Wenn die Milch zum Stillen nicht reicht

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Wenn die Milch zum Stillen nicht reicht

So., 08/02/2020 - 16:02
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Viele junge Mütter stellen fest, dass ihre Milch zum Stillen nicht ausreicht. Aus diesem Grund wird am häufigsten abgestillt und zur Flasche gegriffen. Doch jede Frau kann ausreichend Milch für ein oder auch mehrere Babys bilden. Nachfolgend werden eine Gründe, für eine zu geringe Milchbildung, erläutert.

Eine unzureichende Milchbildung zu diagnostizieren und zu behandeln gehört zu den umfangreichsten Aufgaben einer Stillberaterin. Bei den wenigsten Müttern sind die Ursachen hierfür medizinisch begründet. Meist ist das Baby einfach noch nicht in der Lage, produktiv an der Brust zu trinken, zum Beispiel, weil es zum Beispiel eine Frühgeburt war, unter Anpassungsschwierigkeiten leidet, zu viel schläft oder anatomische Probleme vorliegen. Hierzu zählt unter anderem ein zu kurzes Zungenbändchen.

Am häufigsten lassen sich die Gründe allerdings an den falschen Rahmenbedingungen unter der Geburt oder im Wochenbett festmachen, aufgrund dessen die Milchbildung gestört ist und der Säugling zu gefüttert werden muss. Es kommt jedoch auch vor, dass die Milchbildung gar nicht gestört ist sondern die Mutter nur eine falsche Vorstellung von einem guten Milchfluss oder einer intakten Stillbeziehung hat. Auch wenn das eigene Vertrauen in die Fähigkeit zu still fehlt, kann dies zur Annahme einer zu geringen Milchmenge führen.

Selbst wenn das Baby vorbildlich zunimmt und sich entwickelt, kann es passieren, dass die Mutter einige Signale falsch deutet und dadurch annimmt, dass sie nicht genug Milch bildet. Für diese Fehlinterpretation wird der Begriff „Perceived Insufficient Milk“ (PIM) verwendet. Die falschen Vorstellungen können tatsächlich dazu führen, dass die Mutter ihr Kind zu kurz oder auch zu selten an die Brust legt oder es in eine falsche Stillposition bringt. Infolge dessen kommt es dann wirklich zu einer mangelnden Versorgung mit der Muttermilch obwohl eigentlich eine ausreichende Menge gebildet wird. Meist ist es eine Kombination von mehreren Faktoren, die diese Probleme verursachen, wie ein schlechter Start nach der Geburt, eine unzureichende Unterstützung beim richtigen Stillen und die Unsicherheit der Mutter.

Eine optimale Unterstützung setzt sich im besten Fall aus einer Hebamme, einer Stillgruppe und auch aus einer Laktationsberaterin zusammen. Vor allem eine Stillgruppe ist unerlässlich, da die Mutter dort nicht nur hilfreiche Tipps sondern auch seelische Unterstützung von Gleichgesinnten erhält. Eine Laktationsberaterin wird den Ursachen der Stillprobleme auf den Grund gehen und sie in mehrstündigen Sitzungen richtig anleiten und das weitere Vorgehen besprechen.

Die Hebamme

Ist die Milchmenge wirklich zu gering?

Besteht der Verdacht, dass die Mutter zu wenig Milch produziert, muss dies zuerst überprüft werden. Hierfür gibt es allerdings kein alleiniges Merkmal, anhand dessen man erkennen kann, dass das Baby zu wenig Milch bekommt sondern es müssen mehrere Faktoren zu Rate gezogen werden. Am einfachsten wäre es für die Mutter, wenn es eine Skale gäbe, auf der die getrunkene Muttermilchmenge abgelesen werden kann, ähnlich wie bei den Milchflaschen.

Bei Stillbabys geht dies allerdings nicht, sodass nur durch ein regelmäßiges Wiegen die getrunkene Menge abgeschätzt werden kann. Hierfür wird jedoch eine Waage benötigt, die sehr genau misst und auch Unterschiede von 1 und 2 Gramm erkennt. Die Differenzen beim Wiegen, die sich während des gesamten Tages ergeben, werden am Ende zusammengerechnet und so die getrunkene Milchmenge erfasst. Da nicht nach jedem Stillen gewogen werden kann, ist es das Ziel, dass so viele Mahlzeiten wie möglich erfasst werden um ein möglichst genaues Ergebnis zu erzielen.

Die zuverlässigsten Daten werden erreicht, wenn über einen Zeitraum von 24 Stunden gemessen wird. Wird eine zweite Person hinzugezogen, kann dies die Mutter bei den Messungen unterstützen. Das permanente Wiegen ist jedoch auch kritisch zu beachten, denn es kann nicht nur das Baby sondern auch die Mutter unter Stress setzen, wodurch sich die Milchmenge tatsächlich reduzieren oder den Milchspendereflex negativ beeinflussen kann. Das Wiegen wird aus diesen Gründen nur in seltenen Fällen angewendet.

