November 2018

Muttermilch: Die Milchproduktion

Die häufigste Sorge, die sich eine stillende Mutter anfänglich macht, ist wohl: „Habe ich genug Milch, bin ich überhaupt in der Lage mein Kind zu ernähren?“ Da wir in unserer heutigen Zeit alles genau messen, auswiegen und aufschreiben wollen, ist es erst mal sehr schwierig, sich plötzlich ohne Messskala und Tabelle, die sonst an einer Babyflasche ist, zurecht zu finden.

Die Anlegepositionen beim Stillen

Mit ein wenig Übung wird eine Mutter ihr Kind bald im Sitzen, im Liegen oder im Stehen stillen können. Welche Position die Richtige ist, entscheiden alleine Mutter und Kind. Wählen Sie die Position, welche für sie beide bequem und für die jeweilige Situation am geeignetsten ist. Um Wundsein der Brustwarzen und Stauungen des Brustgewebes zu vermeiden, sollte zwischen den einzelnen Positionen gewechselt werden. Dadurch wird erreicht, dass sich der Druck des kindlichen Kiefers beim Saugen auf verschiedene Bereiche der Brustwarze verlagert.

Stillprobleme: Wunde Brustwarzen

Häufig stellen wunde oder einfach nur empfindliche Brustwarzen gerade am Anfang der Stillzeit das größte Problem dar. Sie verursachen starke Schmerzen und die Freude am Stillen wird der Mutter rasch genommen. Unmittelbar nach dem Anlegen befinden sich neben einer Rötung weißliche Belege, ähnlich wie aufgeweichte Hornhaut, auf der Warze. Später können aus diesen oberflächlichen Verletzungen tiefe Risse und Schrunden (=Rhagaden) entstehen.

Das Abpumpen von Muttermilch

Warum Muttermilch abpumpen? Es gibt verschiedene Gründe die es notwendig machen, dass Muttermilch abgepumpt werden muss. Zum Beispiel bei einer Frühgeburt, Trennung von Mutter und Kind (durch Krankheit) oder auch durch den Wiedereinstieg in die Berufstätigkeit.

Wie kann man Abpumpen?

Es gibt zwei verschiedene Methoden, Muttermilch durch Abpumpen zu gewinnen:

Ernährung in der Stillzeit

Sicherlich haben Sie schon vor der Geburt darauf geachtet, dass Ihre Ernährung ausgewogen und gesund ist. Eine abwechslungsreiche Milchkost mit:

  • Obst und Gemüse
  • Milch und Milchprodukten
  • Getreideprodukten (möglichst Vollkorn)
  • Mageres Fleisch, Geflügel, Fisch und Eier

So hat Ihr Körper viele Vitamine und viel Kraft für die Stillzeit.

Eine Stillgruppe

Vor der Geburt des eigenen ersten Babys hat kaum eine Frau die Gelegenheit, das Stillen in der Familie, bei der eigenen Mutter, der Schwester oder im Bekanntenkreis bei einer Freundin zu erlernen. Deshalb ist es sinnvoll, sich schon während der Zeit vor der Geburt auf das Stillen und die vielen Kleinigkeiten, die es einfacher machen, vorzubereiten. Von großer Hilfe für Sie kann hierbei eine Stillgruppe sein. Kein Buch und noch so viel Informationsmaterial kann, das einmal mit seinen eigenen Augen gesehene, ersetzen.