudern ganz spielerisch und instinktiv seine Muskeln, verbessert seine Beweglichkeit und trainiert das Gleichgewicht. Sie erarbeiten sich so meist motorische Vorteile gegenüber ihren nicht schwimmenden Altersgenossen. Ehrlicherweise muss jedoch gesagt werden, dass sich die Motorik der „Nichtschwimmer“ schon wenige Monate später wieder angleicht. Babyschwimmen dient zwar mit Sicherheit der Frühförderung eines Kindes, es verschafft aber keine nennenswerten, andauernden Vorteile.

Babyschwimmen

Der richtige Einstiegszeitpunkt

Prinzipiell kann mit einem Babyschwimmkurs bereits mit dem vollendeten dritten Lebensmonat des Babys begonnen werden. Es ist dann schon in der Lage, den Kopf selbst ganz gut zu halten. Außerdem sind Mutter bzw. Vater und Kind meist schon ein eingespielteres Team, das sich zutraut, einen fixen Termin über mehrere Wochen hinweg gemeinsam wahrzunehmen. Die Eltern sollten hier durchaus auf ihr Bauchgefühl hören, um den richtigen Startzeitpunkt fürs Babyschwimmen zu bestimmen. Ideal ist ein Beginn jedenfalls vor dem vollendeten 9. Lebensmonat, um die beschriebenen Vorteile gut auszuschöpfen. Wichtig ist, dass der Tageszeitpunkt des Kurses gut zum individuellen Rhythmus des Babys passt.

Tagesverfassung des Babys beachten

Eltern sollen sich immer vor Augen halten, dass nicht jeder Tag des Babys gleich gute Voraussetzungen für „Spiel und Spaß“ im Wasser mit sich bringt. Die aktuelle Tagesverfassung der Kleinen spielt natürlich auch im Element Wasser eine entscheidende Rolle. Hat das Kind Bauchweh, Hunger oder schlecht geschlafen wird es ihm weniger gefallen, als an Tagen, an dem es fit und munter ist. Am besten ist es, entspannt an das Thema heranzugehen und dem Baby nichts aufzwingen zu wollen. Gleichzeitig sollten die Eltern aber nicht gleich das Handtuch werfen, wenn der Erstkontakt im Wasser mit Gebrüll beginnt.

Babyschwimmen

Eventuelle Risiken

Einer speziellen Vorbereitung auf den Kurs oder einer Abklärung durch den Kinderarzt bedarf es bei gesund entwickelten Babys nicht. Generell gilt aber, dass nur gesunde Kinder zum Schwimmen gehen dürfen. Bei Babys mit geschwächtem Immunsystem besteht die Gefahr, dass der kleine Körper sich nicht ausreichend gegen allfällige Keime im Wasser wehren kann. Denn eine gewisse Belastung durch Keime weist auch gechlortes Wasser auf. Das Risiko an einem Magen-Darm-Infekte zu erkranken, ist demnach leicht erhöht. Viele Ärzte empfehlen generell eine Rotaviren-Impfung mindestens 14 Tage vor dem ersten Schwimmbadbesuch, da sich diese Viren im warmen Wasser gut ausbreiten können und eine Ansteckungsgefahr gegeben ist.

Vorsicht ist außerdem bei Kindern mit erhöhten Allergierisiko geboten. Denn es gibt Studien, die aufzeigen, dass das Risiko an Asthma Bronchiale zu erkranken bei Kindern unter zwei Jahren ansteigt, wenn diese die chemischen Verbindungen des gechlorten Wassers regelmäßig einatmen. Von einem erhöhten Allergierisiko spricht man beispielsweise dann, wenn Geschwister, Vater oder Mutter an Heuschnupfen leiden. Ist dies der Fall, rät man den Eltern vor dem Schwimmbadbesuch zu einem Gespräch mit dem Kinderarzt.

Ideale Bedingungen im Schwimmbad

Die Gegebenheiten im Schwimmbad selbst sollten vor der Anmeldung geprüft werden. Das Wasser hat dort idealerweise eine Temperatur von 30 bis 33 Grad Celsius und ein sehr starker Chlorgeruch ist durch eine ausreichende Belüftung nicht vorhanden. Vorteilhaft ist ein eigenes Becken, das nicht für jeden Badegast zugänglich ist und bei dem das Wasser häufiger gewechselt wird.

Babyschwimmen

Kann das Baby auch Tauchen?

Viele Eltern haben Bedenken ihr Baby mit dem Kopf unter Wasser zu bringen. Sie befürchten, das Kind könnte Wasser in die Lunge bekommen, erschrecken oder weinen. Es ist in der Tat so, dass Neugeborene zwar einen angeborenen Atem-Anhalte-Reflex haben, dieser aber von Kind zu Kind unterschiedlich lange ausgeprägt ist. Der Reflex setzt zwar bereits ein, wenn das Gesicht des Kindes mit Wasser in Berührung kommt, er ist aber manchmal für die Eltern schwer auszumachen. Wer auf Nummer sicher gehen will, taucht sein Kind daher nicht unter.

Packliste fürs Baby

Für eine optimale Vorbereitung wird am Tag zuvor bereits alles zurechtgelegt, das Begleitperson und Baby benötigen. In die Tasche fürs Schwimmen gehören geeignete Schwimmwindeln, Badetücher, ein Bademantel oder Kapuzenhandtuch zum Einkuscheln, eine mildes Duschgel für Haut und Haar sowie eine Stärkung, falls das Baby nicht gestillt wird. Geeignete Schwimmhilfen werden teilweise vom Kursanbieter zur Verfügung gestellt.

Wir wünschen viel Spaß im Wasser! Entsprechende Kurse findet man natürlich hier auf Stillgruppen.de!