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  Neckermann UrlaubsWelt

 

 

                                                                                                


Es gibt verschiedene Gründe die es notwendig machen, dass Muttermilch abgepumpt werden muss. Zum Beispiel bei einer Frühgeburt, Trennung von Mutter und Kind (durch Krankheit) oder auch durch den Wiedereinstieg in die Berufstätigkeit.

Es gibt zwei verschiedene Methoden, Milch durch Abpumpen zu gewinnen:

       a)      Handpumpen:

             Am gebräuchlichsten sind Pumpen, welche mittels eines 

             Kolbensystems funktionieren.

 

                                                                                           

 

b)      Die elektrische Milchpumpe:

Wenn Sie über einen längeren Zeitraum abpumpen müssen, empfiehlt sich eine elektrische Pumpe (können in Apotheken oder Sanitätshäusern geliehen werden.)

Die effektivsten und angenehmsten Pumpen sind solche, die über ein intermittierendes Kolbensystem angetrieben werden. Saugstärke und Intervall können selbst eingestellt werden. Es gibt auch die Möglichkeit beide Brüste mit einem Doppelpumpset gleichzeitig abzupumpen. Das spart Zeit, und die Milchproduktion wird durch Erhöhung des Prolaktinspiegels gesteigert.

 

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Wie oft und wie lange muss ich abpumpen?

Folgende Hinweise:

            

        

        

- Muss direkt nach der Geburt abgepumpt werden, gelten die gleichen Bedingungen wie beim Anlegen eines Kindes: Abgepumpt werden soll möglichst früh nach der Geburt, am Anfang ca. 6-8 mal in 24 Stunden und am besten auch nachts.
- Vor dem Abpumpen die Brust mit einem warmen Tuch oder Kirschkernkissen (Brustwarze und Warzenhof werden ausgespart) oder einer warmen Dusche wärmen
- Eine sanfte Massage der Brüste vor dem Abpumpen ist auch sehr unterstützend:

- Hände gründlich waschen, die 

  Fingernägel sind kurz und sauber.  

 

- Mit zwei oder drei Fingern von außen nach innen zur Warze hin in kleinen kreisförmigen Bewegungen mit sanftem Druck massieren (etwa 10 Sekunden lang jede Stelle => Durchblutungsförderung)

- Danach mit den Handflächen über die ganze Brust und über die Brustwarzen streichen => Brustwarzen richten sich auf.

- Dann Oberkörper vornüberbeugen und Brüste etwas schütteln => Milch fließt in die Milchseen.

 

-         Ein ruhiges Plätzchen mit einem bequemem Stuhl, ein wenig Musik, ein Foto oder eine 

     Tonkassette mit den Geräuschen Ihres Kindes helfen, den Milchspendereflex auszulösen.

         

 

-         Es gilt: Lieber öfter abwechselnd die Brustseiten pumpen, als einmal sehr lange. Der 

     Milchspendereflex wird immer wieder neu ausgelöst und die Brustwarzen werden geschont. Also,

     zum Beispiel: Linke Seite ca. 10 Minuten, rechte Seite ca. 10 Minuten, dann die linke Seite ca. 

     5 Minuten, rechte Seite auch ca. 5 Minuten, wieder die linke Seite ca. 2-3 Minuten, rechte

     Seite ca. 2-3 Minuten usw.

         

                                                                                                            

Das Abpumpen:

Beachten Sie bitte folgende Hinweise:

-         Die Hände bitte immer gründlich waschen

-         Die Brust nur mit klarem Wasser waschen, mit einem sauberen Handtuch abtrocknen (Warze und Warzenhof  aussparen)    

     

-         Die ersten Tropfen von Hand ausstreichen und verwerfen, außer bei Kolostrum (Hautkeime, die sich auf der Warze befinden,

        werden so beseitigt.)

-         Bei jedem Abpumpen ein sauberes Abpumpset mit steriler Flasche benutzen.

-         Alle Pumpteile, die mit der Muttermilch in Berührung gekommen sind, werden unter fließendem kaltem Wasser abgespült und

        dann normal mit Spülmittel gereinigt und entweder 10 Minuten ausgekocht oder vapurisiert. Danach gut trocknen lassen und einem

       sauberen Geschirrtuch zugedeckt aufbewahren.