Baby

Die aufgenommene Milch allein gibt noch keine eindeutige Auskunft darüber, ob der Säugling an der Brust genügend Nahrung bekommt, da jedes Baby individuell ist und eine andere Menge benötigt. Einige Säuglinge trinken lediglich 500 ml über den Tag verteilt, trotz dass eine größere Menge zur Verfügung steht und andere nehmen mehr als 1300 ml pro Tag auf. Der Durchschnitt beträgt 750 ml getrunkene Muttermilch pro Tag und liegt damit signifikant unter der Milchmenge von Flaschenbabys, das zum Beispiel ihr Energieumsatz niedriger ist.

Trotz der individuell benötigten Milchmenge eines jedes Babys, benötigen Stillberaterinnen dennoch Orientierungswerte. Ab einem Alter von circa 2 Wochen geht man von einer Menge von 750 ml pro Tag aus, wenn die Milchproduktion gut in Gang gekommen ist. Die Ausscheidungen in den Windeln werden meist ebenfalls gewogen und sollten mindestens 500 g betragen.

Ob das Baby ausreichend Milch bekommt, kann auch durch die richtige Stillposition, durch das Beobachten des Stillverhaltens und auch durch das korrekte Stillmanagement erkannt werden. Säuglinge, die an der Brust der Mutter satt werden, sind beim Saugen meist sehr konzentriert und schauen die Mutter mit einem festen Blick an. Dabei sind sie sehr ruhig und wirken zufrieden. Pro Sekunde bewegt sich der Unterkiefer des Babys circa 1x in einem gleichmäßigen Rhythmus. Schon nach kurzer Zeit wird das Baby sichtbar entspannt, öffnet die Fäuste, schließt die Augen und lässt die Brustwarze aus. Anschließend schlafen kleine Babys ein, ältere Kinder beginnen häufig eine Interaktion mit der Mutter.

Stillen

Zeigt sich der Säugling aktiv, aufmerksam und verfügt weiterhin über eine gesunde Hautfarbe sowie eine straffe Haut, sind dies ein Zeichen für eine gute Milchversorgung. Ungesättigte Babys verhalten sich hingegen sehr unruhig, zappeln, führen hektische Arm- und Beinbewegungen aus und saugen hastig an der Brustwarzen. Selbst wenn das Baby an der Brust einschläft, will es die Warze nicht auslassen und auch nicht ablegen lassen. Auch ein lethargisches Verhalten ist häufig zu beobachten.

Der beste Indikator, ob ausreichend getrunken wird, ist die Entwicklung des Gewichts und die Ausscheidungen. Allerdings ist es normal, dass die Säuglinge zu Beginn an Gewicht verlieren, was durch das Ausscheiden der Körperflüssigkeiten und des Mekonium verursacht wird. Dieser Gewichtsverlust beträgt macht meist 5 – 7 % des Gewichtes bei der Geburt aus. Sollte der Säugling allerdings mehr als 7% verlieren, sollte ein Auge auf das Stillmanagement geworfen und dieses unter Umständen verbessert werden. Es gibt aber auch Ausnahmen. Ist das Baby bereits sehr groß oder wurde ihm intravenös Flüssigkeit zugeführt, darf der Gewichtsverlust auch mehr als 7% betragen. In diesem Fall ist das kein Zeichen für eine zu geringe Milchmenge. Verliert das Baby jedoch mehr als 10%, dann sollte über eine Zufütterung nachgedacht werden, da dann mit der Milchmenge etwas nicht stimmt.

Bereits nach 10 bis 14 Tagen erreichen die meisten gestillten Säuglinge ihr Geburtsgewicht wieder. Ist dies bis zur 2. Lebenswoche nicht geschehen, kann es an einer nicht ausreichenden Milchmenge liegen und ein Kinderarzt oder eine Stillberaterin sollte hinzugezogen werden. Die Ausscheidungen des Säuglings sind ein guter Indikator dafür, ob die Menge an Milch ausreichend ist. In den ersten 7 Lebenstagen wird die Stuhlausscheidung beobachtet und erfasst. Anhand der Farbe, der Menge und der Konsistenz ist erkennbar, ob das Baby mit ausreichend Milch versorgt wird.

Ein Baby, welches ausreichend Milch bekommt, hat bis zur 6. Lebenswoche jeden Tag Stuhlgang. Nach dieser Zeit ist die Häufigkeit kein zuverlässiger Indikator mehr, da die Ausscheidungen dann häufig nur alle paar Tage oder auch nur alle paar Wochen auftreten. Hat der Stuhlgang jedoch eine helle, gelbliche Farbe und ist flüssig bis weich, dann ist dies ein positives Zeichen. Sollten die Ausscheidungen trocken und sehr fest sein, kann dies auf eine Unterversorgung hindeuten und es muss gehandelt werden.

