Die Stillbegleiterin (DAIS)

Bei der Stillbegleiterin handelt es sich um eine Ausbildung, die seit dem Jahre 2013 durch das „Deutsche Ausbildungsinstitut für Stillbegleitung“ angeboten wird. Dabei werden Fachpersonen aus unterschiedlichen Berufsfeldern für die Stillbegleitung ausgebildet.

Der Unterschied zwischen Begleitung und Beratung

Wie der Name Stillbegleiterin bereits signalisiert, gibt es hier einen kleinen, aber wichtigen Unterschied zur Stillberatung. Bei der Stillbegleitung handelt es sich um eine präventive Art, Stillprobleme zu vermeiden, sie erst gar nicht entstehen zu lassen. Denn die Stillbegleitung erfolgt bereits laufend, um die Entstehung von Problemen zu vermeiden. Im Gegensatz dazu, wird die Stillberatung leider meist erst in Anspruch genommen, wenn ein Problem bereits entstanden ist oder akut vorliegt.

Stillbegleitung

Wo wird die Stillbegleitung angeboten

Die Stillbegleitung erfolgt meist in dem beruflichen Umfeld der Stillbegleiterinnen. Das bedeutet zum Beispiel: Die Stillbegleiterin ist Kinderkrankenschwester und unterstützt die Mütter und Kinder während ihrer Arbeit im Krankenhaus bzw. der Geburtsklinik. Oder die Stillbegleiterin leitet Eltern-Baby-Kurse und nutzt diese Kurse auch um Fragen zum Stillen oder zur Beikost zu beantworten. Weitere Berufsfelder sind zum Beispiel: die Wochenbettkrankenschwester, die Logopädin oder auch die Apothekerin, welche nun viel besser beim Verleih von Muttermilchpumpen beraten kann. Die Ausbildung zur Stillbegleiterin ist also ein wichtiges ADD on, welches die Schnittflächen von vielen Bereichen mit dem Stillen perfekt ergänzt.

Baby

Warum eine Ausbildung zur Stillbegleiterin?

Die Ausbildung zur Stillberaterin oder natürlich gerade zur Still- und Laktationsberaterin IBCLC ist sehr zeitintensiv und umfassend. Gerade das Studium zur Still- und Laktationsberaterin IBCLC ist sehr vielfältig und umfangreich. Es wird viel medizinisches Wissen vermittelt, welches vielleicht in einigen Bereichen nicht nötig ist bzw. bei manch einem Fachpersonal schon vorhanden ist. Deshalb wurde die Ausbildung zur Stillbegleiterin als lediglich ergänzende und aufbauende Ausbildung ins Leben gerufen. Die Ausbildung orientiert sich also sehr stark an dem bereits vorhandenen Wissen des Fachpersonals.

Gibt es bereits viele Stillbegleiterinnen?

Bei der Ausbildung zur Stillbegleiterin wird ein Zertifikat erworben, welches zwei Jahre gültig ist. Danach muss es verlängert werden. Ende 2016 gab es ca. 80 Stillbegleiterinnen mit einer Ausbildung bei der DAIS. Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei den Absolventinnen meist um Fachperson. Diese verfügen meist über medizinisches Grundwissen, da sie aus medizinischen Berufsgruppen kommen. Es sind zum Beispiel: Krankenschwestern, Hebammen, Ärztinnen oder Apothekerinnen.

Stillbegleitung

Stillberatung durch die Stillbegleiterin?

Die Ausbildung zur Stillbegleiterin wird meist nur im vorhandenen Berufsfeld genutzt. Es gibt aber natürlich auch Stillbegleiterinnen, welche die Ausbildung auch im privaten Umfeld nutzen und als Service Angebot anbieten um Mütter zu unterstützen. Diese Frauen bieten es im Rahmen einer Stillberatung also freiberufliche Tätigkeit an.

Stillen

Starke fachliche Ausrichtung in der DAIS Ausbildung

Die DAIS Ausbildung vermittelt den Stillbegleiterinnen eine Ausbildung, die sehr an den beruflichen Notwendigkeiten der Absolventinnen ausgerichtet ist. Es liegt eine sehr fachliche Ausrichtung bzw. Ausbildung vor. Diese fundierte Ausbildung ermöglicht auch eine Dienstleistung, die gegen ein Honorar angeboten werden kann. Dies darf als deutlicher Unterschied zur „normalen“ Stillberatung vermerkt werden.

Die Still- und Laktationsberaterin IBCLC kann hier natürlich ebenfalls ihre Dienstleistung gegen ein Honorar anbieten, benötigt aber bei der Ausbildung bereits einen medizinischen Grundberuf. Die Ausbildung zur IBCLC vermittelt also deutlich mehr und viel tieferes Wissen im Bereich medizinische Kenntnisse.

Die Stillbegleiterin befasst sich ebenfalls mit den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die einen unmittelbaren Einfluss auf die Stillbeziehung von Mutter und Kind haben.

Stillen

Unser Fazit

Die Ausbildung zur Stillbegleiterin erscheint für viele Berufsgruppen eine sinnvolle Ergänzung zu der bereits vorhandenen medizinischen Ausbildung. Auch die Idee der präventiven Begleitung im Rahmen einer Stillbeziehung erscheint positiv. Wir wünschen Dir eine wunderbare Stillbeziehung! Dein Stillgruppen.de!

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