 

-         Alle anderen Teile, wie der Luftschlauch oder das Überlaufgefäß, sind 1 mal am Tag für 10 Minuten auszukochen.

 

Aufbewahren der Muttermilch:

Zur Aufbewahrung nehmen Sie bitte sterile, ausgekochte Glas- oder Plastikflaschen. Abgepumpte Milch stellen Sie bitte bei 5 °C in den Kühlschrank. Sie ist dort dann für 72 Stunden haltbar (nicht in die Kühlschranktür stellen, sondern weit nach hinten, da es dort am kühlsten ist.). Bei Zimmertemperatur ist die Muttermilch, vom Zeitpunkt des Abpumpens, lediglich für ca. 6-8 Stunden haltbar. Sie können die frisch abgepumpte Milch auch bei -18° C einfrieren, die Milch ist dann bis zu 6 Monaten haltbar.

Zum Transport:

-         Frische Milch in einer Kühltasche kühl halten

-         Bei gefrorener Milch darauf achten, dass Sie gefroren bleibt und nicht auftaut, Kühltasche mit Kühlakkus benutzen.

Aufgetaute Milch bitte im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 24 Stunden verbrauchen. Die Milch am besten im Kühlschrank oder bei Raumtemperatur oder in einem Wasserbad, welches bei jedem Gebrauch immer wieder erneuert wird, auftauen. Erwärmen Sie die Milch bitte niemals in einer Mikrowelle, hierbei würden zu viele Inhaltsstoffe (wie Antikörper) zerstört und das Kind könnte sich verbrennen (außen kalt, innen heiß..). Haben Sie einmal Milch erwärmt und Ihr Kind hat die Milch leider nicht getrunken, so müssen Sie diese leider verwerfen, da die Gefahr der Keimvermehrung sehr groß ist (die Keime vermehren sich sehr schnell...).

 

Das Ausstreichen von Hand:

1)      Die Hand im C-Griff (Daumen oben, Zeigefinger- und Mittelfinger unter der Brust) ca. 2,5 bis 3 cm 

      von der Brustwarze entfernt auf die Brust legen (dahinter befinden sich ungefähr die Milchseen)

2)      Mit Daumen und Fingern, ohne die Haut zu spreizen, leicht gegen den Brustkorb drücken.

3)      Dann Daumen und Finger zusammendrücken und zur Brustwarze hin nach vorne schieben.

4)      Danach Daumen und Finger wieder in Ausgangsstellung (ca. 2,5-3 cm von der Brustwarze entfernt) 

      positionieren.

5)      Der Bewegungsablauf wird rhythmisch wiederholt.

6)      Um alle Milchseen, die sternenförmig angeordnet sind, zu leeren, wandert man nacheinander um die

      Brustwarzen herum. Um den unteren Teil der Brust gut zu entleeren, einfach die andere Hand 

      benutzen.

 

Wichtig ist, dass alle Bewegungen vorsichtig, ohne reiben oder quetschen durchgeführt werden. So wird vermieden, dass das empfindliche Brustgewebe Schaden nimmt.

 

Füttern der gepumpten Milch:

Um bei einem kleinen jungen Säugling keine Saugverwirrung hervorzurufen, füttert man abgepumpte oder ausgestrichene Milch mit einem Löffel, Becher, Medikamentenschiffchen oder einem Finger-Feeder (= das Kind saugt am kleinem Finger der fütternden Person. Eine Einmalspritze, gefüllt mit Muttermilch, auf die ein Silikonaufsatz=Feeder gesteckt ist, wird am Finger vorbei in den Mundwinkel des Kindes und so in seinen Mund geführt. Wenn das Baby die richtige Zungenbewegung macht, spritzt man eine kleine Menge Milch in seinen Mund. (Bitte erst von einer Fachfrau zeigen lassen)

 

                                                                         

 

So wird erreicht, dass das Kind beim späteren Anlegen an die Brust ein richtiges Trinkverhalten zeigt und nicht durch Flaschensaugen oder Schnuller verwirrt wurde.

Ist Ihr Baby älter als 6 Wochen, kann es zwischen dem Stillen an der Brust und dem Trinken aus einem Flaschensauger gut unterscheiden, da sich sein Saugmuster gefestigt hat.

 

                                                        

 

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