Windel

In den ersten sieben Lebenstage lässt sich eine genügende Trinkmenge anhand der Nässe der Windeln erkennen. Bei Stoffwindeln sollten pro Tag 6-8 nasse Windeln gewechselt werden müssen, bei Einwegwindeln sollten es 5-6 sein. Die Farbe des Urins ist hellgelb und ohne Geruch. Um den Überblick nicht zu verlieren, empfiehlt sich das Führen eines Protokolls.

Die Entwicklung des Gewichts ist regelmäßig fortzuführen, damit die Entwicklung der Zunahme beobachtet werden kann. Bestehen keine Stillprobleme, so ist es völlig ausreichend, dass das Wiegen bei den Vorsorgeterminen beim Kinderarzt oder bei der Nachsorge durch die Hebamme durchgeführt wird. Hat die Mutter die Befürchtung, dass ihre Milch nicht ausreicht, können Babywaagen im Internet gekauft oder in Apotheken geliehen werden. Da Säuglinge zu Beginn erstmal wieder abnehmen, ist es ratsam, bis zum Erreichen des Geburtsgewichtes das Baby jeden Tag zu wiegen. Im Anschluss reicht dann einmal oder zweimal in der Woche. Nach den ersten zwei Lebensmonaten ist das Wiegen nur noch in einem Abstand von 4-6 Wochen nötig. Dies sollte im nackten Zustand geschehen.

Da die Entwicklung eines Babys individuell ist, kann keine pauschale ideale Zunahme festgelegt werden. Jedoch gibt es eine Untergrenze, die bei 170 g wöchentlich liegt. Wird diese Menge nicht erreicht, muss ein Kinderarzt oder eine Stillberaterin kontaktiert werden. Die durchschnittliche Zunahme eines Säuglings liegt in den ersten 8 Wochen bei 170 bis 330 g wöchentlich. Vom 3. bis zum 4. Monat liegt die Zunahme bei 110 bis 330 g pro Woche und von Monat 5 bis 6 bei 70 bis 140 g in der Woche.

Um die Gewichtsentwicklung zu beobachten, sollte sich allerdings nicht auf Zahlen gestützt sondern Gewichtskurven zu Rate gezogen werden. In den Vorsorgeheften für den Kinderarzt gibt es Somatogramme. Sie sind allerdings nur ein grober Richtwert, da sie durch Kinder bestimmt wurden, die nicht voll oder gar nicht gestillt wurden. Aus diesem Grund sind die WHO-Wachstumskurven aus dem Jahr 2006 deutlich besser geeignet. Diese wurden auf der Grundlage von Säuglingen erstellt, die 4-6 Monate lang voll gestillt wurden. Doch auch bei diesen Kurve sollte man wissen, dass es nicht von Bedeutung ist, auf welcher Perzentile sich das Baby einordnen lässt.

Stillen

Die Entwicklung ist von Kind zu Kind verschieden und es gibt größere, kleinere, dickere und dünnere. Wichtig ist es, dass der Säugling auf seiner Perzentile bleibt und sich parallel dazu entwickelt. Auch unter der dritten Perzentilen-Kurve kann ein Baby noch eine gesunde Entwicklung aufweisen solange ansonsten keinerlei Krankheiten oder Störungen vorhanden sind.

Kurzzeitige Abweichungen sind völlig normal und kein Grund zur Sorge. Dennoch sollte darauf geachtet werden, dass der Verlauf im parallel zur eigenen Perzentile stattfindet. Erst wenn das Gewicht langsamer steigt als der Verlauf der Kurve, muss das Stillen und der Milchfluss unter die Lupe genommen werden. Stagniert das Gewicht oder entwickelt sich das Gewicht von der Kurve nach unten weg, sind dies Alarmzeichen, die auf eine Wachstumsstörung hindeuten können und ein sofortiges Handeln erfordern. Eine Stillberaterin wird das Baby anschließend wiegen und die Gewichtskurve genauestens interpretieren.

Wird ein Säugling mit künstlicher Milch ernährt, erfolgt die Zunahme in den ersten Wochen langsamer, als bei gestillten Babys. Erst nach dem 6. Monat überholen die künstlich zu gefütterten Babys die Stillbabys. Dies sollte beachtet werden.

Baby

Ein falscher Verdacht für eine zu geringe Milchmenge

Da unsere Gesellschaft mittlerweile hochzivilisiert ist, entstehen auch sehr leicht inkorrekte Ansichten zum Thema „Stillen“. Viele Menschen glauben, dass es Mütter gibt, die nicht genug Milch produzieren, was nicht selten zu Selbstzweifeln bei den werdenden und jungen Müttern führt. Infolgedessen kommt es sehr häufig zu Fehlinterpretationen vom Verhalten des Kindes, welche daraufhin als Anzeichen für eine zu geringe Milchmenge gedeutet werden, trotz einer prächtigen Entwicklung des Babys. Nicht selten raten auch ausgebildete Stillberaterinnen zum Zufüttern.

