Kopfgneis oder Milchschorf richtig erkennen und behandeln

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Kopfgneis oder Milchschorf richtig erkennen und behandeln

Mo., 02/03/2020 - 18:21
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Viele Eltern denken sofort n Milchschorf, wenn sie schuppige Beläge auf dem Babyköpfchen sehen. Meistens handelt es sich bei dem krustigen Hautbelag um Kopfgneis, eine harmlose, überschüssige Talgproduktion. Wichtig ist den Unterschied zu erkennen, da der Milchschorf ein Vorbote für Neurodermitis sein kann und eine ernstzunehmende Hautkrankheit ist.

Bereits ab dem zweiten bis dritten Lebensmonat kann sich eine Neurodermitis beim Säugling entwickeln. Anfangs sind die Wangen sowie der behaarte Kopf nur rot, später sind feine Schuppungen und Bläschen zu sehen, die im schlimmsten Fall aufplatzen können und ein Ekzem als Folge haben, welches Milchschorf genannt wird. Milchschorf und Kopfgneis sehen aufgrund der Hautschüppchen sehr ähnlich aus. Unterschiede bestehen jedoch in den Symptomen und im Verlauf.

Die Symptome bei Kopfgneis

Folgende Beobachtungen können gemacht werden:

  • Ein bis drei Wochen nach der Geburt zu sehen
  • Überwiegend ist die behaarte Kopfhaut betroffen
  • Fette weiche Schuppen
  • Die Schuppen haben eine gelb bis gelbbraune Farbe
  • Unangenehmer Geruch kann auftreten
  • Kaum bis gar keinen Juckreiz
  • Heilt nach drei Monaten, spätestens nach einem Jahr ab
  • Kopfgneis ist nicht ansteckend
  • Medizinische Behandlung ist nicht notwendig

Die Symptome bei Milchschorf

Folgende Besonderheiten liegen hier vor:

  • Ab dem dritten Lebensmonat zu sehen
  • Kopf, Wangen, Rumpf und Extremitäten können betroffen sein
  • Harte Schuppen
  • Starker Juckreiz
  • Lösen sich die Schuppen ab ist die Kopfhaut gerötet oder leicht nässend
  • Milchschorf ist eine nicht ansteckende Hautkrankheit
  • Medizinische Behandlung ist erforderlich

Kopfgneis entfernen: Worauf ist zu achten?

Kopfgneis stellt für viele Eltern ein ästhetisches Problem dar. Trotzdem sollten die Schüppchen niemals vom Kopf gekratzt werden, da dies Narben als Folge haben kann. Um den Kopfgneis zu beseitigen, empfiehlt es sich diesen nach einem warmen Bad mit einer weichen Babybürste zu entfernen. Das Ablösen der Schuppen kann beschleunigt werden, wenn der Kopf des Babys mit Mandelöl eingeölt wird. Nach etwa einer Stunde werden die Schuppen mit einem feuchten Tuch vom Kopf gewischt und die Haare anschließend gewaschen. Es darf auf keinen Fall Öl auf der Kopfhaut zurückbleiben, da sonst die Poren verstopfen würden. In jedem Fall sollte bevor der Kopfgneis entfernt vom Kinderarzt abgeklärt werden, ob es sich wirklich nicht um Milchschorf handelt.

Kopfgneis

Die Behandlung von Milchschorf

Milchschorf ist eine Hautkrankheit, die in der Regel in den ersten Lebensjahren selbstständig wieder abheilt. Trotzdem muss die Babyhaut sorgfältig gepflegt werden. Damit die empfindliche Haut nicht austrocknet, empfiehlt es sich den Säugling abzuduschen anstatt zu baden und auf atmungsaktive Kleidung atmungsaktiv zurückzugreifen. Babys mit Milchschorf schlafen aufgrund des Juckreiz sehr schlecht. Der Kinderarzt kann eine Salbe verschreiben, die den Juckreiz stillt. Wichtig ist, dass die Fingernägel des Nachwuchs kurz sind, damit es sich nicht aufkratzen kann. Dünne Fäustlinge können dagegen helfen. Die Schuppen des Milchschorfs sollten auf keinen Fall entfernt werden. Dies könnte die empfindliche Kopfhaut des Babys schädigen und es hätte Schmerzen. Bei der Entfernung könnten Wunden entstehen, die sich entzünden und nässen. Ein Besuch beim Kinderarzt ist die beste Lösung, da dieser den Milchschorf mit speziellen Pflegemitteln, die fett- und feuchtigkeitsspendend sind, gut behandeln kann.

Stillgruppen.de wünscht alles Gute!