Sichere Weihnachtsgeschenke für die Kleinsten 

Weihnachten steht vor der Tür und so langsam müssen Geschenke gekauft werden. Für die Kleinen fällt die Wahl dabei meist auf buntes, hübsch aussehendes Spielzeug oder knallige Malstifte. Doch immer wieder fallen diese harmlos aussehenden Spielzeuge durch ihre Giftigkeit auf. So stehen Spielzeuge aus Plastik in der Warnstatistik der Europäischen Union oft auf den ersten Plätzen. Grund genug bei Spielzeugen genauer hinzusehen. Wir wollen daher ein paar Tipps geben und sagen Eltern, worauf Sie beim Spielzeugkauf für Ihre Schützlinge achten sollten.

Vergiftete Spielsachen - nichts für Kinderhände

Von den insgesamt 232 Warnmeldungen, die das Schnellwarnsystem für gefährliche Produkte der Europäischen Gemeinschaft „Rapex“ letztes Jahr ausgab, war jede sechste auf giftiges Spielzeug zurückzuführen. Nicht weniger giftig sind Roller und Malstifte, in denen zum Beispiel Chrom und Blei steckt. Dabei sind es gerade Kinder, die vor solchen Objekten geschützt werden sollten. Schließlich nehmen Kleinkinder alles in den Mund, was sie greifen können. Kleine Plastikteile sind da auch schnell einmal verschluckt.

Was die Situation auf dem Spielzeugmarkt besonders grotesk macht, viele der verwendeten Stoffe sind in anderen Produkten verboten oder dürfen nur in geringer Konzentrationen verwendet werden. Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) stehen dabei besonders in der Kritik. Sie bauen das Erbgut um, verursachen Krebs und gefährden das Ungeborene im Mutterleib. Und ausgerechnet in Spielsachen erreichen die gefährlichen Gifte eine tausendfach höhere Konzentration, als zum Beispiel in Autoreifen erlaubt ist.

In einer  Ökotest Studie 2013 fielen die Hälfte der getesteten Spielzeuge schlechter als negativ auf. Die Chemiker der Textanstalt mussten hier hormonell aktive Weichmacher wie Phthalate, Schwermetalle wie Blei, krebserzeugende Farben sowie bedenkliches PVC im Spielzeug feststellen. 

Wie kann ich meine Kinder schützen?

Um die eigenen Kinder vor Weichmachern und Co. zu schützen, sollten Verbraucher verstärkt auf Qualität und Güte achten. Billigware aus China wird bedeutend öfter beanstandet als deutsche Qualitätsproduzenten mit Gütesiegeln. Vorbildliche deutsche Hersteller halten sich an die Vorschriften der ISO 9001 und lassen ihre Produktionsabläufe durch ein Qualitätsmanagement kontrollieren.

Hersteller wie Playmobil achten genau auf die Herstellung ihrer Plastikspielzeuge und verzichten bewusst auf Weichmacher, die Spielzeuge so schön weich und knautschbar machen. Muss es dennoch weich sein - zum Beispiel, um Kinder vor Verletzungsgefahren zu schützen - setzt das Unternehmen auf Silikon. 

Das sicheres Spielzeug ohne Schadstoffe nicht weniger abwechslungsreich als die gefährlichen Brüder aus China und Co. sein muss, zeigt die Suchmaschine Locafox. Hier finden verantwortungsvolle Eltern Adressen für Geschäfte, in denen sicheres Spielzeug angeboten wird.

Allerdings haben diese Investitionen in ungefährliche Spielsachen und deren Qualitätskontrolle ihren Preis, den die Hersteller an die Verbraucher weitergeben müssen. Dennoch ist es für Eltern sicher besser gesundheitsschädigendes Spielzeug aus den Kinderstuben zu verbannen und lieber etwas weniger, aber dafür ungefährliches Spielzeug zu kaufen. Schließlich sollten gerade die Kleinsten in einer möglichst unbeeinträchtigten Umwelt aufwachsen.



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