Häufige Verhaltensfehlinterpretationen für eine zu geringe Milchmenge

1. Geringere Milchmenge kurz nach der Geburt In den ersten Tagen nach der Geburt tritt aus der Brust nur das sogenannte Kolostrum aus. Dadurch werden viele Mütter verunsichert, da sie einen ausreichenden Milchfluss erwarten. Doch diese wenigen Tropfen reichen dem Säugling in den ersten Tagen vollkommen aus. Erst ab dem zweiten Tag vermehrt sich die Milch und erreicht am vierten Tag eine Menge von circa 500 ml. Doch auch wieder bei der Entwicklung der Kinder, gibt es auch bei der Milchmenge große Unterschiede. Ein 4 Wochen altes Babys trinkt circa 750 ml Milch täglich, die Spanne reicht jedoch von 500 bis 1300 ml Muttermilch täglich. Mit dem Milcheinschuss, der einige Tage nach der Geburt eintritt, wird die Brust sehr groß und prall und im Anschluss wieder etwas kleiner und weicher. Dadurch werden viele Mütter ebenfalls verunsichert und denken, die Menge der Milch wird wieder weniger. Doch dieses Phänomen wird durch den Rückgang der gestauten Lymphe im Zwischendrüsengewebe zurück. Ist die erste Schwellung der Brust vorüber, können die Mütter einen Unterschied der Festigkeit ihrer Brüste immer jeweils vor und nach dem Stillen beobachten. Dies kann als Indiz für eine ausreichende Milchmenge hergenommen werden. Besonders, wenn das Baby nach einer längeren Zeit viel Milch trinkt. Trinkt der Säugling allerdings sehr häufig, wird die Brust nicht mehr sehr prall, da sie ständig geleert wird. Doch auch dies ist kein Anzeichen für zu wenig produzierte Milch.

2. Keine Milchtropfen mehr aus der Brust Bis zur sechsten Woche nach der Entbindung läuft bei vielen Müttern immer etwas Milch aus der Brut. Dies lässt allerdings mit der Zeit nach und hört irgendwann vollständig auf. Dass jedoch ein Rückgang der Milchmenge der Grund hierfür ist, ist ein weitverbreiteter Irrglaube. Die Brust hat sich in dieser Zeit lediglich auf die Bedürfnisse des Säuglings angepasst.

3. Das Kind trinkt seltener oder häufiger Trinkt der Säugling plötzlich weniger oder öfter als es die Mutter gewöhnt ist, verunsichert das sehr schnell. Da die Kleinen aber nach Bedarf gestillt werden, ist dies kein Grund zur Sorge. Die Stillhäufigkeit erstreckt sich zwischen 6 und 20-mal pro Tag. Es gibt Babys, die wollen einfach nur an die Brust um ihr Bedürfnis nach Nähe zu stillen ohne dabei groß zu trinken. Andere Babys benötigen die Brust nicht so häufig, da sie große Mengen aufnehmen und damit länger hinkommen. Auch die Stilldauer verändert sich. Zu Beginn nuckeln Säuglinge sehr viel länger als nach einigen Wochen. Die Stillbeziehung hat sich dann einfach eingespielt.

4. Cluster-Stillen: Beim Cluster-Stillen verbringt das Baby sehr viel und sehr oft Zeit an der Brust wodurch die Mütter häufig verunsichert werden. Dieses Stillverhalten ist jedoch völlig normal. Die Babys erreichen dadurch die nahrhafte Hintermilch. Sie sättigt sehr gut und sorgt auch für die Aufrechterhaltung der Milchbildung.

5. Nur wenig Milch beim Abpumpen: Wird die Milch abgepumpt, kann man nur sehr wenig Milch gewinne, dabei ist es unerheblich ob eine manuelle oder elektrische Pumpe verwendet wird. Auch hierbei handelt es sich nicht um Anzeichen für zu wenig Milch. Bei vielen Müttern wird durch die Pumpe noch nicht mal der Milchspendereflex ausgelöst. Schon allein dadurch kann die Pumpe nie soviel Milch gewinnen, wie das Baby.

6. Milchspendereflex wird nicht gespürt: Der Milchspendereflex wird nach einiger Zeit von vielen Müttern nicht mehr wahrgenommen oder gespürt, er ist aber vorhanden.

7. Baby trinkt öfter und/oder länger: Verlangt der Säugling plötzlich häufiger die Brust oder trink länger als es die Mutter kennt, denken viele Frauen, das Stillen klappt nicht mehr. Auch wenn bisher immer eine Brustseite zum Sattwerden ausgereicht hat und nun die Zweite auch verlangt wird, sorgt das nicht selten für Verunsicherung. Häufig liegen diese Schwankungen der Trinkmenge den zahlreichen Wachstumsschüben zugrunde. Es ist zwar nicht erwiesen, dass es diese Wachstumsschübe wirklich gibt, aber Appetitschwankungen können vielerlei Gründe haben, die nichts mit einer zu geringen Milchmenge zu tun haben. Solange die Mutter ihr Kind nach Bedarf stillt, passt sich auch die Milchbildung immer wieder an.

