Schwangere oder stillende Mütter mit Asthma

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Schwangere oder stillende Mütter mit Asthma

Mi., 01/22/2020 - 19:38
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Frauen mit Asthma fragen sich während der Schwangerschaft oder auch danach, ob das Spray oder die Medikamente dem Kind auch schaden können. Doch hier können wir dich beruhigen, da relativ viele Medikamente in Bezug auf die Schwangerschaft als sicher eingestuft werden. Es gibt also keine Probleme für dein Kind, jedoch für dich vielleicht schon, wenn du deine Erkrankung einfach so unbehandelt lassen willst.

Experten schätzen, dass ca 20 Prozent der werdenden Mütter mit Asthma tatsächlich auch einen Anfall während der Schwangerschaft oder der Stillzeit haben werden. Die regelmäßige Kontrolle beim Arzt ist hier besonders wichtig und die prophylaktische Behandlung mit Medikamenten führt zu einer Unterdrückung von einem Asthma Anfall.

Die Schwangerschaft als solche hat keinen Einfluss auf die Asthma Erkrankung. Nur ca 30 Prozent der Frauen bemerken eine Veränderung der Krankheitssymptome. Diese resultieren aus der Veränderung des weiblichen Körpers während der Schwangerschaft. Zum Ende der Schwangerschaft hin, führt die Gewichtszunahme zu einer Mehrbelastung des Körpers und es kommt, nicht nur bei Frauen mit Asthma, zu einer zunehmenden körperlichen Erschöpfung und auch zu einer gewissen Kurzatmigkeit.

Gibt es Auswirkungen auf das Baby?

Ist die Asthma Erkrankung gut kontrolliert und gibt es keine starken Anfälle, so wird es keine größeren Probleme für Mutter und Kind geben. Ist das Asthma jedoch unkontrolliert und führt zu regelmäßigen Anfällen, so ist nicht nur die Mutter gefährdet, sondern auch das Kind, da die Sauerstoff Versorgung nicht mehr ausreichend vorhanden sein könnte. Der Sauerstoff Mangel für das Baby entsteht durch den Sauerstoff Mangel im Blut der Mutter. Denn das Kind erhält seine Versorgung ja durch die Nabelschnur der Mutter. Für die gute Entwicklung des Babys ist die Sauerstoff Versorgung ungemein wichtig!

Vermeidung von Asthma Anfällen

Der Körper der Mutter ist durch die Schwangerschaft sowie so schon stark belastet und ein auftretender Asthma Anfall hätte vermutlich viel größere Auswirkungen, da die Schwangere immer schlechter mit einem Anfall zu Recht kommt.

Mögliche Folgen

Eine Schwangere mit einem Asthma Anfall hat ein viel höheres Risiko eine Fehlgeburt zu bekommen. Der Sauerstoff Mangel beim Baby könnte (ähnlich wie bei einer Frühgeburt) zu einer schlechten Entwicklung des Kindes führen. Manchmal kann es auch zu einem erhöhten Risiko kommen, an Präeklampsie zu erkranken. Dann steigt der Blutdruck der Mutter und auch das Risiko einen Krampfanfall zu erleiden.

Die Nebenwirkungen der Medikamente

Sicherlich kann man die Nebenwirkungen der Asthma Medikamente nicht ausschließen oder vermeiden. Diese Risiken sind aber im Vergleich zu den Problemen und auch den Folgen eines akuten Anfalles während der Schwangerschaft eher als geringer einzustufen und rechtfertigen die Einnahme der Medikamente. Welche Medikamente und Kortison Sprays Sie während der Schwangerschaft oder der Stillzeit nehmen dürfen, erfahren Sie im notwendigen Gespräch mit Ihrem Arzt.

Kortison Spray

Im Allgemeinen gelten die Kortison Sprays als relativ sicher. Ganz anders verhält es sich bei der Einnahme von Tabletten. Bitte sprechen Sie unbedingt mit dem Arzt darüber und entscheiden Sie nicht alleine, wie Sie hier vorgehen wollen. Grundsätzlich findet sich natürlich weniger Kortison im Körper der Mutter wieder, wenn Sie nur ein spray benutzt anstelle von Kortison Tabletten. Grundsätzlich sollte man also während der Schwangerschaft und der Stillzeit möglichst wenig Medikamente zu sich nehmen. Wie kann man Asthma Beschwerden noch kontrollieren?

Asthma

Hilft eine Immuntherapie?

Bei der spezifischen Immuntherapie (oder auch Desensibilisierung genannt), versucht man eine Unempfindlichkeit der Allergene zu erreichen. Die Auslöser der Beschwerden sollen also unterdrückt werden. Diese Therapie hat aber eine Dauer von drei Jahren und muss also lange vor der Schwangerschaft schon geplant werden. Daneben ist die Behandlung während der Schwangerschaft überhaupt nicht sinnvoll, da die Risiken der Nebenwirkungen deutlich zu hoch sind.

Deshalb Asthma Anfälle einfach vermeiden

Wir wollen das Risiko eines Anfalles vermeiden und versuchen Auslöser also gar nicht in unser Leben zu bringen. Vermeiden Sie also den Kontakt zu Hausstaubmilben, Tierhaaren, Pollen oder auch kalter Luft. Vermeiden Sie Sodbrennen durch eine gesunde Ernährung und ein gesundes Trinken, denn auch Sodbrennen erhöht das Risiko einer Asthma Attacke. Und dann sollten Sie natürlich auch Orte meiden, an denen geraucht wird und sie so den Tabakrauch einatmen müssen. Nicht nur, dass die Giftstoffe im Tabak krank machen, nein, sie erhöhen das Risiko eines Asthma Anfalles erheblich!

Asthma

Wie kann man das Baby vor Asthma schützen?

Eigentlich ist es ganz logisch: wenn sie die ungesunden Dinge in ihrem Leben einfach weglassen, dann senken sie das Risiko einer Erkrankung. Und beim Rauchen sprechen wir hier nicht nur von diversen Krebserkrankungen, sondern auch von der Wahrscheinlichkeit an Asthma zu erkranken. Hören Sie auf zu rauchen um das Kind vor Allergien und Asthma zu schützen.

Asthma

Achten Sie darauf, dass Sie ein gesundes Leben führen und auch Ihr Kind wird gesund sein. Ernährung ist unheimlich wichtig und natürlich der Verzicht auf Drogen (und da gehört eben auch Nikotin und Alkohol dazu) in jeglicher Form! Tausch Dich gerne in unserem Forum dazu aus! Wir wünschen Ihnen eine schöne Schwangerschaft und eine schöne Stillzeit!

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