8. Schreiender und unruhiger Säugling: Schreit ein Baby und verhält sich sehr unruhig, muss dies nicht immer ein Hinweis auf ein hungriges Kind sein. Hält diese Unruhe jedoch über längere Zeit an und das Baby schreit sehr oft an der Brust, dann kann es hilfreich sein, den Milchfluss und die Zunahme einmal genauer zu beobachten und von einer Stillberaterin auswerten zu lassen. In einigen Fällen kann es auch vorkommen, dass zu viel Milch fließt und das Baby deshalb dieses unzufriedene Verhalten zeigt. Denkt die Mutter, dass sie zu wenig Milch bildet und demzufolge Maßnahmen zur Steigerung der Milchmenge ergreift, kann dies den Zustand noch verschlimmern.

9. Häufiges Schreien und vermehrte Unruhe in den späteren Stunden des Tages: Am Abend ist es sehr oft zu beobachten, dass die Babys vermehrt Schreien und häufiger die Brust verlangen. Dieses Phänomen wird durch mehrere Theorien erklärt. Es wird vermutet, dass der Stress für das Kind im Laufe des Tages zunimmt und das Baby die Brust sucht und braucht um sich geborgen und sicher zu fühlen. Selten ist zu wenig Milch der Grund für diese Unruhe. Ist dieses Schreien durch nichts zu beruhigen, wird von Regulationsstörungen gesprochen. Diese sollten von einem Arzt untersucht und auch behandelt werden.

10. Kleinere und zierlichere Babys: Kinder sind individuell und, genau wie Erwachsene, nicht alle gleich. Ist ein Baby etwas kleiner und zierlicher, dann muss das nicht an einem zu geringen Milchfluss liegen. Auch der Appetit ist von Kind zu Kind verschieden. Weiterhin liegen Wachstumsunterschiede vor, die aufgrund der Gene zustande kommen. Solange sich der Säugling gut und gesund entwickelt, besteht kein Grund zur Sorge.

11. Geringe Gewichtszunahme oder Gedeihstörung: Sollte das Gewicht eines gestillten Babys zu langsam steigen oder es wurde sogar eine Gedeihstörung diagnostiziert, liegt das nicht automatisch an zu wenig Muttermilch. Die Gründe können sehr vielfältig und verschieden sein. In wenigen Fällen kann auch eine zu große Milchmenge der Grund für eine gestörte Entwicklung sein. Nimmt das Kind zu wenig zu, muss unbedingt ein Arzt oder Stillfachkraft zu Rate gezogen werden.

Baby

Schlechtes Stillmanagement sorgt für zu wenig Milch

Selbst wenn eine Frau körperlich ein Baby stillen kann, heißt das nicht automatisch, dass es funktioniert. Ist das Stillmanagement ungünstig, bekommt der Säugling zu wenig Milch. In den ersten Lebenstagen sollte die Brust pro Tag zwischen 8- und 12-mal geleert werden um die Bildung der Muttermilch gut in Gang zu bringen. Anschließend ist ein regelmäßiges Stillen unerlässlich, damit der Milchfluss weiterhin gut funktioniert. Mittlerweile ist man von festen Stillabständen abgekommen und rät zum Stillen nach Bedarf.

Dadurch produziert die weibliche Brust genau so viel Milch, wie das Baby benötigt. Der Appetit des Säuglings ist mit der Muttermilchproduktion eng verknüpft. Die Nachfrage regelt den Milchfluss. Die Produktion der Muttermilch wird durch die Häufigkeit des Stillens und auch von der getrunkenen Menge pro Mahlzeit geregelt. Je mehr und effektiver ein Säugling saugt und trinkt, desto mehr Milch wird gebildet. Die Brüste können daher niemals leer getrunken werden.

Gründe, weshalb ein Baby zu wenig Milch erhält, trotz einer ausreichenden Milchmenge:

Zufüttern durch fertige Milch

An den Ausscheidungen des Babys oder eine zu geringe Gewichtszunahme kann auf eine nicht ausreichende Milchmenge hinweisen. In diesen Fällen kommen die Mütter nicht um eine Zufütterung herum. Bestehen Unsicherheiten, ob die Milchmenge tatsächlich nicht reicht, sollte eine Stillberaterin zu Rate gezogen werden. Den Müttern sollte aber bewusst sein, dass die Gabe von Fertigmilch zusätzlich zum Rückgang der Milchmenge führen kann und sie geraten in einen Teufelskreis. Nicht selten kommt es infolgedessen zum vollständigen Abstillen. Geht kein Weg am Zufüttern vorbei, so sollte auf alternative Techniken zurückgegriffen werden. Hat sich das Baby erst einmal an eine Flasche gewöhnt, ist der Weg zurück zum Vollstillen meist sehr schwierig bis unmöglich. Außerdem werden die Milchdrüsen durch die Fläschchengabe zu wenig stimuliert und die Bildung der Milch reduziert sich. Daher, wenn möglich, immer auf Flasche und Schnuller verzichten. Beim Zufüttern sollten die Frauen ein Fütter- und ein Stillprotokoll führen, in der die zu gefütterte Menge an Milch genau notiert wird.

Erste-Hilfe Maßnahmen um die Milchbildung wieder zu steigern

Ist das Stillmanagement nicht optimal, kann es wirklich dazu kommen, dass nicht genügend Milch gebildet wird, obwohl die körperlichen Voraussetzungen gegeben sind. Folgende Möglichkeiten gibt es um die Milchproduktion wieder anzuregen: Nursing Vacation!

Bei dieser Methode widmet sich die Mutter mehrere Tage nur dem Kind. Idealerweise ziehen sich beide ins Bett zurück und verbringen den ganzen Tag im engen Körperkontakt miteinander. Dies setzt natürlich die Unterstützung der anderen Familienmitglieder voraus. Durch den geringeren Stress setzt häufig auch die Milchproduktion wieder ein. Durch den engen Körperkontakt von Mutter und Kind werden die Hormone zur Milchbildung angeregt (Prolaktin, Oxytocin). Der Säugling sollte stets die Möglichkeit haben, die Brust oft und lang zu leeren und viel Zeit in der Nähe der Brust z verbringen. Falls die Mutter nicht den ganzen Tag im Bett verbringen möchte, können auch Tragetücher zum Einsatz kommen. Unter diesem Tuch sollte sie allerdings keine Kleidung und auch keinen BH tragen. Dadurch hat das Kind die Brust direkt vor dem Gesicht und kann nach Belieben immer wieder andocken.

Stillen

Wechselseitiges Stillen: Je nachdem, wie arg die Brust entleert wird, bildet sich die neue Milch nach. Die Milchbildungsrate kann sich während eines Tages bis um die fünffache Menge verändern. Die Frauen bekommen von diesen Änderungen nichts mit. Wenn die Babys älter werden und mehr Milch benötigen, dann wechseln sie einfach immer wieder Brustseiten. Haben sie das Trinken an einer Seite beendet, nehmen sie die Andere. Ist diese Seite beendet, folgt wieder die Erste. Dadurch wird die Brust pro Mahlzeit 3-4-mal entleert. Die Trinkzeit wird dabei bei jedem Wechsel kürzer. Die Milchproduktion wird dadurch auf Hochbetrieb geschalten. Bietet die Mutter ihrem Kind also die Brust nach diesem Prinzip immer wieder an, kann sich die Milchbildung schon innerhalb kurzer Zeit deutlich verbessern. Hält dieser Zustand sogar mehrere Wochen an, bildet sich zusätzliches Drüsengewebe in der Brust und es kann noch mehr Muttermilch produziert werden.

Zusätzliche Brustentleerung: Kann ein Baby die Brust von allein nicht effektiv entleeren, weil es zum Beispiel nicht genug Kraft hat oder sehr schnell einschläft, kann die Menge der Milch durch eine zusätzliche Leerung gesteigert werden. Hierfür kommen nach dem Stillen Milchpumpen, die es manuell und auch elektrisch gibt, zum Einsatz. Doch auch Entspannungstechniken, Massagen der Brust vor dem Leeren und Behandlungen mit Wärme können einen besseren Milchfluss ermöglichen. Die Entleerung kann, mit Pausen für die Wärmebehandlung oder Massage dazwischen, mehrfach wiederholt werden. Es kommt dadurch zu einer effektiveren Entleerung und die Milchbildung verbessert sich.

Stillen Öffentlichkeit

Medizinische Ursachen für eine geringe Milchmenge

Sehr selten kommt es vor, dass das Stillen aus medizinischen Gründen nicht funktioniert und zu wenig Milch produziert wird.

  • Wird das Kind zu selten an die Brust gelegt, da ein 3- oder 4-Stunden Rhythmus erreicht werden will, kann dies die Milchmenge verringern. Leider glauben noch sehr viele Frauen und Fachleute, dass gewisse Stillabstände wichtig sind. Doch dieses Zurückhalten führt häufig dazu, dass sich die Milchmenge verringert und dadurch auch zu einer Stagnation oder Verlangsamung der Gewichtszunahme. Um eine ausreichende Milchbildung zu sichern, sollte das Baby schon bei den kleinsten Hungeranzeichen angelegt werden. Selbst wenn das letzte Trinken erst 30 Minuten her ist. Im ersten Lebenshalbjahr benötigen die Kleinen zwischen 8 und 12 Mahlzeiten pro Tag. Mütter, die ihre Kinder erfolgreich stillen, legen ihre Babys sogar meist alle 60 bis 120 Minuten an. Besonders Säuglinge, die lange schlafen, verlangen häufiger nach der Brust.
  • Das Stillen in der Öffentlichkeit ist in den westlichen Ländern häufig noch verpönt, da die Brust als Sexobjekt angesehen wird. Vielen Müttern ist daher das Stillen in der Öffentlichkeit oder in Anwesenheit von Bekannten, Freunden oder Verwandten unangenehm und verringern dadurch die Stillmahlzeiten oder greifen sogar auf Fertigmilch zurück. Da die Brust dadurch seltener stimuliert wird, verringert sich auch die produzierte Milchmenge. In diesem Fall sollte eine Lösung gefunden werden, die das Stillen auch in der Öffentlichkeit praktiziert werden kann. Einige Frauen benutzen große Schals oder Tücher um die Brust damit zu bedecken. Mittlerweile gibt es auch Stillkleidung zu kaufen. Auch immer mehr Rückzugsorte für stillende Mütter findet man in der Öffentlichkeit. Nur wenn alle Frauen sich trauen, außerhalb der eigenen vier Wände ihre Kinder zu stillen, kann es zur Selbstverständlichkeit werden.
  • Sowohl in Deutschland als auch in vielen anderen zivilisierten Ländern ist die Meinung weit verbreitet, dass ein Baby im eigenen Bett schlafen muss. Dadurch wird natürlich das Stillen in der Nacht erschwert, doch auch zu dieser Tageszeit sollte der Stillbedarf des Babys befriedigt werden. Viele Babys werden auch nachts alle ein bis zwei Stunden wach. Liegt es im eigenen Zimmer, bekommt die Mutter dies oftmals gar nicht mit.
  • Wird dem Baby die Brust zu früh wieder entzogen, kann dies auch die Milchmenge reduzieren. Dies wird dann häufig praktiziert, wenn die Mutter glaubt, dass wunde Brustwarzen durch eine kürzere Stillzeit vermieden werden können, was jedoch ein Irrglaube ist. Stillen nach Bedarf bedeutet, dass die Mahlzeit erst beendet ist, wenn das Baby die Brustwarze von selbst auslässt. Zwischen 7 und 45 Minuten dauert eine Stillmahlzeit in der ersten Lebenswoche. Sind noch Geräusche des Schluckens zu hören, darf der Säugling auf keinen Fall von der Brust genommen werden. Ist das Kind zu warm angezogen, kommt es oft vor, dass es beim Trinken einschläft. In diesem Fall sollte es wieder geweckt und etwas dünner angezogen werden. Lässt es die Brustwarze dann aus, ist die andere Seite dran. Sollte das Baby dann wieder eingeschlafen sein und nur noch nuckeln ohne effektiv zu saugen, kann das Kind vorsichtig von der Brust genommen werden, aber nur dann.
  • Bei Schnullerbabys ist oft zu beobachten, dass sie das ihr Saugbedürfnis am Nuckel stillen und daher weniger Zeit an der Brust verbringen. Daher ist es ratsam, den Schnuller nur in Ausnahmen zu geben damit das Kind sein Bedürfnis nach dem Saugen fast vollständig an der Brust stillt.
  • Weiterhin kommt es immer noch gehäuft vor, dass Mütter Tee oder Wasser zum Trinken verabreichen. Dadurch wird natürlich weniger Muttermilch getrunken, da der Durst bereits anderweitig gestillt wurde. Erst wenn mit der Gabe der Beikost begonnen wird, sollten andere Flüssigkeiten angeboten werden. Ein spezieller Ernährungsplan, der vom Institut für Kinderernährung entworfen wurde, empfiehlt die Gabe von Getränken sogar erst ab dem Ende des ersten Lebensjahres.
  • Wird dem Kind immer nur eine Brust angeboten, verringert sich die Milchmenge ebenfalls. Ob diese benötigt wird oder nicht, sollte das Kind selbst entscheiden dürfen. Sollte auch die zweite Brust noch nicht ausreichen, kann wieder an die erste Seite gewechselt werden. In dieser Zeit konnte sich neue Milch nachbilden und das Kind kann weiter trinken. Dieser Wechsel der Brustseiten ist sehr effektiv und fördert die Milchbildung.
  • Bei wunden Brustwarzen ist häufig ein geringer Milchfluss die Ursache. Schmerzen beim Stillen verursacht leider sehr oft ein falsches Anlegen und die Brust wird nicht vollständig geleert. Diese Schmerzen hemmen außerdem auch den Milchspendereflex, die Mutter legt den Säugling zu spät an und die Zeit an der Brust verringert sich dadurch.
  • Frauen, die im Krankenhaus gebären, kehren häufig mit Stillhütchen zurück. Dies führt nicht selten zum Rückgang eines erfolgreichen Stillens. Stillhütchen sollten so schnell wie nur möglich wieder abgeschafft werden. Sollte nicht darauf verzichtet werden können, dann ist eine enge Begleitung einer Stillberaterin empfehlenswert, damit die Milchbildung beobachtet und aufrechterhalten werden kann. Oftmals wird beim Einsatz von Stillhütchen das zusätzliche Entleeren durch eine Milchpumpe empfohlen.
  • Wenn Reste der Plazenta in der Gebärmutter verbleiben, kann dies in den ersten Wochen ein Grund sein. Starke und lange Blutungen sowie Schmerzen im Bauchraum gelten als Anzeichen. Weiterhin ist die Milch sehr wässrig. Besteht dieser Verdacht, folgt eine Ultraschalluntersuchung, mit der die Reste der Plazenta gesehen werden können.
  • Kam es unter der Geburt zu einem hohen Blutverlust oder liegt ein Eisenmangel vor, kann dies ebenfalls die Milchbildung stören.
  • Bei Hormonstörungen ist eine Schilddrüsenunterfunktion die häufigste Ursache. Sie kann außerdem eine Wochenbettdepression hervorrufen. Diese Störung der Schilddrüse muss nicht zwangsläufig vor der Geburt schon vorhanden gewesen sein. Auch eine Insulin-Resistenz kommt nicht selten vor. Leidet eine Frau unter dem polyzystischen Ovarsyndrom, erschwert sich dadurch nicht nur das Schwanger werden sondern auch die Milchproduktion. Diese Erkrankung äußert sich oftmals in Verbindung mit einer Insulin-Resistenz. Leidet eine Mutter an Diabetes, muss das Stillen durch eine fachliche Unterstützung begleitet werden.
  • Medikamente wirken sich ebenfalls auf die Milchbildung aus. Jede Arznei, die eine stillende Mutter einnimmt, sollte vorher auf die Stillverträglichkeit überprüft werden. Dies übernehmen Ärzte, Stillberaterinnen oder Apotheker. Verhütungsmittel, die Östrogene enthalten, sollte komplett verzichtet werden solange das Baby gestillt wird.
  • Das Genussmittel schon während der Schwangerschaft schädlich sind, ist weitläufig bekannt. Doch auch in der Stillzeit sollte eine Mutter die Finger davon lassen, ebenso von diversen Diäten und Radikalkuren.
  • Die ersten Tage und Wochen mit einem Neugeborenen sind nicht einfach. Leidet die Mutter unter enormen Stress oder auch Angstzuständen, wirkt sich das negativ auf die Muttermilchbildung aus.
  • Sehr selten kommt es vor, dass die weibliche Brust tatsächlich nicht genügend Milch produzieren kann, was häufig an einem zu geringen Milchdrüsengewebe liegt. Wird die Brust schon in der Schwangerschaft nicht wirklich größer, kann dies ein erstes Anzeichen dafür sein. Auch deutlich sichtbare Größenunterschiede der beiden Brustseiten sind ein Indiz. Bei Hohlwarzen kann die Anzahl der Milchgänge verringert sein. Bestehen diese Probleme, ist es ratsam, sich mit einer Stillberaterin in Verbindung zu setzen und mit deren Hilfe zu einer gesunden Stillbeziehung zu gelangen.
  • Fanden in der Vergangenheit Operationen an der Brust statt oder kam es gar zu Verletzungen, sodass Brustdrüsengewebe entfernt werden musste oder beschädigt wurde, kann die Brust nicht mehr vollständig entfernt werden. Verantwortlich hierfür sind durchtrennte Milchkanäle oder Nervenstränge. Schnitte, die um die Brustwarze herum gesetzt wurden, beeinträchtigen sehr oft das problemlose Stillen. Ist noch genügend Brustdrüsengewebe vorhanden und auch heil, besteht dennoch die Chance, voll stillen zu können. Die Mutter sollte das Baby dann sehr oft anlegen. Treten dennoch Probleme auf, kann immer noch teilweise gestillt werden, zum Beispiel mit Hilfe eines Brusternährungssets. Die Mutter muss es einfach ausprobieren und den, für sich und ihr Kind, richtigen Weg finden. Stillberaterin bietet eine sinnvolle und erleichternde Hilfe. Mittlerweile können Operationen an der Brust so durchgeführt werden, dass die Milchgänge nicht mehr durchtrennt werden muss, beispielsweise bei einer Vergrößerung oder Verkleinerung der Brüste.
  • Nicht immer ist es die Mutter, die für Probleme beim Stillen verantwortlich ist. In einigen Fällen liegen die Ursachen auch beim Kind. Schläfrigkeit, Probleme beim Saugen, Frühgeburt, zu kurzes Zungenbändchen, Gelbsucht, Kiefer-, Lippen-, Gaumenspalten, eine Behinderung oder auch neurologische Probleme können das Stillen erschweren. Liegen Saugprobleme vor, ist häufig ein verkürztes Zungenbändchen der Grund.

Sollten diese Probleme auftreten oder in Verdacht stehen, sollte auf jeden Fall ein Arzt oder eine Nachsorgehebamme zu Rate gezogen werden.

Wir wünschen Dir alles Gute! Dein Stillgruppen.de!

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